28.07.2013, 10:05 Uhr

ANALYSE: WIE IM VORJAHR SETZTE ES EINE ZWEITRUNDEN-NIEDERLAGE

Analyse: Wie im Vorjahr setzte es eine Zweitrunden-Niederlage

Aufrichtender Applaus nach dem 1:5 in Salzburg – die knapp 1.000 mitgereisten Austria-Anhänger in der Red-Bull-Arena schienen am Samstagabend zu ahnen, was es vor den anstehenden Wochen benötige. Vielleicht rief das Unterbewusstsein auch Erinnerungen aus der Vorsaison ab, als die Veilchen ebenfalls ihr Zweitrundenspiel verloren hatten (zuhause gegen Sturm Graz) und diese Partie, so resümierte man später, ein wichtiger Eckstein auf dem Weg zum Titel gewesen sei.


Nichtsdestotrotz nagt die hohe Niederlage am Gemüt. „Drei, vier Gegentore hätten verhindert werden müssen, wenn wir taktisch besser agiert hätten. Salzburgs Spieler haben auch ihre individuelle Klasse ausgespielt“, schlussfolgert Trainer Nenad Bjelica. Dabei hätte es auch anders kommen können: „Wir haben in der ersten Spielhälfte zu uneffektiv gespielt. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Das ist derzeit unser Problem und das muss besser werden.“


Wenn Salzburgs Angriffspressing, das die Hausherren oft mit fünf bis sechs Mann betreiben, erst einmal auskombiniert wurde, spielte sich die Austria zumeist auch bis vor das gegnerische Tor, wo man aber an Kaltschnäuzigkeit vermissen ließ (nach 90 Minuten verzeichnete die Austria einen Schuss mehr auf das gegnerische Gehäuse als Salzburg). Zumindest Austrias Umschaltspiel in die Offensive erwies sich anfangs als Waffe, auch wirkte man frischer als in der Vorwoche – 56 Prozent der Zweikämpfe in Hälfte eins entschied die Bjelica-Elf für sich.


Philipp Hosiner: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut mitgehalten, eigentlich zwei billige Tore bekommen. Davor hätten wir in Führung gehen können, dann wäre es wahrscheinlich anders gekommen. In der zweiten Hälfte konnten wir aber unser Vorhaben nicht umsetzen, das 1:3 war ein Knackpunkt.“ Der Torschützenkönig sprach „unter dem Strich“ von einem verdienten Sieg der Salzburger, daran änderte auch der Treffer von Alex Grünwald nichts.


In der Nacht auf Sonntag kehrte die Mannschaft nach Wien zurück, um 10:00 Uhr fand ein regeneratives Training statt. Montagnachmittag wartet das nächste Abschlusstraining vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Islands Meister und Tabellenführer Hafnarfjördur. Hosiner: „Unsere Blickrichtung ist jetzt auf Dienstag gerichtet. Wir werden vor einem tollen Publikum spielen und wollen unbedingt einen Heimsieg, um den Grundstein für unseren Aufstieg zu legen.“


Ankick am Dienstag ist um 18:00 Uhr in der Generali-Arena (Ticket-Infos).

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 12 25
2. SK Puntigamer Sturm Graz 12 25
3. LASK 12 24
4. SK Rapid Wien 12 24
5. WSG Swarovski Tirol 12 17
6. RZ Pellets WAC 12 17
7. spusu SKN St. Pölten 12 15
8. TSV Prolactal Hartberg 12 14
9. SV Guntamatic Ried 12 13
10. FK Austria Wien 12 11
11. CASHPOINT SCR Altach 12 8
12. FC Flyeralarm Admira 12 7
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