05.10.2012, 14:31 Uhr

VERLETZTER STANKOVIC: "STURM SPIELT EIN UNORTHODOXES SYSTEM"

Verletzter Stankovic: "Sturm spielt ein unorthodoxes System"

Wenn die Austria am kommenden Sonntag bei Sturm Graz (16.00 Uhr, UPC-Arena) gastiert, wird sich ein Spieler wohl kurzzeitig im falschen Film wähnen. Gerne wäre Marko Stankovic gegen seinen Ex-Klub aufgelaufen, ein im Cup zugezogener Bändereinriss im Sprunggelenk macht jedoch einen Strich durch die Rechnung.


Nachdem der Schmerz vergangene Woche rasch zurückgegangen war, keimte am Montag noch einmal Hoffnung auf. „Aber nachdem ich die Belastung kurz gesteigert habe, war mir klar, dass es noch dauern wird, bis ich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, erzählt „Stanko“.


Nun sieht das tägliche Brot im Genesungs-Prozess mehrere Stunden Arbeit vor. Mit Physiotherapeut Freddy Siemes arbeitet er in der Südstadt, mit den Sporttherapeuten Christian Hold und Florian Grabner in der Generali-Arena. Dazu kommt ein individuelles Programm mit Fitnesscoach Dr. Martin Mayer, der mit Stankovic im läuferischen Bereich arbeitet. „Bisweilen noch ohne Richtungswechsel, um Knöchel und Bänder zu schonen“, sagt der 26-Jährige.


„Gegen Sturm wollte ich unbedingt spielen“, erzählt Stankovic, der zwischen Juli 2007 und Januar 2009 bei den Steirer kickte und später über den Umweg Triestina den Weg zur Austria finden sollte. „Aber jetzt heißt es Geduld bewahren, vernünftig sein. Danach steht eine Länderspielpause an, in der ich in Ruhe zurückkommen möchte.“


Sturm Graz konnte aus den letzten fünf Spielen, ebenso wie die Austria, zehn Punkte ergattern. „Am Anfang mussten sich die Spieler wohl an das neue System gewöhnen, aber zuletzt sind sie in Fahrt gekommen und haben auch spielerisch besser ausgesehen“, findet Stanko, der die Grazer schon vor der gemeinsamen Video-Analyse genau unter die Lupe nahm. „Sie spielen ein relativ unorthodoxes System, das für mich eher ein 4-2-4 ist. Wenn Bodul, Okotie, Sukuta-Pasu und Szabics spielen, stehen vier Stürmer auf dem Platz. Und zurückarbeiten muss heutzutage ohnehin schon jeder Angreifer.“


Das erste Saisonduell der beiden Teams konnte Sturm knapp für sich entscheiden. Und das, obwohl sich Stankovic und Trainer Peter Stöger einig sind, dass das 0:1 gegen Sturm (Runde 2) zu Austrias besten Saisonleistungen zählt. „Da haben wir Möglichkeiten kreiert, hätten eigentlich nicht verlieren dürfen“, erinnert sich Stankovic. „Aber wenn wir am Sonntag intelligent spielen – und davon bin ich überzeugt – werden wir wieder zu unseren Chancen kommen. Und dann hoffentlich auch nutzen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Rapid Wien 13 27
2. FC Red Bull Salzburg 12 25
3. SK Puntigamer Sturm Graz 13 25
4. LASK 12 24
5. WSG Swarovski Tirol 12 17
6. RZ Pellets WAC 12 17
7. spusu SKN St. Pölten 12 15
8. TSV Prolactal Hartberg 12 14
9. SV Guntamatic Ried 12 13
10. FK Austria Wien 12 11
11. CASHPOINT SCR Altach 12 8
12. FC Flyeralarm Admira 12 7
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