Allgemeine News 30.12.2020, 08:00 Uhr
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2020 IN 12 ZAHLEN

Ein in vielen Belangen außergewöhnliches Jahr geht zu Ende. Für jeden Monat haben wir eine Zahl ausgewählt.

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45

Im Jänner absolvierte Austria Wien ein Trainingslager im türkischen Belek. Für Franz Gruber war es das 45. Trainingslager als Torhüter-Trainer von Austria Wien. Und sein vorerst letztes, aufgrund von COVID-19 gab es seitdem kein Trainingslager mehr. Außerdem ist Gruber seit Sommer Chief of Goalkeeping.

Fun Fact: In seinem ersten von 45 Trainingslagern bei der Austria begrüßte Gruber einst einen gewissen Szabolcs Sáfár als neuen Torhüter. Bei seinem letzten konnte er sich mit seinem damaligen Pendant bei den Young Violets am Abend im Hotel austauschen.

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63

"I bin a oida Austrianer", lautet ein bekanntes Falco-Zitat, getätigt im April 1992 im Zuge des Heimspiels gegen Austria Salzburg. Am 19. Februar 2020, also 28 Jahre danach, hätte Falco seinen 63. Geburtstag gefeiert. Als Hommage an den Falken stellten unsere Spieler vier seiner berühmtesten CD-Cover nach.

6

Das 0:0 gegen St. Pölten am 7. März im letzten Spiel des Grunddurchgangs bedeutete das 6. Unentschieden in Serie und obwohl es das neunte ungeschlagene Match in Folge war, stand schon davor das Verpassen der Meistergruppe fest. Die Gedanken an die Qualigruppe waren aber nur kurz präsent, denn Mitte März folgten Absagen, Schließungen und der erste Lockdown aufgrund von COVID-19.

39

Nach 39 Tagen Lockdown & Homeoffice kehrten die Austria-Spieler am 23. April für das Kleingruppentraining auf den Platz zurück.

2022

Ende Mai unterzeichnete Patrick Pentz, kurz vor dem Restart der Bundesliga nach dem Lockdown, einen neuen Zweijahresvertrag. Der Goalie stand seit Jahresbeginn wieder als Nummer eins im Austria-Tor und löste Ivan Lucic ab.

9

Dicht war das Programm im Juni. Nicht weniger als 9 Bundesliga-Spiele absolvierte die Austria innerhalb von 29 Tagen. Mit sechs Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen sicherte sich die Austria vorzeitig und souverän den Gewinn der Qualigruppe und damit das Heimrecht im ersten Teil des Playoffs gegen Altach. Im Playoff-Finale gegen Hartberg im Juli musste sich die Austria dann aber geschlagen geben.

 

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2 in 1

Am 31. Juli verkündete Austria Wien, dass Peter Stöger in der Saison 2020/21 als General Manager Sport nach englischem Modell, als sportlicher Leiter und Cheftrainer der ersten Mannschaft, fungieren wird. Zuvor entschied sich Christian Ilzer dazu, mit seinem Trainerteam zu Sturm Graz zu wechseln. 

95

Mehr als 95 Prozent aller Abonnenten der Saison 2019/20 nahmen die vollständige Rückerstattung des Abo-Restwerts nicht in Anspruch, mehr als ein Drittel verzichtete sogar auf alle Erstattungen.

Fun-Fact: Der News-Artikel am 24. August, in dem wir alle Abo-Helden namentlich erwähnten, war der am häufigsten angeklickte der letzten zwölf Monate - gefolgt von „Peter Stöger wird neuer Austria-Trainer“ und „Wichtige Infos zum Stadionbesuch in COVID-Zeiten.“

10.000, 7.500, 5.000, 3.000, 1.500, 0

September und Oktober waren geprägt von permanent wechselnden Zuschauer-Obergrenzen. Ein Auszug:

1. September: Die Lockerung, die Outdoor-Veranstaltungen mit bis zu 10.000 Besuchern ermöglicht, tritt in Kraft.

7. September: Die Ampel für Wien schaltet auf Gelb, das würde eine maximale Besucherzahl von 5.000 für Großveranstaltungen im Außenbereich bedeuten. Da die Ampel zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesetzlich verankert war, konnte die Austria für das Heimspiel gegen Ried (20. September) noch mit 7.500 Zuschauern planen. Das Abo-Kontingent wurde aber auf 5.000 beschränkt.

11. September: Die Regierung beschließt eine Verordnung, die eine maximale Besucherzahl von 3.000 für Großveranstaltungen im Außenbereich festlegt. Die Ampel-Farbe ist damit noch vor dem Gesetzesbeschluss ausgehebelt.

14. September: Die Ampel-Kommission beschließt die Empfehlung, Wien auf Orange zu schalten. Ursprünglich wäre damit eine maximale Besucherzahl von 500 Personen vorgesehen gewesen, diese Maßnahme wird aber trotz Ampel-Schaltung nicht umgesetzt, es bleibt bei 3.000 Zusehern.

19. Oktober: Die Regierung beschließt eine neue Obergrenze bei Outdoor-Veranstaltungen: 1.500 Personen. Die neue Verordnung soll bereits ab 23.10. und damit vor dem Austria-Heimspiel gegen RB Salzburg in Kraft treten (24.10.). In der Folge kontaktiert Austria Wien alle Abonnenten und gibt jenen den Vorzug, die auch Mitglieder bzw. schon länger Abonnenten sind.

22. Oktober, abends: Es wird publik, dass die Verordnung doch erst ab 25.10. gilt. Demnach können beim Heimspiel gegen RB Salzburg doch noch 3.000 Zuseher kommen, Gastro ist ebenso wieder erlaubt. Innerhalb von einem Tag mussten allen voran die Gastronomie und das Sicherheitspersonal komplett neu aufgestellt werden.

31. Oktober: Die Regierung beschließt den zweiten Lockdown. Ab sofort sind Heimspiele von Austria Wien wieder nur ohne Zuschauer in Form von Geisterspielen möglich.

56, 12.198, 0

Am 24. Oktober fand das letzte Heimspiel von Austria Wien vor Zuschauern statt. 3.000 Besucher durften gegen RB Salzburg in die Generali-Arena. Bei insgesamt 56 Spielen von diversen Austria-Teams (Nachwuchs, Akademie, Young Violets, Frauen, Kampfmannschaft) waren insgesamt 12.198 Zuschauer vor Ort, kein einziger COVID-19-Verdachtsfall trat auf. Alleine bis Mitte November entstanden für Austria Wien rund 140.000 Euro an Kosten für das COVID-19-Präventionskonzept und die PCR-Tests der Spieler & Betreuer.

1911

Am 19.11. (in Anlehnung an unser Gründungsjahr ein "Violetter Feiertag") präsentierte die Austria wenige Wochen nach dem Terroranschlag in Wien eine Sonder-Edition des Austria-Trikots: „Stärker als Hass. Wir lieben unser vielfältiges Wien“, mit dem die Spieler gegen St. Pölten und im Derby aufliefen.

19,11 Euro pro verkauftem Wien-Trikot wurden dabei an vier Institutionen gespendet, die gerade gerade in Zeiten nach dem Terror-Anschlag, aber auch zu Zeiten des Lockdowns, besonders in Anspruch genommen werden. Gespendet wird an: die "Traumahilfe Österreich", die Beratungsstelle "Courage", den "Psychotherapeutischen Bereitschaftsdienst", "ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit"

8

Seit acht Spielen wartet Austria Wien nun in der Bundesliga bereits auf einen Sieg, der letzte Liga-Erfolg gelang am 3. Oktober. Nur im Cup gewann Violett in der Zwischenzeit gegen den Sport-Club und Hartberg, steht damit im Viertelfinale, in dem die Austria am 6. Februar um 17:00 Uhr nach Salzburg muss. In der Bundesliga ist die Austria zum Jahreswechsel nur Zehnter. Es sind allerdings erst zwölf von 22 Runden des Grunddurchgangs gespielt. Im Frühjahr wartet ein dichtes Programm. 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. FC Red Bull Salzburg 28 39
2. SK Rapid Wien 28 33
3. SK Puntigamer Sturm Graz 28 27
4. LASK 28 26
5. RZ Pellets WAC 28 23
6. WSG Swarovski Tirol 28 21
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. TSV Prolactal Hartberg 28 25
2. FK Austria Wien 28 23
3. SV Guntamatic Ried 28 20
4. CASHPOINT SCR Altach 28 15
5. FC Flyeralarm Admira 28 14
6. spusu SKN St. Pölten 28 12
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