11.03.2014, 15:07 Uhr

VORSTAND KRAETSCHMER ZUM LIZENZANTRAG: "BIN SEHR GUTER DINGE"

Vorstand Kraetschmer zum Lizenzantrag: "Bin sehr guter Dinge"

Dem FK Austria Wien stehen überaus wichtige Wochen ins violette Haus. Auf dem Rasen ist es der Kampf um einen neuerlichen Startplatz für den Europacup und in der Geschäftsstelle ist es die Vorbereitung für die Lizenzierung, deren Anträge die Klubs diesmal erst bis 17. März bei der Bundesliga abgeben müssen. Normalerweise läuft die Frist bis zum 15. März, der heuer auf einen Samstag fällt.

Die Veilchen befinden sich derzeit sowohl auf sportlicher als auch auf wirtschaftlicher Ebene auf einem gutem Weg. „Wir haben mit dem Trainerwechsel sportlich eine Trendwende herbeigeführt und die Unterlagen für den Lizenzantrag schon sehr weit erarbeitet. Wir werden sie in den kommenden Tagen finalisieren und dann fristgerecht abgeben“, sagt Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer.

Der 42-jährige Ex-Banker und studierte Betriebswirt, der seit 1. November 1997 bei den Veilchen tätig und seit 2008 Vorstandsvorsitzender der FK Austria Wien AG ist, spricht im Interview über die intensive Arbeit, die durch den Lizenzantrag für die Bundesliga-Saison 2014/15 anfällt, warum der Kampf um einen Startplatz für den kommenden Europacup so wichtig ist und über das Verhältnis zu den Sponsoren.

Wie weit ist der Lizenzantrag der Austria für die Saison 2014/15, der bis Mitte März der Bundesliga vorgelegt werden muss, gediehen?

Kraetschmer: „Wir haben unsere Hausaufgaben sehr gut erledigt, die notwendigen Erklärungen - wie wir sie stets in der Lizenzierung erledigt haben - fristgerecht eingeholt. Daher bin ich sich sehr, sehr guter Dinge. Wir haben die Unterlagen schon sehr weit erarbeitet, werden sie in den kommenden Tagen finalisieren.“

Sind durch unser Champions-League-Debüt die Arbeiten diesmal leichter oder vielleicht sogar leichter denn je zuvor gefallen?

„Uns ist der Antrag keineswegs so leicht gefallen wie noch nie, denn das Lizenzierungsverfahren bedeutet auch sehr viel formale Arbeit, wie Nachweis von Zeugnissen der Trainer, Stadion-Zertifikat uvm, die jährlich weiterentwickelt wird – nicht umsonst hat die österreichische Bundesliga eines der anerkanntesten und detailliertesten Lizenzierungsverfahren in Europa. Natürlich liegt der Fokus auf wirtschaftlichen Themen, der Antrag umfasst das Bild der laufenden Saison, eine Art aktuelle Hochrechnung, und das Budget für die Folgesaison.“

Wie hat sich die Champions-League-Teilnahme ausgewirkt?

„Keine Frage, dadurch ist die wirtschaftliche Stabilisierung des Klubs natürlich leichter gewesen als vielleicht in den vergangenen Jahren. Im Vorjahr waren wir in der Bundesliga auf Punkte-Rekord-Kurs, aber nicht im Europacup dabei. Da war es noch schwieriger.“

Neben Lizenzierung und Zukunftsplanung ist für den Meister das Sportliche ganz wesentlich. Wie sehen sie da die Lage vor den letzten zehn Runden der Meisterschaft?

„Wir wollen und müssen den Weg in die Spur zurückfinden, um uns für den Europacup 2014/15 zu qualifizieren. Das war und ist unser Saisonziel. Wir haben durch den Wechsel des Trainers eine Trendwende herbeiführen können und wieder sehr gute Chancen nach den zwei Heimsiegen über Innsbruck und Grödig. Jetzt müssen wir in jedem einzelnen Spiel trachten, unser Minimalziel zu erreichen. Das haben wir im Lizenzantrag auch abgebildet.“

Vom Sportlichen hängt nicht zuletzt das Wirtschaftliche ab. Wie ist das Verhältnis mit den Sponsoren?

„Wir planen diesbezüglich natürlich auch für die Saison 2014/15. Die Champions League ist Geschichte, wir müssen nach vorne schauen, brauchen die Unterstützung unserer Sponsoren. Wir müssen dabei auch versuchen, attraktiven Fußball zu spielen, damit möglichst viele Zuschauer in die Generali-Arena kommen.“

Die violetten Darbietungen im Jahr 2013 waren dafür eine ausgezeichnete Werbung und waren hilfreich für den Lizenzantrag. Hat sich das niedergeschlagen?

„Ja, aufgrund unserer guten Leistungen in der Meisterschaft und der UEFA Champions League haben wir uns das Vertrauen bei den Partnern weiter erarbeitet. Und daher haben wir die wichtige Unterstützung unserer Sponsoren durch entsprechende Schreiben dokumentiert bekommen bzw. durch Vertragsverlängerungen belegen können. Daher bin ich sehr zuversichtlich für diesen Lizenzantrag.“

Hat der FK Austria Wien durch die Champions-League-Auftritte zusätzliche Sponsoren in seiner Mitte willkommen heißen können?

„Es waren zwei Effekte feststellbar: Wir haben den einen oder anderen neuen Partner auf verschiedenen Ebenen gewinnen können. Was mich aber auch sehr freut, ist die Tatsache, dass ein Großteil unserer Partner, deren Verträge auslaufen oder ausgelaufen wären, vorzeitig, teilweise sogar mehrjährig und zu verbesserten Konditionen, verlängert haben. Es gibt momentan neben den sportlichen Erfolgen der Kampfmannschaft auch durch die tolle Entwicklung der Akademie mit dem U19-UEFA-Youth-League-Team, den Amateuren oder der Weiterentwicklung des Schulmodells ein sehr positives Feedback unserer Partner. Den Schwung haben wir mitgenommen und genutzt.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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