23.01.2014, 09:55 Uhr

VOR 75 JAHREN STARB MATTHIAS SINDELAR

Vor 75 Jahren starb Matthias Sindelar

Matthias Sindelar wurde in Kozlau, einem kleinen Dorf in Mähren in der Iglauer Gegend, am 10. Februar 1903geboren. Im Alter von 2 Jahren übersiedelten seine Eltern mit ihm nach Wien, wo sie dann in Favoriten wohnten.


Matthias Sindelar ist der Inbegriff des technisch-hochwertigen Austria-Fußballspiels. Seine fußballerische Karriere begann beim Wiener Verein ASV Hertha, doch schon bald wurde sein außergewöhnliches Talent erkannt und er wechselte 1924 zum Wiener Amateur Sportverein, der späteren Wiener Austria.


Seine Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen:

 

2x Mitropacupsieger
1x Nationaler Meister
5x Cupsieger


Auch dem Nationalteam drückte er seinen Stempel auf. Als Teil des sogenannten Wunderteams, bei dem er bei 13 Einsätzen 14 Tore erzielte,  verzauberte er die Fußballwelt und erlangte regelrecht Kultstatus. Das zeigte sich auch insofern, als er für verschiedene Produkte Werbung machte und sogar als Schauspieler in einem Spielfilm mitwirkte.


Das Leben des Matthias Sindelar fand ein tragisches Ende: Wenige Tage vor seinem 36.Geburtstag, am 23.Januar 1939, wurde er zusammen mit seiner Freundin Camilla Castagnola, eine Frau jüdischer Herkunft, die er erst wenige Wochen zuvor kennen gelernt hatte, tot im Bett aufgefunden. Laut Obduktionsbericht trat der Tod infolge einer Kohlenmonoxidvergiftung ein. Die Frage, ob Mord oder Selbstmord, Doppelselbstmord oder Unglücksfall, blieb bis heute ungeklärt. Auch die Freundin starb einen Tag nach Sindelar, ohne noch einmal zu Bewusstsein gekommen zu sein.


15.000 Menschen begleiteten den „Papierenen“ auf seinem letzten Weg zum Zentralfriedhof. Und Friedrich Torberg dichtete: „Er spielte Fußball wie kein Zweiter, er stak voll Witz und Fantasie. Er spielte lässig, leicht und heiter, er spielte stets, er kämpfte nie.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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