14.02.2014, 12:15 Uhr

SUTTNER: "WENN WIR JETZT KEINE SERIE STARTEN, DANN WEIß ICH NICHT!"

Suttner: "Wenn wir jetzt keine Serie starten, dann weiß ich nicht!"

Der Stachel nach dem 1:3 im Derby ist in dieser Trainingswoche entfernt und die Fehler aufgearbeitet worden. Der Blick des FK Austria Wien ist wieder nach vorne gerichtet. „Wenn wir jetzt keine Serie starten, dann weiß ich nicht“, sagt Markus Suttner vor dem ersten Heimspiel 2014 am Samstag (19.00) Uhr in der Generali-Arena gegen den SC Wiener Neustadt.

Wenn man jetzt nicht zum Gewinnen anfange, werde es schwierig, meinte unser Teamverteidiger, dem ein guter Draht zu den Veilchen-Fans attestiert wird. „Sutti“ rief vor der 23. Bundesliga-Runde allen nochmals mit Nachdruck in Erinnerung: „Es geht darum, dass wir Zweiter oder Dritter werden und einen Europacup-Startplatz erobern. Am Samstag müssen wir drei Zähler holen!“

Die violette Tabellensituation hat sich nach dem ersten Match des Jahres „nur“ insofern geändert, als wir vom vierten auf den fünften Rang zurückfielen, von der SV Ried überholt wurden. Der Rückstand auf den zweitplatzierten SV Grödig blieb hingegen mit fünf Punkten gleich. Dennoch warnt Suttner und meinte: „Man sollte nicht leichtfertig nur auf die Vorderen schauen!“

Schließlich spürt der Titelverteidiger auch den schon den Atem des WAC und von Sturm Graz. Das Duo hat nur zwei bzw. drei Punkte weniger als wir auf dem Konto. Der 26-Jährige appelliert deshalb immer wieder: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und zu punkten beginnen. Etwas anderes zählt jetzt nicht in unserer Situation.“

Dass der Tabellenfünfte in den kommenden vier Runden gleich drei Partien vor eigenem Publikum austrägt, kommt da nicht ungelegen. Da müsse man zu alter Heimstärke finden und für die Fans wieder gewinnen, kündigte Suttner im Namen aller an. „Gegen Neustadt, WAC (Anm. auswärts) und Wacker, die derzeit alle hinter uns liegen, müssen wir Punkte holen, um vorne dabei zu sein“, fordert er.

Zum Abschluss der Vierer-Serie gastiert dann am 8. März am Verteilerkreis der SV Grödig in der Generali-Arena. Dann könnte man vielleicht schon wieder in Schlagdistanz zu den Salzburger liegen. Vorausgesetzt, man startet am Samstag gegen Neustadt einen Lauf. Gegen die ersten Gäste des Jahres sind die Violetten seit zehn Liga-Partien (6-4-0) ungeschlagen, haben in den jüngsten sechs Spielen (5-1-0) nur ein Gegentor erhalten (16:1) und daheim überhaupt noch keines der bisherigen neun Treffen (7-2-0) verloren!

Nach dem missglückten Jahresauftakt in Hütteldorf wurde im Lager der Veilchen natürlich viel geredet, diskutiert, analysiert und gearbeitet. Jeder habe sich Gedanken gemacht, gab Suttner offen zu. „Das zu verdauen, ist schwierig. Wenn du in der Vorbereitung darauf hinarbeitest, ein gutes Gefühl hast und dann 1:3 verlierst, das ist ganz bitter.“

Dabei hatte alles gut begonnen, gingen wir durch ein Bilderbuch-Kontertor in Führung. „Die drei Verlusttreffer wären extrem unnötig gewesen, aus einem dummen Handspiel, das man vielleicht nicht hätte geben müssen, und aus zwei Standardsituationen. Es war ein Selbstfaller. Mittendrin habe ich ein gutes Gefühl gehabt, dass wir noch ein zweites Tor machen. Aber es hat nicht sein sollen“, sagte Suttner retrospektiv.

Auch deshalb, weil sich die Anfälligkeiten nach Standards über den Winter offenbar nicht verflüchtigt haben. „Wir sind heuer bei solchen Situationen einfach nicht so gut, das hat sich leider fortgesetzt. Das gilt es jetzt schnell zu beheben“, erklärte Suttner. Vielleicht ist die Umstellung von Raum- auf Mann-Deckung, die man in der Winterpause für defensive Standards vorgenommen hat, noch nicht so im Fleisch und Blut?

„Das ist schwierig zu sagen. Wir müssen das intern aussprechen und dann besser machen“, antwortete der Linksfuß. Schuldzuweisungen gab es keine „Da haben wir uns nicht gut angestellt, müssen uns im Kollektiv besser verhalten“, meinte Torhüter Heinz Lindner.

„Wir müssen in Zukunft bei Standardsituationen besser stehen“, stimmte Austrian-Trainer Nenad Bjelica zu. Fortschritte sind gefragt und sollten schon am Samstag gegen Neustadt zu sehen sein. Da muss ein Sieg her, der Weg zu einem Europacup-Startplatz begonnen werden. Schließlich benötigt Suttner ein Präsent für ein besonderes, privates Ereignis. Er heiratet im Sommer seine Verlobte Andrea. Also heißt es ins Zeug hauen!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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