01.07.2014, 12:22 Uhr

SHIKOV SCHÄTZT DIE KLARE STRATEGIE UND DAS "SCHÖNE" SPIEL!

Shikov schätzt die klare Strategie und das "schöne" Spiel!

Es sind besondere Tage im Leben des Vanche Shikov, an denen die Gedanken schon einmal öfter als gewohnt 20 Jahre zurück schweifen können. Dass am Montag der Transfer des 28-jährigen Innenverteidigers zur Austria fixiert und damit ein neues Kapitel in seinem Leben aufgeschlagen wurde, weckt Gedanken daran, wie alles begann.

Die zurzeit in Brasilien in die K.O.-Phase übergetretene Weltmeisterschaft trägt ihres dazu bei. Es war die WM 1994, als Shikov erstmals so richtig auf den Geschmack kam und mit herabhängender Kinnlade verfolgte, wie sich Brasilien im Finale gegen Italien durchsetzte, nachdem Roberto Baggio und Franco Baresi im Elfmeterschießen die Nerven einen Streich gespielt hatten.

Die Folge: Shikov trat dem in seinem Heimatort Kavadarci ansässigen Klub GFK Tikves bei - und schaffte von hier aus einige Jahre später den Sprung zu Skoda Xanthi nach Griechenland. Auch Olympiakos aus Piräus nahm den 1,93 Meter großen Hünen unter Vertrag, verlieh ihn aber sofort weiter, weshalb Shikov 2008 umdisponierte, beim zyprischen Klub Ethnikos Achnas unterschrieben und dort ebenso Stammspieler war wie wenig später bei Volyn Lutsk in der Ukraine.

Sein Dasein als langjähriger und durchsetzungsfähiger Legionär verschaffte ihm in seiner Heimat ein hohes Standing. So hoch, dass er nach dem Team-Rücktritt von Mazedoniens Ikone Goran Pandev in den Kreis dreier möglicher Teamkapitäne aufstieg. Sein Wechsel zur Austria kommt für ihn zur perfekten Zeit.

„In Mazedonien gibt es nicht viele Klubs aus Österreich, die man neben der Austria kennt. Salzburg ist dort noch nicht wirklich bekannt, Tradition ist in Mazedonien von großer Bedeutung. Die Austria ist eine Top-Adresse, die man kennt“, schildert Shikov, dessen Transfer in der heimischen Medienlandschaft wohlwollend aufgenommen wurde.

 

"Die ersten Eindrücke haben meine Meinung bestätigt. Der Klub hat einen großen Namen, national wie international. Angefangen vom Vorstand, dem Betreuerstab, den Physiotherapeuten, Ärzten und den Mitarbeitern des Klubs fiel mir sofort auf, dass hier alles top organisiert ist, wie am Schnürchen läuft.“

„Das ist für mich als Fußballer genau das, was ich brauche. Ich weiß schon jetzt, dass ich mit dieser Klub-Auswahl keinen Fehler gemacht habe. Ich habe schon genug gesehen und kann so etwas schnell beurteilen.“

Dass er im Juli 29 Jahre wird, empfindet er keineswegs als Nachteil. Im Gegenteil: „In Mazedonien sind wir seit langer Zeit davon überzeugt, dass man zwischen 28 und 32 im besten Alter ist. Du befindest dich in einer Phase deiner Karriere, in der du mental reif bist und dennoch die Kraft eines Jungen haben kannst, wenn du auf dich achtest. Ich komme also zur richtigen Zeit zu diesem Klub. Ich weiß, wie hoch die Latte bei der Austria liegt - wir wollen Erfolge feiern.“

Die Gewöhnungszeit, mit der laufintensiven Spielanlage zurecht zu kommen, wird seiner Einschätzung nach kurz ausfallen. „Ich habe schon unter vielen Trainern gespielt, das geht nur, wenn man flexibel ist.“ Das genaue Konzept des Trainerteams imponiert ihm. „Der Klub bietet den neuen Spielern sehr viel Unterstützung an, wir analysieren viel und es gibt klare Anweisungen. Es freut mich besonders, bei einem Klub zu sein, der nicht irgendwie wild herumspielt, sondern mit einer klaren Strategie an die Sache herangeht.“ Dies sei die schönere Art, das Spiel zu spielen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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