28.02.2014, 09:35 Uhr

ROTPULLER: "EINZELNER IST NICHT WICHTIG, DIE MANNSCHAFT IST ES!"

Rotpuller: "Einzelner ist nicht wichtig, die Mannschaft ist es!"

In den kommenden zwei Heimspielen jetzt am Samstag (16:30 Uhr - Ticket-Infos) gegen Schlusslicht Wacker Innsbruck und dann eine Woche darauf gegen den Tabellenzweiten SV Grödig (19:00 Uhr - Ticket-Infos) steht der FK Austria unter Erfolgszwang. „Drei Punkte müssen immer unser Ziel sein“, sagt unser Innenverteidiger Lukas Rotpuller vor dem Start zum letzten Drittel der Bundesliga-Saison.

Das muss auch der Anspruch des Titelverteidigers sein, will man das Saisonziel, die neuerliche Europacup-Teilnahme schaffen und am Ende Zweiter oder Dritter sein. Der Abwehrmann weiß aber auch zu gut: „Es wird uns gegen keinen Gegner etwas geschenkt. Wir stehen in der Pflicht, müssen gegen jeden Gegner, egal wie er heißt, versuchen, unsere beste Leistung abzurufen.“

„Luki“ appelliert gleichzeitig an das violette Teamwork. „Es ist nicht der Einzelne wichtig, die Mannschaft steht im Vordergrund. Jeder muss für den Klub alles tun. Persönliches muss zurück und dafür alles in den Dienst der Mannschaft gestellt werden“, rief er zu einem kollektiven Kraftakt auf. In der jetzigen Situation spielen die Fans natürlich ebenfalls eine ganz wesentliche Rolle.

Sechs Runden (0-4-2) ohne Sieg sind genug! Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass Rotpuller bei unserem jüngsten Erfolgserlebnis am 3. Dezember 2013 beim 3:2-Heimsieg über Sturm Graz ab der 71. Minute dabei war. Inzwischen hat er ja Kapitän Manuel Ortlechner aus der Innenverteidigung verdrängt, spielte nach dem Derby (1:3/a) gegen SC Wr. Neustadt (1:1/h) und den WAC (0:0/a) jeweils durch.

„Wer das Innenverteidiger-Paar bildet, ist unwichtig. Es ist die Entscheidung des Trainers, wer aufgestellt wird. Wenn es jemand verdient und der Trainer sieht das, muss man das akzeptieren“, meinte Rotpuller, der lange Zeit selbst in der zweiten Reihe gestanden war und auf seine Chance gewartet hatte. In der Liga gehörte er in 24 Runden 17-mal dem Kader an und kam achtmal, davon sechsmal von Beginn an, zum Einsatz.

In den Gruppenspielen der Champions League blieb er als einziger ohne Auftritt. Trainer Nenad Bjelica hat das nach seinem Abschied vom Verteilerkreis bereut und in einem Sky-Interview zugegeben: „Mein größter Fehler war, dass Rotpuller keine Einsätze in der Champions League bekommen hat.“ Dieses Statement hat der Betroffene zur Kenntnis genommen.

„Es ist schön, was er gesagt hat. Ich habe mir genau wie jeder andere gewünscht, in der Königsklasse zu spielen“, gestand der U20-WM-Teilnehmer von 2011. Es wäre ein Traum für ihn gewesen, er habe alles dafür gegeben. „Ich habe immer hart trainiert, immer Gas gegeben. Okay, jetzt geht es weiter, liegen die nächsten Aufgaben vor uns“, sagte Rotpuller.

Umso glücklicher ist er jetzt nach zwei Einsätzen. Dass er im letzten Spiel unter Bjelica und in der ersten Partie unter Herbert Gager in der Startelf stand, ist für ihn natürlich überaus erfreulich. „Vielleicht habe ich es mir auch erarbeitet zu spielen.“ Nun gelte es, hart weiterzumachen, sich zu verbessern, Leistung zu bringen und sich zu bestätigen. „Das ist ganz wichtig.“

Rotpuller hat zuletzt zweimal, einmal daheim und einmal auswärts, von hinten das violette Spiel beobachten können. An was es hapert, dass das Werkl nicht nach Wunsch läuft, sei aus seiner Perspektive „richtig schwer“ zu sagen. „Es fehlt ein bisschen die Leichtigkeit, es ist ein wenig die Verkrampfung da“, glaubt unsere Abwehrrecke mit den Gardemaßen (188 cm/79 kg).

Wenn man weiter so arbeite wie jetzt und an sich glaube, dann werde sich das irgendwann lösen, ist unser Mann mit der Nummer fünf auf dem Trikot überzeugt. „Dann hoffe ich, dass uns der Knopf aufgeht, uns das Tore schießen leichter fällt und vielleicht wieder offensiv schöne Aktionen gelingen.“ Bei aller Anstrengung zur Verbesserung wird die Endstation Sehnsucht natürlich nicht aus dem Auge verloren.

Da die Violetten im ÖFB-Cup bereits ausgeschieden sind, ist die Europacup-Teilnahme nur über die Liga zu schaffen. „Es ist keine leichte, aber durchaus realisierbare Aufgabe. Wir müssen unser Spiel machen, von Runde zu Runde schauen und immer versuchen, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Dann ist unser Ziel durchaus drinnen“, wagt Rotpuller einen Ausblick.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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