28.05.2014, 12:55 Uhr

PROHASKA ZEIGT SICH ANGETAN VON BAUMGARTNERS PHILOSOPHIE

Prohaska zeigt sich angetan von Baumgartners Philosophie

Herbert Prohaska befand sich im Jahr 1987 nach Auslandsstationen bei Inter Mailand und AS Rom gerade im Herbst seiner Karriere, als mit dem jungen Gerald Baumgartner ein junger, neuer Stürmer von Salzburg zur Austria stieß. Zwei Jahre lang trainierten die beiden täglich Seite an Seite, in Pflichtspielen reichte es immerhin zu zwölf gemeinsamen Einsätzen.

Baumgartners Werdegang als Trainer hat die Austria-Legende mitverfolgt – Prohaska zeigt sich von dessen Spiel-Philosophie angetan. „Abwechslung tut dem Fußball gut. Sechs Jahre lang war das Tiki-Taka der Spanier und insbesondere von Barcelona international tonangebend, heute ist es vor allem die besondere Art des Offensiv-Pressings sowie der schnelle Tor-Abschluss, der den modernen Fußball auszeichnet“, so Prohaska.

In Österreich sei in der abgelaufenen Spielzeit Salzburg jene Mannschaft gewesen, die unter Roger Schmidt einen ähnlichen Stil entwickelt hat. Prohaska: „Aber direkt dahinter kamen Grödig und dann eben schon jene Teams von Baumgartner, die das Offensiv-Pressing eindrucksvoll umgesetzt haben. Zuerst mit Pasching, dann bei St. Pölten.“

Natürliche trage die Qualität der Spieler dazu bei, wie erfolgreich eine Mannschaft letztlich ist. „Aber Baumgartner hat als Trainer heuer seine unglaublichen Erfolge bestätigt und gezeigt, dass sie kein Einzelfall waren. Nachdem er im Vorjahr (mit Pasching; Anm.) Rapid, Salzburg und leider auch die Austria im Cup bezwang, musste er sich mit St. Pölten auch in dieser Spielzeit erst im Finale gegen übermächtige Salzburger beugen (Endstand 2:4; Anm.)."

„Es braucht keinen Beweis mehr, dass er mit Menschen umgehen und Resultate liefern kann“, so der 58-Jährige, „nichtsdestotrotz bleibt abzuwarten, wie er mit einem großen Spitzenklub wie der Austria, wo Titel fast ein Muss sind, um alle glücklich zu machen, zurechtkommt. In Pasching und St. Pölten war der Druck nicht in der gleichen Form gegeben. Aber ich glaube, dass er das schaffen kann.“

Die gemeinsame Zeit als Spieler empfand Prohaska als angenehm, wenngleich es für Baumgartner damals nicht leicht gewesen sei, dieser in seiner ersten Saison zwar zu einigen Einsätzen kam, sich später aber das Kreuzband riss und neun Monate ausfiel.

„Er ist als junger Spieler in eine starke Austria-Mannschaft gekommen“, erinnert sich Austrias Jahrhundert-Fußballer, „und der Hauptgrund, warum es letztlich nicht zu mehr Einsätzen gereicht hat, lag damals wahrscheinlich in seinem Alter. Zudem zog er sich später eine schwere Verletzung zu. Er war ein sympathischer, witziger Kollege, mit dem wir alle sehr gut ausgekommen sind.“

Während Prohaska 1989 seine Schuhe an den Nagel hing, kehrte Baumgartner nach Salzburg zurück.

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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