01.04.2014, 15:20 Uhr

PARITS: "GEHEN MIT SPEZIELLER MOTIVATION INS DERBY"

Parits: "Gehen mit spezieller Motivation ins Derby"

Zum Abschluss der 31. Bundesliga-Runde steigt am Sonntag (15:00 Uhr) in der Generali-Arena das 309. große Wiener Derby. Vor dem Schlager zwischen der Austria und Rapid, die nur durch zwei Punkte getrennt sind und in der Tabelle auf den Plätzen drei bzw. zwei liegen, sprach AG-Sportvorstand Thomas Parits über seine Erwartungen, die Leistungen der Schiedsrichter und seine Wünsche.

Die Darbietungen der Unparteiischen, besonders zuletzt in Ried beim 2:2 am vergangenen Sonntag, haben für einige Diskussionen gesorgt. Die gelb-rote Karte wegen Fouls für James Holland, der damit im Derby gesperrt ist und beispielsweise von Marko Stankovic (Bild) ersetzt werden könnte, und das im Anschluss aus einem Freistoß resultierende 0:1 knapp vor der Pause brachte die violette Fußball-Seele zum Kochen. Schiedsrichter Dominik Ouschan lag dabei wohl gleich zweimal falsch.

Das sahen nicht nur die Austrianer so, sondern auch Gegner und Neutrale. Ried-Coach Michael Angerschmid meinte zur Attacke an unserem Torhüter Heinz Lindner, die zur Rieder Führung geführt hatte: „Da muss man Foul geben, so fair muss man sein“. Und Fritz Stuchlik, der ehemalige FIFA-Referee erklärte im TV-Studio von Sky in der Sendung „Talk und Tore“: „Der Treffer war unkorrekt“.

Es sei eindeutig ein Foul gewesen, der Tormann angesprungen worden und im Zweikampf habe es keinen Schlag von Holland gegeben. „Den Freistoß kann man pfeifen, aber ohne gelbe Karte“, meinte der nunmehrige Manager unserer Elite-Schiedsrichter im ÖFB.

Nach diesen seltsamen Pfiffen des Vorarlbergers hofft Parits, dass man für das Derby einen Schiedsrichter bekomme, der richtige Entscheidungen treffe. „Sonst werden wir nachher wieder über gewisse Entscheidungen, die spielentscheidend sind, diskutieren. Ich wünsche mir ein Schiri-Team, das gute Form zeigt und richtig pfeift“.

Die Besetzungskommission hat sich übrigens am Montag für den Wiener Harald Lechner als Spielleiter des Derbys entschieden.

Austria ist in dieser Saison noch ohne Derby-Sieg (0:0/a, 0:1/h, 1:3/a). Welche Erwartungen haben Sie für die 309. Auflage?

Parits: „Ein Derby ist immer ein ganz besonderes Spiel. Beide waren zuletzt erfolgreich. Wir spielen daheim und wenn wir die Partie gewinnen, haben wir den Konkurrenten überholt. Es ist ein wichtiges Spiel, da wir auch einiges gutzumachen haben. Die Saison-Bilanz gegen Rapid ist nicht gut. Wir müssen schauen, dass wir an die Leistung gegen Salzburg anschließen. Dann bin ich überzeugt, dass wir gute Chancen haben.“

Eine Saison ohne vollen Derby-Erfolg hat es im Vorjahr für Rapid, aber seit 2007/08 für uns nicht mehr gegeben.

„In der vorigen Saison haben wir zuerst dreimal gewonnen und wollten auch den vierten Sieg, der uns nicht gelungen ist. Wir wissen ganz genau, es geht um sehr viel. Wir können einen großen Schritt nach vorne machen, um unser Ziel zu erreichen. Wir haben gegen den unmittelbaren Konkurrenten ein Heimspiel und ich glaube, dass wir gut drauf sind.“

Die Generali-Arena dürfte demnächst ausverkauft sein, es sind nur noch wenige Restkarten erhältlich.

„Ich bin überzeugt, dass wir vor einem ausverkauften Haus spielen werden. Auch aufgrund, dass beide Klubs im Spitzenfeld der Tabelle liegen und um den zweiten Platz spielen. Für jeden Austria-Fan ist der Besuch am Sonntag eigentlich ein Muss.“

Was spricht neben dem Heimvorteil und unseren Fans noch für Violett?

„Wir haben acht Spiele in Serie (Anmerkung: 4-4-0) nicht verloren. Wir haben dadurch sehr viel Selbstvertrauen bekommen. Fairerweise muss man sagen, dass man für ein Derby aber nie Prognosen stellen kann. Wir gehen jedenfalls mit spezieller Motivation ins Spiel, weil unsere Saisonbilanz gegen Rapid nicht sehr gut ist und das können wir so nicht stehen lassen. Wir haben eine Bringschuld. Schauen wir, dass wir dieses Match gewinnen.“

Was sagen Sie zu einigen Entscheidung und Leistungen der Schiedsrichter in den vergangenen Wochen?

„Diskussionen über die Schiedsrichter bringen im Nachhinein nichts. Nur soviel: Im letzten Viertel der Meisterschaft geht es um sehr wichtige Entscheidungen. Man sollte daher die wichtigen Spiele mit den Teams besetzen, die in Form sind und gute Leistungen bieten. Und nicht mit solchen, die Entscheidungen wie zum Beispiel in Ried und Graz getroffen haben. Das muss doch möglich sein.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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