11.06.2014, 13:00 Uhr

NEUZUGANG MEILINGER IST BEREITS VOLLER TATENDRANG

Neuzugang Meilinger ist bereits voller Tatendrang

Marco Meilinger, der erste echte neue Spieler, den der FK Austria Wien in diesem Sommer verpflichtet hat, begegnete unserem Neo-Chefcoach am Dienstag zum Start (Video, Bilder) der Saisonvorbereitung nicht zum ersten Mal. „Ich habe Gerald Baumgartner schon in Salzburg bei den Juniors gehabt, zuerst unter Niko Kovac als Co und danach als Trainer“, erzählt der 22-Jährige.

Er habe schon damals und auch jetzt in den ersten Tagen in Wien von dem Gager-Nachfolger einen überaus positiven Eindruck gewonnen sowie ein paar Übungen, die bisher absolviert wurden, schon näher gekannt. „Er ist ein sehr guter Trainer. Ich glaube, er kann uns optimal auf das aggressive Spiel einstellen“, streut Meilinger dem neuen violetten Feldherrn Rosen.

Die Philosophie Baumgartners werde man in den sechs Wochen bis zum Saisonstart versuchen, so gut wie möglich umzusetzen, damit man sie dann auch zeigen könne, kündigte der neue Offensivmann an. Er weiß, worauf der Trainer Wert legt: Auf individuelle und kollektive Leidenschaft, auf Pressing sowie aggressives Spiel.

„Austria ist eine spielstarke und sehr kreative Mannschaft, wenn wir das mit der Leidenschaft und der Aggressivität optimieren können, dann denke ich werden wir eine gutes Spieljahr vor uns haben“, meint Meilinger, der in Favoriten einen bis 2016 laufenden Vertrag mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben hat.

Der Salzburger ist froh und glücklich, dass der Transfer nach Wien nun im zweiten Anlauf klappte, nachdem im Vorjahr der Wechsel durch Ziehen der Option seitens der „Bullen“ nicht zustande gekommen war. Das violette Interesse an dem 13-fachen ÖFB-Nachwuchsteamspieler und U19-EM-Teilnehmer 2010 ist jedoch nie abgerissen gewesen.

Obwohl Meilinger auch Anfragen von anderen Vereinen bekommen hatte, entschied er sich letztlich für die Veilchen. Warum? „Die Austria ist in Österreich ein Spitzenklub und war es auch immer in der Vergangenheit. Es hat für mich da alles gepasst, das Umfeld, die Gespräche mit den Verantwortlichen“, erklärte der Double-Gewinner, der für die Salzburger 2013/14 insgesamt 27 Pflichtspiele (vier Tore/zwölf Assists) bestritt.

„Meili“, wie er von seinen Mitspielern gerufen wird, möchte natürlich Ende 2014/15 ebenfalls positiv bilanzieren. „Wir wollen vorne mitspielen, auf jeden Fall einen internationalen Bewerb erreichen. Es ist das Wichtigste, sich entweder in der Champions oder Europa League mit den besten Klubs zu messen. Dafür probieren wir alles“, versprach der Blondschopf.

Er werde jedenfalls sein Bestes geben, kündigte Meilinger an. Sein starker linker Fuß, sowohl aus dem Spiel heraus als auch durch Standards, sind Waffen, die Gefahr für die Gegner bedeuten. Er fühlt sich im offensiven Mittelfeld daheim, wobei es ihm egal ist, ob er rechts oder links aufgeboten wird. „Ich habe früher einmal auch im zentralen Mittelfeld hinter den Spitzen gespielt“, verriet er. „Ich würde aber sagen, meine Stärken liegen auf den Außenbahnen.

Er wurde auch verpflichtet, um die Lücke, die durch den Abgang von Tomas Jun entstanden ist, abzudecken. „Wenn ein so großer Spieler den Verein verlässt und man vorgesehen ist, auf dieser Position auch zu spielen, ist das eine Herausforderung. Ich werde versuchen, das Beste zu zeigen“, geht der vorgesehene Nachfolger des Tschechen positiv an die Aufgabe heran.

„Meili“, der sich gleich zum Trainingsstart seine Lieblingsnummer sieben für das Trikot schnappte, freut sich, dass es dieser Tage wieder mit aktivem Fußball losgegangen ist. Sein Urlaub war recht abwechslungsreich. Er verbrachte ihn gemeinsam mit seinem Kicker-Kollegen Georg Teigl und Freundinnen in New York. „Dort hatten wir ein Woche lang eine lustige Zeit. Danach war ich daheim und am Übersiedeln“, berichtete er von seiner Sommerpause.

Seine Freundin Sabrina hat ihm bis Mittwoch beim Umziehen nach Wien, in eine Wohnung nahe dem Schlosspark Schönbrunn geholfen. „Die ganze Umgebung passt ausgezeichnet. Ich bin in nur 13 bis 15 Minuten in der Generali-Arena und Strecken zum Laufen habe ich auch vor der Tür. Zu Pfingsten war ich das erste Mal im Schlosspark, es war wunderschön“, schwärmte Meilinger von seiner neuen Wahlheimat.

Sabrina, die Marco auf der Wohnungssuche immer wieder Fotos von angebotenen Objekten geschickt und letztlich das Apartment gemeinsam mit ihren Eltern ausgesucht hatte, kehrte nach Salzburg zurück. „Sie will Lehrerin werden, studiert noch ein Jahr an der Pädagogischen Akademie und kommt danach nach Wien. Bis dahin werden wir abwechselnd zu Pendlern, so haben wir es auch zu meinen Rieder Zeiten gemacht“, sagt Meilinger.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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