07.05.2014, 11:19 Uhr

LEGENDENKLUB-PRÄSIDENT GASSELICH: "GEHT NICHT UM EINZELNEN"

Legendenklub-Präsident Gasselich: "Geht nicht um Einzelnen"

Unsere AG-Vorstände Markus Kraetschmer und Thomas Parits haben für die Leistung des FK Austria Wien am vergangenen Sonntag in Grödig harte Attribute verwendet. Felix Gasselich, der Präsident des violetten Legenden-Klubs, hatte für die Darbietung in Salzburg ebenfalls markante Worte parat.

Der Ex-Kicker und WM-Teilnehmer 1982, der mit den Veilchen fünfmal Meister, dreimal Cupsieger und 1978 im Pariser Europacup-Endspiel der Cupsieger stand, forderte alle zur Selbstreflexion auf. Nun will er ein Zusammenrücken der violetten Familie für das Saison-Endspiel sehen.

Der ganze Verein müsse jetzt auf das Treffen mit Sturm am Sonntag (16:30 Uhr, jetzt Tickets sichern) in der Generali-Arena fokussiert sein. „Wir müssen drei Punkte holen, dürfen nicht nach Innsbruck blicken, was dort SV Grödig macht“, appellierte der 58-Jährige Jahrhundert-Torschütze, der auch Mitglied der Jahrhundert-Elf ist. Unsere Fans müssten von der ersten Sekunde an merken, dass an diesem Tag der Sieger nur Austria heißen könne.

Was sagen Sie zum ersten vergebenen Matchball im Kampf um Europa?

Gasselich: „Für einen Titelverteidiger war das nicht ausreichend. Wenn man um einen Europacup-Startplatz spielt, muss mehr kommen. Es geht nicht um den Einzelnen, sondern um den Verein Austria, der unbedingt im Europacup spielen will und muss.“

Sie nehmen die handelnden Akteure in die Pflicht.

„Grundsätzlich muss ich dazu ein Zitat von Paul Breitner vor dem Spiel Bayern – Real in Anspruch nehmen. Bayern sei besser als Real. Pep Guardiola gebe die Taktik vor, doch großteils seien die Spieler verpflichtet, auf dem Feld selbst die Entscheidungen zu treffen. Die Mannschaft ist verantwortlich für das, was sie im Spiel produziert. Das war von unseren Veilchen in Grödig nicht nur schwach, sondern einfach eines Meisters vom Vorjahr nicht würdig.“

Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand. Was müssen die Violetten am Sonntag gegen Sturm Graz tun?

„Sie müssen mit einer top-positiven Einstellung antreten. Der komplette Verein muss sich auf dieses letzte Spiel voll fokussieren. Wie wir wissen, haben wir vor zwei Jahren in der letzten Runde in Graz gegen Sturm 1:3 verloren und sind noch von der Admira vom dritten Rang verdrängt worden. Das tat weh, das wollen wir nicht wieder spüren.“

Was wollen Sie als Ex-Spieler der Veilchen und früherer Legionär von Ajax Amsterdam in der 36. Runde sehen?

„Unsere Fans müssen ab der ersten Sekunde merken, heute will die Austria den Sieg. Wir müssen gewinnen, weil Wacker Innsbruck als Absteiger feststeht. Andere Szenarien, wie eine verweigerte Lizenz für die Admira, sind derzeit nicht relevant. Die Grödiger haben bewiesen, dass sie auch auswärts siegen können. Wir müssen drei Punkte holen!“

Sturm Graz ist am Mittwoch im ÖFB-Cup-Semifinale in St. Pölten gegen SKN im Einsatz.

„Man muss sagen, die Grazer sind, obwohl sie vorigen Sonntag zuhause gegen SC Wr. Neustadt auch 1:2 verloren haben, im Aufwind. Ihre jungen Spieler haben in Wien nichts zu verlieren, können sich gegen die Austria beweisen.“

Haben Sie früher als aktiver Mittelfeldspieler eine Situation wie sie jetzt Lindner, Ortlechner, Suttner und Co. dieser Tage durchmachen, schon mal erlebt?

„Ja unter Trainer Erich Hof. Sturm Graz ging als Tabellenführer in die letzte Runde und verlor daheim gegen Rapid unerwartet 1:4. Wir mussten damals auf dem Sportclub-Platz gegen den GAK siegen und sind mit dem 6:1 noch Meister geworden. Wir waren voll auf Sieg eingestellt und so spielten wir dann auch. Ein solches Auftreten müssen wir auch Sonntag zeigen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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