13.05.2014, 12:43 Uhr

KLEINES TROSTPFLASTER: EINIGE LIGA-REKORDE BLIEBEN UNS ERHALTEN

Kleines Trostpflaster: Einige Liga-Rekorde blieben uns erhalten

Das vermag über den rabenschwarzen, verregneten Sonntag in der Generali Arena mit dem vierten Tabellenendrang und den damit wie 2011/12 verpassten Europacup-Startplatz nicht hinwegtäuschen, ist aber ein statistischer Fakt: Dem FK Austria Wien blieben einige Bundesliga-Rekorde erhalten. Dieses Trostpflaster ist kleiner als unsere sportlichen Wunden.

An unserer Bestmarke von 82 Punkten auf dem Weg zum 24. violetten Meistertitel 2013/14 biss sich letztlich unser Nachfolger RB Salzburg die Zähne aus. Mit 80 Zählern verfehlten die „Bullen“ diesen Rekord, der aber nicht als einziger in unserem Besitz blieb. So mussten sich Soriano und Co. auch mit 25 Saisonsiegen begnügen, die 26 der Austria aus der Saison 1985/86 blieben unerreicht.

Die Violetten vermasselten den Salzburgern auch eine weitere mögliche Bestmarke. Als die Bullen am 26. März mit zwölf Siegen in Folge im Gepäck zu uns kamen, schossen wir sie durch Tore von Royer, Suttner und Gorgon mit 3:0 aus der Generali Arena. Zum ersten Mal nach 46 Liga-Spielen kamen die Gäste zu keinem Torerfolg.

Obendrein verteidigten wir unseren Siegesrekord in einer Saison, als wir 1985/86 13 Spiele in Folge für uns entschieden. Auch bei den Liga-Heimspielen ohne Niederlage blieben wir mit 33 (30-3-0) von 1982/83 – 1984/85 in der ewigen Bundesliga-Rangliste vor den Salzburgern, die es nur auf 32 (24-8-0) brachten. Den Rekord hält übrigens der FC Tirol mit 38 (27-11-0) aus den Saisonen 1981/82 bis 1984/85. Dass wir übrigens damals unerreichte 20 Heimsiege in Folge feierten, sei ebenfalls erwähnt.

Unsere beste Serie in der eben beendeten Saison waren von der 23. bis 30. Runde acht Spiele (4-4-0/12:5 Tore) ohne Niederlage. Wir feierten auch einmal drei Siege en suite (14. bis 16. Runde ohne Gegentor) mit dem 3:0 in Wr. Neustadt, 1:0 gegen den WAC und 5:0 in Innsbruck. Auch daheim kamen wir zu einem 5:0, das Opfer hieß Wr. Neustadt. Wehmütiger Rückblick zur vorangegangenen Saison: Damals gelangen uns gleich drei Mal sechs Siege in Folge.

Auch eine negative Serie soll nicht verschwiegen werden. Von der 19. bis 24. Runde blieben wir bei vier Remis und zwei Niederlagen (5:11 Tore) sieglos. Aber immerhin beendeten wir elf Spiele ohne Gegentor und trafen siebenmal nicht. Unser Torhüter Heinz Lindner war übrigens der einzige aller 272 eingesetzten Bundesliga-Kicker, der alle 36 Spiele durchspielte.

Nenad Bjelica, unter dem die Austria erstmals in ihrer Historie die Gruppenphase der Champions League erreichte, hatte mit 8-7-8 (39:33) eine ausgeglichene Bundesliga-Bilanz. Die Gesamtbilanz (Cup, Europacup) des Nachfolgers von Meistermacher Peter Stöger lautete: 35 Spiele, 12-10-13.

Herbert Gager, der seit Mitte Februar das Ruder übernommen hatte, gewann von 13 Spielen bei vier Remis und drei Niederlagen sechs Spiele. Das 1:2 gegen Sturm war dann allerdings eine Niederlage zu viel. Womit zum 16. Mal in der Meisterschafts-Geschichte der Austria nur der vierte Endplatz blieb. Der 15. dritte Rang hätte die Europacup-Qualifikation bedeutet.

Die Austria kam übrigens seit 1911/12 insgesamt 56-mal auf das Stockerl der ersten Drei (24/18/14) und in der Bundesliga-Ära immerhin auch 28-mal (14/8/6) wie übrigens auch unser Erzrivale Rapid, der allerdings weniger erste Plätze (7/12/9) aufweist. In der Gesamt-Wertung liegen jedoch die Hütteldorfer mit 79 (32/25/22) auf Rang eins.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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