09.05.2014, 08:48 Uhr

GORGON-AUFRUF FÜRS FINALE: "SCHWITZEN, BLUTEN, UMS LEBEN LAUFEN!"

Gorgon-Aufruf fürs Finale: "Schwitzen, bluten, ums Leben laufen!"

Der erste Matchball im direkten Duell mit dem Bundesliga-Aufsteiger wurde vom FK Austria Wien in Grödig vergeben, der zweite am Sonntag (16:30 Uhr, jetzt Tickets sichern!) in der Generali-Arena gegen Sturm Graz muss „sitzen“. Im Fernduell mit den punktgleichen Salzburgern, die auswärts gegen Wacker Innsbruck antreten, ist ein Sieg Pflicht, um im „Kampf um Europa“ nicht auf Schützenhilfe angewiesen zu sein.

Alexander Gorgon rief vor dem einzig echten „Finale“ der 36. und letzten Liga-Runde seine Mitspieler via Viola TV und fk-austria.at auf: „Da heißt es, schwitzen, bluten bis zur letzten Sekunde. Wir werden auf jeden Fall versuchen, um unser Leben zu laufen!“ Er versprach, man werde jedem Ball nachjagen, dem man nur nachjagen könne. „Nach vorne werden wir alle Kräfte bündeln und hinten verteidigen.“ Den Ankündigungen müssen jetzt auch Taten folgen.

Dazu scheinen Gorgon und Co. fest entschlossen, will man doch ein Jahr nach dem violetten Debüt in der Champions League nicht wie 2012 im Europacup die Zuschauerrolle einnehmen. „Wir müssen alles geben, damit wir am Ende nicht sagen müssen, da wäre mehr drinnen gewesen“, betonte unser Mittelfeldspieler. Jeder wisse, dass man am Sonntag gewinnen muss, doch auf Teufel-komm-raus werde man nicht stürmen.

Gegen die Grazer müssen alle gleich hellwach sein. „Gogo“ warnte vor dem SK Sturm, obwohl es für diesen in der Liga um nichts mehr gehe. „Genau dann aber sind solche Gegner am gefährlichsten, denn sie können befreit aufspielen. Deswegen liegt es wirklich nur an unserer Einstellung“, meint der 25-Jährige über den Gegner, der am Mittwochabend in St. Pölten noch im Semifinale des Samsung-ÖFB-Cups gegen den Erste-Liga-Verein SKN im Einsatz war.

Wie die Steirer diesen K.O.-Schlag psychisch und physisch verkraftet haben, wird sich erst auf dem Rasen weisen. Werden sie die Strapazen von 120 schweren Minuten noch spüren oder aber ihren Frust ins Positive umwandeln und die Saison mit einem Erfolgserlebnis beenden können? „Das sind alles Dinge, die uns nicht zu interessieren haben. Wir müssen auf uns schauen“, lehnte er solche Spekulationen und Überlegungen strikt ab.

Chefcoach Herbert Gager und sein Betreuerteam entschieden im Laufe dieser Woche, wie die Austria ihre Taktik und ihr Spiel gegen SK Sturm anlegen wird. Gorgon hofft, dass die Generali-Arena für das „riesige Finale daheim“ ausverkauft sein wird und die Fans ihre Elf bis zum Schluss pushen werden. „Positiv ist auch, dass wir es in der eigenen Hand haben“, betont das violette Eigengewächs.

Der Absolvent der Stronach-Akademie geht fest davon aus, dass der SV Grödig sich seine Chance in Innsbruck nicht entgehen lässt. „Sie werden daher beim Fixabsteiger voll punkten.“ Auf die Frage, wo unsere Austria am Sonntag gegen 18:15 Uhr in der Endtabelle liegen werde, antwortete Gorgon ebenso spontan wie überzeugt: „Auf Platz drei!“ Derzeit sind wir von den Salzburgern nur durch die, allerdings klar bessere, Tordifferenz getrennt.

Klar ist für alle Veilchen, dass es ohne Steigerung gegenüber dem noch schmeichelhaften 1:2 in Grödig kein Happy End für Viola geben kann. Dessen sind sich alle bewusst. „Wir haben die erste Hälfte komplett verschlafen, eine große Chance ausgelassen. Auch nach der Pause ist uns dort nicht wirklich Zwingendes gelungen, es war viel zu wenig“, gestand Gorgon in seiner Aufarbeitung der Enttäuschung ohne Wenn und Aber ein.

Das 1:2 hat er so gut es ging abgehakt, sein Blick richtet sich längst auf die finale Aufgabe. Mit Sturm hat „Gogo“ übrigens eine besondere Beziehung, gab er doch gegen die Grazer am 2.10.2010 in Wien sein Pflichtspieldebüt im violetten Profidress. Er ersetzte ab der 87. Minute Peter Hlinka, aber das 2:3 vermochte er nicht mehr zu verhindern.

Noch schmerzlicher war am 17.5.2012 in der letzten Runde das 1:3 in Graz, wo „Gogo“ die 1:0-Führung durch Roland Linz vorbereitet hatte. Durch diese Niederlage verpassten wir als Tabellenvierter hinter der Admira erstmals nach zehn Jahren die Europacup-Teilnahme. „Obwohl wir es nicht in der eigenen Hand hatten, waren wir bei 1:0 und 1:1 noch dabei, aber dann ...“, erinnerte sich der Rechtsfuß, der damals 90 Minuten im Einsatz war.

Im Fernduell mit den Südstädtern hatten diese damals mit 55:54 Punkten die Nase vorne. Weil unsere Nummer 20 und alle anderen Violetten kein solches Deja-vu-Erlebnis nochmals haben wollen, sei unser jüngster Sieg gegen Sturm in Wien am 3.12.2013 in Erinnerung (3:2) gerufen. Damals arbeitete „Gogo“ am Comeback seiner Verletzung. Diesmal könnte er in seinem elften Match gegen die Grazer erstmals treffen oder zum vierten Mal ein Tor vorbereiten.

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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