25.04.2014, 09:58 Uhr

FABIAN KOCH KENNT GEGEN EX-KLUB WACKER KEINE FREUNDE

Fabian Koch kennt gegen Ex-Klub Wacker keine Freunde

Fabian Koch, der seit Jänner 2011 ein Veilchen ist, hat bei seinem Ex-Klub Wacker Innsbruck viele Freunde und steht mit ihnen auch in Kontakt. „Ich schreibe öfters mit ihnen und wenn ich in Tirol bin und es sich von der Zeit her ausgeht, dann treffen wir uns auch“, sagt unser Außenverteidiger, der am Samstag (19:00 Uhr) mit dem FK Austria Wien in seiner Heimat dienstlich engagiert ist.

Mit dem Anpfiff der Partie zur 34. Bundesliga-Runde hört sich jedoch die Freundschaft für rund 90 Minuten auf. „Da gibt es sicher keine Freunde. Es geht nur darum, dass wir die drei sehr wichtigen Punkte einsammeln im Kampf um Europa und um den zweiten Tabellenplatz“, versicherte der 24-Jährige und hofft wie alle Violetten, den zweitplatzierten SK Rapid noch abzufangen. Die Grün-Weißen haben diesmal Salzburg zu Gast.

Mit nur noch einem Pünktchen Rückstand und der besseren Tordifferenz auf den Stadtrivalen schaut unsere Lage nach den Osterfeiertagen gar nicht so schlecht aus. Man sei in einer sehr guten Ausgangsposition, was vor sechs, sieben Spielen noch nicht so ausgesehen habe, bemerkte Koch. Aber auch beim FC Wacker schien mit dem 3:1-Heimsieg im Kellerderby über SC Wr. Neustadt neues Feuer entfacht zu sein.

Im Bemühen um den Klassenerhalt, der in der vorigen Saison erst in der 36. und letzten Runde fixiert worden war, verringerte sich der Rückstand zwischen dem Schlusslicht aus Tirol und dem Tabellenvorletzten aus Wr. Neustadt auf sechs Zähler. Ob das seine Landsleute gegen uns gefährlicher gemacht hat? „Ja, ich glaube schon, dass sie sich jetzt noch mehr anstrengen werden“, erwartet Koch seinen Ex-Klub neu motiviert.

Unser Rechtsfuß ist grundsätzlich der Ansicht, dass man aber nie genau einschätzen könne, ob neue Hoffnung eine Mannschaft stärker macht oder ein bisschen hemmt, wenn sie noch alles geben und gewinnen muss, um die Klasse zu sichern. „Vielleicht wäre es sogar ein Vorteil für die Tiroler gewesen, wenn sie verloren und frei von der Leber hätten spielen können, ohne sich große Gedanken zu machen“, meint Koch.

So wie sich die Konstellation am Tabellenende jetzt darstellt, sieht er den FC Wacker als Absteiger. „Leider, aber selbst wenn die Innsbrucker gegen uns verlieren, muss das theoretisch nicht das bittere Ende sein“, sprich Koch seinem Ex-Arbeitgeber Mut zu. Bei einem Austria-Sieg in Innsbruck dürfte freilich gleichzeitig der SC Wr. Neustadt daheim gegen den SV Grödig nicht punkten.

Dass Koch nach seiner Gelbsperre am Karsamstag in der Generali-Arena gegen den WAC in die Startelf zurückkehren dürfte, könnte für den Spieler und die Violetten ein gutes Omen sein. Der Defensivmann spielte bisher sechsmal im Austria-Dress gegen den FC Wacker, ging dabei eben so oft als Sieger und noch dazu ohne einziges Gegentor (19:0), vom Platz. Beim 4:0 am 2.3.2013 gelang ihm auch ein Tor.

Auf die Frage, ob diesmal ein Treffer von ihm gegen seine früheren Kumpels schmerzen würde, antwortete Koch: „Nein.“ Wacker ist am Tivoli gegen die Austria seit 28. Oktober 2007 (2:0) sieglos (0-1-7) und hat seit dem Wiederaufstieg 2010 daheim keinen einzigen Treffer gegen uns erzielt. Das jüngste Heimtor datiert vom 27.2.2008, als Schreter der zu späte Anschluss zum 1:2 gelang.

„Wir werden alles dafür tun, um diese Serie fortzusetzen“, versprach Koch, der vor seinem 31. Saison-Pflichtspiel steht. In der Bundesliga kam der Rechtsfuß bisher 20-mal in der Startelf zum Zug. In den Heimspielen 2013/14 gegen Wacker (1:1 und 2:1) gehörte der Verteidiger, der Anfang April seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um zwei Jahre plus Option verlängert hat, nicht dem Kader an.

Unter den Zuschauern im Stadion zu sitzen mag der Tiroler gar nicht. „Wenn ich auf der Tribüne hocke, bin ich nervöser als wenn ich spiele. Es ist ein bisschen blöd, wenn man nicht ins Geschehen eingreifen kann“, beschrieb er seine Gefühle. Die Leistung in der ersten Hälfte gegen den WAC habe etwas wehgetan, Gott sei Dank habe man das nach der Pause gedreht.

Bevor er sich auf unser Spiel in Innsbruck fokussiert hatte, gratulierte er unserem Meistermacher Peter Stöger. „Ich freue mich richtig für ihn, dass er das geschafft hat“, sagte Koch, der seinem Ex-Coach den am Ostermontag mit dem 3:1-Heimsieg über den VfL Bochum fixierten Aufstieg mit dem 1. FC Köln in die deutsche Bundesliga zugetraut hatte. Die „Geißböcke“ stehen drei Runden vor Saisonende als Zweitliga-Meister fest.

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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