13.03.2014, 09:12 Uhr

EINE "MISCHUNG AUS LAHM UND ALVES" IST VORBILD VON GLUHAKOVIC

Eine "Mischung aus Lahm und Alves" ist Vorbild von Gluhakovic

Auf der rechten Seite der Vierer-Abwehr kommen derzeit Emir Dilaver und Fabian Koch am häufigsten zu Einsätzen. Im Profi-Kader des FK Austria Wien drängt als Alternative für die Zukunft auf diesem Posten mit Petar Gluhakovic ein Youngster nach. Der U18-Teamspieler wurde von Trainer Herbert Gager am 19. Februar 2014 von den Amateuren zu den Profis hochgezogen.

„Er hat großes Talent, das es zu fördern gilt“, sagt Gager über seinen jungen Schützling, den er als Ex-Coach der Amateure in- und auswendig kennt. An die Veränderungen hat sich der „Beförderte“ bereits gewöhnt. Es wehe ein bisschen ein anderer Wind, von der Aggressivität und vom Körperlichen gehe alles ein bisschen schneller, berichtete Gluhakovic über seine ersten Wochen.

„Mein Ziel ist es, so bald wie möglich erstmals im Aufgebot für ein Ligaspiel dabei sein zu dürfen“, hofft der von seinen Kollegen „Petzi“ gerufene „Neuling“ vor unserem Auswärtsspiel in der 27. Runde am Samstag (19:00 Uhr/live Sky) in Graz gegen den SK Sturm. Früher oder später könnte er ein Thema werden. Wann? „Das entscheidet der Trainer“, sagte Gluhakovic.

Er werde jedenfalls im Training fest Gas und sein Bestes geben und versuchen, sich so aufzudrängen, fügte er hinzu. In der Kabine wird viel geredet und dabei bekam „Petzi“ von Markus Suttner auch so manch lobendes Wort zu hören. „Nach den ersten Trainings hat er mir geflüstert, dass ich so weiter machen solle“, erzählte der Jung-Profi.

Dem 170 cm großen und 71 kg schweren Gluhakovic eilt der Ruf voraus, eine „robuste, bissige und unermüdliche Maschine“ zu sein. Der Wiener mit kroatischen Wurzeln ist dazu noch etwas schüchtern und bescheiden: „Ich hoffe diese Eigenschaften stimmen. Ich arbeite an mir, bin dauernd am Trainieren, damit die Leute so über mich sprechen können.“

Zu seinen Stärken zählt er die Technik und das Physische: „Technisch bin ich auf jeden Fall ganz gut beisammen und körperlich in guter Verfassung“, sagt unsere Mann mit der Rückennummer 39 am Trikot und gesteht ein, dass er am „linken Fuß vielleicht ein bisschen Schwächen“ beheben müsse. Laufstärke an der Seite ist ebenfalls gefragt, da muss er sich noch ans Tempo gewöhnen, „dann wird’s schon passen“.

Früher hatte Gluhakovic den dreimaligen brasilianischen Weltfußballer Ronaldo als Vorbild. Da der Südamerikaner aber ein Stürmer war, sattelte der Austrianer um. „Zurzeit ist es vielleicht eine Mischung aus Philipp Lahm und Dani Alves“. Der Bayern- und der Barca-Star passen besser zu ihm, sind auf der Position von „Petzi“ zuhause.

Einen Hauch der großen, weiten Fußballwelt hat er auch schon kennengelernt. „Mein bisheriger Höhepunkt war die U17-WM 2013 in den Emiraten und die UEFA Youth League ein fast ebenso schönes Erlebnis, weil wir gegen viele Klubs mit großem Namen spielten“, erklärte der Jung-Austrianer, der 2013 sowohl in den Emiraten (ein Torassist) als auch davor bei der U17-EM in der Slowakei je drei Spiele absolvierte.

In der UEFA Youth League, in der unsere U19 das Achtelfinale erreichte, wirkte der Rechtsfuß in sechs von sieben Partien mit, fehlte nur in Madrid gegen Atletico. Nach diesen Spielen saß Gluhakovic, der als 14-Jähriger von der Vienna zur Austria geholt wurde, bei den Großen als Zuschauer auf der Tribüne und bekam einen Vorgeschmack auf das, was jeder Akteur einmal auf dem Rasen mit erleben möchte.

„Das ist natürlich eine noch viel größere und andere Fußballwelt“, war er beeindruckt. Aber auch seine UYL-Matches möchte er nicht missen. „Bei unseren Heimspielen waren auch viele Zuschauer, sorgten für eine sehr starke Atmosphäre und Stimmung.“ Das ist Vergangenheit, seine Zukunft heißt Profis und die Hoffnung auf die erste Nominierung für den violetten Liga-Kader.

In die Startelf kommen, Stammspieler werden, einmal im A-Teamkader stehen und vielleicht ein Transfer ins Ausland könnten dann die weiteren Stationen sein. Im aktuellen Kampf um einen Europacup-Startplatz mit den Veilchen sprüht er jedenfalls vor Zuversicht: „Wenn wir weiter so spielen wie jetzt, bin ich mir sogar sehr sicher, dass wir es schaffen.“

Gluhakovic, der am 25. März seinen 18. Geburtstag feiert und einen Vertrag bis 30.6.2015 unterschrieben hat, lebt in Wien bei seinen Eltern, seine Freundin heißt Jelena und beruflich liebt er den Fußball. „Nach dem Besuch des Gymnasiums und einem Jahr in der Fachmittelschule habe ich mich für die Profi-Laufbahn entschieden“, setzte unser junger Rechtsverteidiger persönliche Prioritäten.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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