16.04.2014, 13:43 Uhr

DILAVER UND CO. GLAUBEN DARAN: "WIR WOLLEN ZWEITER WERDEN"

Dilaver und Co. glauben daran: "Wir wollen Zweiter werden"

Fabian Koch ist am Samstag (16:30 Uhr, jetzt Tickets sichern) zum Auftakt der 33. Liga-Runde gegen den WAC in der Generali-Arena wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Emir Dilaver dürfte wohl erster Kandidat für diese Position sein und erstmals seit 22. März (1:0 auswärts Admira) wieder in der Startelf stehen. Das ist einerseits gut für den Spieler und ein positives Omen für die Violetten.

„Von den Liga-Spielen, die ich in dieser Saison bestritten habe, verlor ich wenige“, sagte der 1,84 m große und 81 kg schwere Abwehrmann. Die Statistik bestätigt ihn. Bei den insgesamt neun Austria-Niederlagen in der Bundesliga kam Emir nur dreimal über 90 Minuten zum Einsatz, einmal wurde er eingewechselt, viermal saß er auf der Bank und eine Partie versäumte er wegen einer Verletzung.

Die Wolfsberger scheinen auf dem Papier für Dilaver und für fast alle seiner Kollegen ein angenehmer Gegner zu sein, verließen die Veilchen doch bisher in sieben Liga-Duellen nur einmal als Verlierer (4-2-1) den Platz. Das 0:4 am 6. April 2013 war jedoch ein bitterer Rückschlag und die Ende einer 18 Liga-Spiele währenden Ungeschlagen-Serie (13-5-0) des späteren Meisters.

„Bei diesem 0:4 bin ich erst ab der 66. Minute zum Einsatz gekommen, da stand es 0:3“, bemerkte der Rechtsfuß. Eine solch böse Überraschung wollen die Violetten natürlich nicht noch einmal erleben. „Die Kärntner können auch kicken, sie sind gefährlich, haben vorne gute Spieler, die immer für ein Tor gut sind“, mahnte Dilaver seine Mitspieler zur Vorsicht.

„Doch daheim mit unseren Fans und unserer Qualität sollten wir schon als Sieger vom Platz gehen. Unser Anspruch ist jedenfalls, gegen den WAC zu gewinnen“, so der Verteidiger. Denn es zählen in dieser Phase der Saison vor allem drei Punkte! Obwohl die ganze Konzentration den Wolfsbergern gilt, wagt Dilaver auch schon einen Ausblick auf die restlichen Partien.

Mit Schlusslicht Wacker Innsbruck, SV Grödig (jeweils auswärts) und Sturm Graz (heim/11. Mai, 16:30 Uhr) habe man im Finish nicht mehr die ganz großen Kaliber als Rivalen. „Wir sollten eigentlich alle Spiele gewinnen, obwohl das schwer ist. Die anderen Klubs spielen mehr oder weniger auch um eine Verbesserung in der Tabelle und des Punktekontos“, gibt Dilaver zu bedenken und als Motto für das Finish aus: „Wir wollen die Saison auf dem zweiten Platz beenden!“

Obwohl der Rekordcupsieger noch drei Punkte hinter den Grün-Weißen liegt und in dieser Saison keines der vier Derbys gewonnen hat. Für den Start im Europacup ist es nicht so entscheidend, aber es sei ein Unterschied, ob man als Zweiter oder Dritter ins Ziel komme. „Nachdem wir voriges Jahr Erster waren, will man nun nicht Dritter, sondern Zweiter sein und vor Rapid stehen“, haben Dilaver und Co. ein Ziel.

Man wolle die bestmögliche Platzierung erreichen und diese sei noch in Reichweite. Der 2:0-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag in Wiener Neustadt war daher immens wichtig, da einen Tag vorher auch Grödig in Wolfsberg 2:1 gewonnen hat. Am kommenden Sonntag stehen einander übrigens die Grödiger und die Rapidler im direkten Duell gegenüber.

Verlieren die Hütteldorfer 0:1 und siegt die Elf von Herbert Gager gegen den WAC 2:0, wären wir dank der knapp besseren Tordifferenz wieder Tabellenzweiter. Dilaver, der im Mai seine langjährige Freundin Emina heiraten wird, kann voraussichtlich dazu länger als zuletzt in Wr. Neustadt seinen Betrag leisten. Gegen den NÖ-Vertreter war er erst knapp vor Schluss für Torschütze Thomas Salomon eingewechselt worden.

„Ich freue mich, dass ich wahrscheinlich wieder spielen kann“, gesteht Dilaver, der bisher 15-mal von Beginn an gespielt hat, zehnmal auf der Bank saß und fünfmal eingewechselt wurde. Für ihn zählen nur zwei Dinge: „Eine gute Leistung bieten und drei Punkte einfahren“. Was danach geschehe, sei jetzt nicht so wichtig. Die Austria sei ihm aber sehr wichtig, er konzentriere sich darauf, diese Saison gut ausklingen zu lassen. Und dann schaue er weiter.

Der Vertrag des Defensivmannes läuft mit 31. Mai 2014 aus. Im vorigen Sommer habe Sportvorstand Thomas Parits verlängern wollen, heuer sei noch nicht darüber gesprochen worden. „Ich war mein bisheriges Leben bei der Austria und habe sehr viele schöne Momente gehabt. Von den Kollegen wegzugehen, würde mir sehr schwer fallen“, sagt Dilaver.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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