23.03.2014, 11:20 Uhr

DIE ZEIT BIS ZUM SALZBURG-SPIEL GUT NÜTZEN

Die Zeit bis zum Salzburg-Spiel gut nützen

Vor allem drei Dinge sollte der FK Austria Wien nach dem Erfolg aus der Südstadt für die kommenden Runden mitnehmen: Das 1:0 gibt erneut Selbstvertrauen für die restlichen Spiele, die Fans machten mit der guten Stimmung die Partie zu einem Heimspiel bei der Admira und mit der an den Tag gelegten Disziplin haben wir alle Möglichkeiten im Kampf um den Europa-League-Startplatz.

Gleich sieben Spieler sind „gelbbelastet“ in das heiße Match bei der Admira gegangen, kein einziger kassierte eine weitere. Damit stehen beim Schlager am Mittwoch gegen den neuen Meister Salzburg (20:30 Uhr, GENERALI-Arena) wieder alle zur Verfügung. Trainer Herbert Gager verschwendete bei seiner Aufstellung gegen die Admira übrigens keine Sekunde einen Gedanken daran, deswegen jemanden nicht zu bringen.

„Dieses Spiel war für uns zu wichtig, wir konnten nicht darauf schauen, wer vorbelastet ist“, gab er nach dem Schlusspfiff zu und fügte an: „Ich habe ihnen nur gesagt, dass ich keine Karte wegen Kritik oder Unsportlichkeit sehen möchte.“ Daran haben sich alle ausnahmslos gehalten, selbst jene, die nicht gefährdet waren.

Zwar rutschte man aufgrund der Erfolge der Konkurrenz vorübergehend wieder auf Platz vier in der Tabelle zurück, für Gager ist das aber nur eine Momentaufnahme. „Wir wollten die englische Woche unbedingt mit einem Sieg starten und das ist uns aufgrund der ersten Halbzeit nicht unverdient gelungen.“ Nach der Pause wurden die Südstädter zwar stärker, standen die Veilchen auch ein wenig zu tief, zwangen die Hausherren damit aber auch zu hohen Bällen, die allesamt gut verteidigt oder von Heinz Lindner sicher entschärft wurden.

Der Keeper war einmal mehr in dieser Saison überragend, hatte jedoch mehr zu tun als er erwartet hätte. Unterm Strich zählt für ihn aber auch nur der Blick nach vorne, freut er sich schon auf die nächsten Hammer-Runden gegen Salzburg, Ried und Rapid. „Unser Weg stimmt, wir werden nur von Spiel zu Spiel denken und versuchen immer voll zu punkten, dann hat sich die Rechnerei auch erledigt.“

 

Kurios: In der 26. Minute schaltete sich die Bewässerungsanlage automatisch ein

Wie eng es im Rennen um den Europacup vor den verbleibenden acht Runden zugeht, spuckt freilich die Tabelle aus. Grödig hat einen Punkt Vorsprung auf Rapid und die Austria, Ried liegt aktuell sieben Punkte hinter uns. Die Wiener Klubs und die Grödiger machen sich demnach höchstwahrscheinlich die beiden internationalen Startplätze aus.

Den direkten Begegnungen der nächsten Spiele kommt also eine immense Bedeutung zu, Salzburg am Mittwoch wäre womöglich ein Bonus. Gager: „Wir haben jetzt drei Tage, um uns auf Salzburg vorzubereiten, diese Zeit werden wir gut nützen. Unsere Fans haben uns in der Südstadt großartig unterstützt, das hat uns sicher viel geholfen.“

Dieselbe Grundstimmung braucht es auch am Mittwoch gegen die Bullen, da wird uns noch viel mehr abverlangt als zuletzt werden. Die Atmosphäre in der GENERALI-Arena hat schon sehr oft einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, der Mannschaft Rückendeckung zu geben.

Für das Team sprechen dabei auch die eingangs angesprochene Disziplin und die gute Serie im Frühjahr. Bis auf das Derby zum Auftakt wurde in jedem Spiel gepunktet, Herbert Gager ist als Chefcoach weiterhin seit fünf Runden unbesiegt. Auch das ist ein Bonus, den sich die Mannschaft und das Trainerteam erarbeitet haben, jetzt muss man sich dafür bis Runde 36 aber auch selber belohnen.

Gratulation an dieser Stelle auch nach Salzburg zum Meistertitel.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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