10.02.2014, 09:32 Uhr

DEM 13-SEKUNDEN-KONTER FOLGTEN "BITTERE TORE AUS STANDARDS"

Dem 13-Sekunden-Konter folgten "bittere Tore aus Standards"

Die Wichtigkeit der Partie stand außer Frage. Nicht nur, weil mit dem Wiener Derby eines der Spiel in einer Saison anstand, die der Moral am dienlichsten sein können. Auch trachteten wir danach, uns mit einem gelungenen Frühjahrs-Auftakt in eine gute Ausgangslage für das Rennen um Platz zwei zu katapultieren.

Die Gelegenheit wurde trotz eines herrlich herausgespielten Führungstreffers mit dem 1:3 verpasst, weil uns der Stadtrivale bekannte Defizite bei ruhenden Bällen aufzeigte. Dabei war das, was die Veilchen aus dem Spiel heraus zeigten, über weite Strecken „zumindest ebenbürtig“, wie Austria-Trainer Nenad Bjelica mit seinen Spielern übereinstimmte.

Vor allem der mustergültige und in 13 Sekunden zu Ende gespielte Gegenstoß zum 1:0, der mit einer Balleroberung von James Holland begonnen hatte und damit endete, dass der von Philipp Hosiner auf die Reise geschickte Neuzugang David de Paula seine Treffsicherheit aus der Vorbereitung untermauerte, unterstrich, worauf im Jänner die Schwerpunkte lagen.  

„Es war ein ausgeglichenes Spiel, Rapid hat von Standardsituationen profitiert. Eigentlich schien die Partie auf ein 1:1 hinauszulaufen. Ich kann meiner Mannschaft nur bei den Standardsituationen einen Vorwurf machen, sonst waren wir in allen Bereichen so gut wie Rapid, vielleicht sogar besser“, konstatierte Bjelica.

Ähnlich sah es Neuzugang Thomas Salamon, der für die Profis der Austria debütierte, sich ebenso wie De Paula als eine Bereicherung bei eigenen Standards erwies und neben Marko Stankovic die meisten Torschüsse der Veilchen abgab (2). „Es war ein rassiges Spiel, in dem wir doch einige Möglichkeiten gehabt hätten, höher in Führung zu gehen. Dann diese bitteren Tore aus Standards – ein Debüt stellt man sich zumindest besser vor“, so Salamon, „wenn man so verliert, kann man nicht zufrieden sein“.

Das Statistik-Papier wies ein kleines Plus für die Gastgeber aus: Rapid betrieb Angriffspressing und war öfter am Spielgerät (55 Prozent), während die Austria das Umschaltspiel etwas tieferstehender bemühte. Durchschlagskräftiger wirkten die Grünen zwar nicht, jedoch kamen sie vor allem nach Eckbällen oftmals an den Ball, weshalb sie am Ende drei Torversuche mehr als die Austria verzeichnen (15:12).

Über das präziseste Passspiel der Bjelica-Elf verfügte Torschütze De Paula mit 91 Prozent an angekommenen Zuspielen. Die meisten Zweikämpfe gewann Innenverteidiger Kaja Rogulj (67 Prozent), Markus Suttner war sowohl bei den Ballkontakten (4) als auch bei den Torschuss-Vorlagen (4) tonangebend.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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