08.05.2014, 16:22 Uhr

AUSTRIA GEHT MIT POSITIVER ERFOLGSQUOTE INS LIGA-FINALE

Austria geht mit positiver Erfolgsquote ins Liga-Finale

Statistiker haben dem FK Austria Wien in ihren Aufzeichnungen ein gutes Omen für den Showdown am Sonntag (16:30 Uhr) in der Generali-Arena gegen SK Sturm Graz ausgegraben. Seit Einführung der Bundesliga im Jahr 1974 gestalteten die Veilchen die letzte Runde überwiegend erfolgreich. In den bisher 39 Fällen durften die Violetten nicht weniger als 21-mal über einen Sieg jubeln. Das ist eine Erfolgsqoute von über 50 Prozent.

Fünfmal gab es am letzten Spieltag ein Remis und 13-mal setzte es eine Niederlage. Gegen Sturm Graz verabschiedeten wir uns im Laufe der 40 Bundesliga-Jahre auch schon ein halbes Dutzend Mal. Hier ist die violette Ausbeute 3-1-2 ebenfalls positiv.

Vor der Bundesliga-Ära sind die Favoritner in der letzten Saison-Runde auch schon zweimal auf die Steirer getroffen, wobei ein Heimsieg (4:0 Saison 1973/74) gefeiert und eine Niederlage kassiert wurde. Eine Nullnummer gegen die „Blackies“ wird wohl vielen noch schmerzlich in Erinnerung sein. 2011/12 schnappte uns Admira Wacker in letzter Sekunde die Teilnahme am Europacup weg.

Die Austria verlor am 17. Mai 2012 in der 36. und letzten Runde in Graz 1:3 gegen Sturm und blieb hinter den Südstädtern auf dem vierten Platz sitzen. Die Südstädter verloren zwar damals in Salzburg gegen den Meister wie erwartet (0:2), hatten aber mit 55:54 Punkten die Nase vorne. Ein Zähler hätte den Wienern zur Europacup-Teilnahme gereicht.

In den vergangenen drei Spieljahren haben wir jeweils unsere letzte Partie verloren, doch von entscheidender Bedeutung war nur das 1:3 in Graz. 2010/11 unterlagen wir am Verteilerkreis RB Salzburg 2:4, da war Sturm Graz bereits als Meister festgestanden. Und 2013/14 hatten wir den Meisterteller nach einem 4:0 daheim gegen SV Mattersburg in der Tasche, als es in Salzburg ein 0:3 setzte.

Dafür hat die Austria vor 2010/11 viermal in Folge jeweils in der letzten Runde triumphiert und zwar vor eigenem Publikum gegen SV Ried (2009/10 mit 2:0), Austria Kärnten (2008/09 mit 4:1), Wacker Innsbruck (2007/08 mit 2:1) und SCR Altach (2006/07 mit 3:0).

2005/06 vermochte den Veilchen und deren Fans zum Ausklang ein 0:2 in Pasching nicht die Freude über den bereits vorher fixierten Meistertitel trüben. Siege verzeichneten wir zum Ausklang auch 2004/05 (5:1 daheim gegen Admira) und 2003/04 (2:0 zuhause gegen FC Kärnten).

Der Abschluss unseres ersten Meistertitels in diesem Jahrtausend brachte für Violett in der letzten Runde 2002/03 in Wien gegen SW Bregenz ein 0:2. Diese Niederlage war insofern von Bedeutung, als dadurch SV Ried absteigen musste. Austria hatte sich in der 31. Runde zum Meister gekürt, blieb dann aber in den letzten fünf Runden sieg- (0-2-3) und torlos (0:6).

Eine Nullnummer (Niederlage oder Remis) dürfen sich Ortlechner, Suttner, Gorgon und Co am Sonntag gegen Sturm nicht leisten. Denn dann könnten wir im Fernduell mit dem punktegleichen SV Grödig, der in Innsbruck antritt, tatsächlich auch den zweiten Matchball vergeben. Sie sollten sich vielmehr ein positives Beispiel aus der langen violetten Geschichte nehmen.

Ein solches Entscheidendes gab es unter anderem 1980/81. Damals hatte Sturm Graz mit Feldherr Otto Baric praktisch  schon vor der letzten Runde den ersten Titelgewinn für die Steiermark gefeiert, die Presse alle Porträts des vermeintlichen Titelträgers vorbereitet. Letztlich kam an diesem 20. Juni 1981 alles ganz anders, wurde Austria noch Meister.

Und das kam so: Sturm unterlag in Liebenau vor 20.000 Zuschauern Rapid mehr als überraschend 1:4 und die Violetten schossen den GAK auf dem Sportclub-Platz in Hernals 6:1 ab. Damit fingen Friedl Koncilia, die Sara-Brüder, Karl Daxbacher, Felix Gasselich usw. Sturm als Tabellenführer um einen Punkt ab! GAK-Torhüter Savo Ekmecic jubelte trotz der Schlappe, als er von der Sturm-Pleite hörte.

„Ja, der Stadtrivale hat uns geholfen. Aber auch wir waren motiviert, voll auf Sieg eingestellt und wollten unbedingt gewinnen“, erzählte Gasselich vom Husarenstück. Die Mentalität, die damals seine Mitspieler an den Tag gelegt haben, will Austrias Jahrhundert-Torschütze, der auch im Mittelfeld der violetten Jahrhundert-Mannschaft angehört, von Hosiner und Konsorten sehen. Und mit dem ehemaligen Legionär von Ajax Amsterdam die ganze Austria-Familie.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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