04.03.2014, 14:01 Uhr

AUSTRIA-DUO FIEBERT ÖFB-TEST GEGEN URUGUAY ENTGEGEN

Austria-Duo fiebert ÖFB-Test gegen Uruguay entgegen

Mit Torhüter Heinz Lindner und Verteidiger Markus Suttner hat ÖFB-Teamchef Marcel Koller zwei Austrianer in seinem 23-Mann-Kader für das erste Fußball-Länderspiel 2014 am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORFeins) in Klagenfurt gegen Uruguay. Ob das violette Duo zum sechsten bzw. elften Mal zu Teamehren kommt, wird der Schweizer endgültig erst vor Spielbeginn verraten.

Der 52-Jährige hielt am Gros seines Aufgebots, mit dem er schon seit über zwei Jahren zusammenarbeitet, fest. Was erwartet Koller vom Test gegen den starken WM-Starter und zweifachen Weltmeister (1930 und 1950)? „Wir wollen versuchen, das Spiel gegen die USA vom November zu bestätigen, und daheim nach vorne spielen“, kündigte der Eidgenosse, dessen Truppe Ende 2013 in Wien die US-Boys 1:0 besiegte, an.

Der Countdown für die EM-Qualifikation 2016 habe schon mit der Partie gegen die USA begonnen, betonte Koller. In den drei Tests jetzt gegen Uruguay, die mit Stars wie Forlan, Suarez etc. ins Wörthersee-Stadion kommen, sowie gegen Island (30.5. in Innsbruck) und Tschechien (3.6. in Olmütz) wolle seine Mannschaft guten Fußball auf den Platz bringen, Vertrauen tanken sowie Charakter und Überzeugung zeigen.

„Es muss selbstverständlich werden, dass wir guten Fußball spielen. Nicht nur 45 Minuten, sondern über ein ganzes Spiel“, erklärte der ÖFB-Teamchef, der seine Truppe in den Probegalopps „richtig heiß machen“ möchte für den wichtigen Herbst. Der Wettlauf um ein EM-Ticket beginnt für Österreich am 8.9. in Wien gegen Schweden.

Im Gegensatz zu DFB-Bundestrainer Joachim Löw ist der Schweizer froh, dass die Endrunde 2016 (vom 10.6. bis 10.7. in Frankreich) erstmals von 24 Ländern bestritten wird. „Damit ist die Chance für kleinere Nationen größer dabei zu sein,“ meinte der ÖFB-Teamchef. Die Sieger und Zweiten der neuen Gruppen sowie der beste Dritte sind qualifiziert, die acht weiteren Dritten spielen vier Startplätze aus.

Neben den Schweden, gegen die Österreich in der jüngsten WM-Ausscheidung 2:1 (h) und 1:2 (a) spielte, sind Russland, Moldawien, Montenegro und Liechtenstein in unserer Gruppe G. „Wir brauchen uns da nicht zu verstecken. Die Russen und Montenegriner sind zwar richtig starke Gegner, aber wir können ihnen, wenn wir auf unsere Stärken bauen, auf Augenhöhe begegnen“, meinte der Ex-Austrainer David Alaba.

Und mit den Schweden, die im Wettlauf zur WM nach Brasilien 2014 hinter Deutschland und vor Österreich den zweiten Platz belegten, dann aber an Portugal scheiterten, habe man noch eine Rechnung offen, erinnert der Bayern-Legionär. Auch im violetten Lager in Favoriten hält man es für möglich, erstmals auf sportlichem Weg die EM-Teilnahme zu schaffen.

„Es ist eine ziemlich ausgeglichene, starke Gruppe. An einem guten Tag ist Schweden für Österreich in Reichweite und an einem sehr guten Tag vielleicht auch Russland. Gegen die anderen wird uns auch nichts geschenkt. Es ist für uns einiges drinnen“, sagt z.B. unser Innenverteidiger Lukas Rotpuller, der betont, dass der Start wichtig sei.

Der Burgenländer erinnert an die Duelle mit den Schweden. „Da waren wir vor allem auswärts die ersten 45 Minuten sehr, sehr gut. Leider hat in der zweiten Hälfte dann Zlatan Ibrahimovic mit seiner Klasse mitentschieden.“ Das ÖFB-Team ist für Rotpuller, der 2011 bei der U20-WM dabei war, noch tabu. Darüber denke er nicht nach, sondern möchte sich vielmehr bei der Austria bestätigen.

Chancen, Frankreich zu erreichen, sieht auch Cem Sekerlioglu, unser neuer Co-Trainer der Profis. „In der WM-Quali war es nicht anders, letztlich ist sie vielleicht für uns ein bisschen unglücklich verlaufen. Österreich wird immer wieder die Möglichkeit haben mitzuspielen“, meinte der 35-Jährige. Denn es kämen immer wieder neue Spieler nach und unsere vielen Legionäre heben natürlich die Qualität. Wir sind auf einem guten Weg.“

Dass der ÖFB-Teamchef und sein Betreuerteam geblieben sind, betrachtet der Assistent unseres Cheftrainers Herbert Gager ebenfalls als positives Indiz. „Sie werden weiter gut arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass es klappen kann“, meinte Sekerlioglu, der die Meinung, Russland sei Favorit und Österreich mit Schweden und Montenegro auf Augenhöhe, nicht teilt. Das wäre ein bisschen vermessen. „In der Qualifikation kann aber viel passieren.“

Für Austria-Ikone Herbert Prohaska, der als Teamchef Österreich 1998 zur WM-Endrunde geführt hat, ist die EM-Ausscheidung ebenfalls keine „Mission impossible“. Unser „Jahrhundert-Fußballer“ sagt: „Wir haben eine Gruppe, in der man sich schon qualifizieren kann. Wenn das Team konstante Leistungen bringt, wovon ich ausgehe, können wir 2016 dabei sein.“

Dass die Gruppe, in der man gelost wird, schwer werden würde, habe man schon vor der Auslosung am 23. Februar in Nizza gewusst. Eine wirklich leichte Gruppe könne es für Österreich ohnehin nicht geben. „Schneckerl“ war als Spieler (83 Teamspiele mit zehn Toren) 1978 und 1982 zweimal bei einem WM-Turnier.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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