29.03.2014, 13:03 Uhr

AUCH IN RIED IST LEISTUNG WIE GEGEN SALZBURG GEFRAGT

Auch in Ried ist Leistung wie gegen Salzburg gefragt

Vor dem wichtigen 309. Heim-Derby am 6. April (15:00 Uhr) in der Generali-Arena will der FK Austria Wien an Sonntag (16:30 Uhr) in Ried keine Sorgen bekommen und auch im achten Liga-Spiel in Serie (4-3-0) sein Punktekonto aufstocken. „Wenn wir so wie am Mittwoch gegen Salzburg auftreten, dann rechnen wir uns auch dort Punkte aus“, sagte Daniel Royer bevor er die Reise im neuen Teambus nach Oberösterreich antrat.

Der 3:0-Triumph gegen die Salzburger, die die höchste Niederlage in der Bundesliga seit 6.11.2011 (0:3 in Mattersburg) erlitten und erstmals seit 46 Liga-Partien (0:0 am 2.12.2012 daheim gegen Austria) ohne Tor blieben, hat den Veilchen enormes Selbstvertrauen gegeben. „Natürlich, vor allem die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Das war wirklich sensationell“, meinte Royer.

Mit dem klaren Resultat und der spielerischen Leistung könne man richtig zufrieden sein. „Das war in den vergangenen Partien nicht immer so. Wir müssen schauen, dass wir diese Vorstellung in dieser Saison noch öfter zeigen“, appellierte der blonde Flügelflitzer an seine Kollegen. Gegen den neuen Meister ist das von Trainer Herbert Gager ausgeklügelte taktische Konzept voll aufgegangen.

Die Abwehr-Variante mit drei Innen- und zwei Außen-Verteidigern, von denen in Ried der gesperrte Markus Suttner fehlt, hat gegriffen. „Das war für die Salzburger etwas anderes. Ich weiß nicht, ob sie auch ein bisschen überrascht waren“, sagte Royer, dem mit seinem Team Bemerkenswertes gelang. Durch das 3:0 vereitelten die Austrianer einen neuen Liga-Rekord des Meisters und bleiben mit 13 Erfolgen am Stück im Besitz der Saison-Bestmarke.

Unter Trainer Hermann Stessl waren die Violetten 1985/86 nämlich 13-mal in Folge siegreich gewesen. Unter dem aktuellen Coach sind wir jetzt immerhin auch schon wieder sechs Partien ohne Niederlage (4-2-0). Trotz der Stunde der riesigen Freude über das 3:0 gegen den neuen Meister wurde die Konzentration keinesfalls vernachlässigt. Im Gegenteil!

„Alle Spiele bis zum Schluss sind wichtig. Ried wird um sicher nichts einfacher als Salzburg“, warnte Gager. Royer, der einst für die „Wikinger“ gekickt hat, weiß es aus eigener Erfahrung. Seit er Austrianer ist, hat er gegen die Rieder dreimal gespielt (jeweils in der Startelf) und erreichte drei Remis (zweimal 1:1 sowie 3:3). Damit sich das ändert, nimmt er Anleihen aus dem Salzburg-Spiel. „Wir müssen genauso auftreten und genauso mutig nach vorne spielen.“

Sein Ex-Klub spiele immer einen guten Fußball, vor allem vor eigenem Publikum sei er meist eine Macht. Manuel Ortlechner, ein weiterer Spieler mit Rieder Vergangenheit, bezeichnete die drei gewonnenen Punkte gegen Salzburg als „ganz wichtig“, fügte aber hinzu: Nach wie vor sei im Kampf um den Europacup-Startplatz noch nichts entschieden. „Es warten noch immer sieben schwere Spiele, wir dürfen nicht nachlassen.“

Das 3:0 über den neuen Titelträger soll nach Einschätzung Heinz Lindners als Moralspritze zusätzlich wirken. „Jedes der letzten sieben Spiele wird extrem schwierig. Das sind für uns sieben Endspiele um die Qualifikation für den Europacup“, erklärte unser Torhüter, der guter Dinge ist. Wenn man weiterhin so auftrete wie gegen die Salzburger, mit dem nötigen Biss und der Einstellung, dann könne es am Ende nur so sein, dass die Austria im Europacup spiele.

Parits stuft das Treffen in Ried in die Kategorie „keine einfache Aufgabe“ ein. „Aber wenn wir an unsere Form anschließen, haben wir auch dort eine Chance. Wir fahren nach Ried, um drei Punkte zu machen. Wir haben genug Selbstvertrauen und ich hoffe, dass wir so konzentriert und mit der richtigen Einstellung an die Sache herangehen. Dann können wir ein positives Resultat einfahren.“

Gegen die „Bullen“ versetzte auch der fest Glaube an den Erfolg Berge. So muss es auch im Innviertel sein. „Aufgrund der anderen Ergebnisse der 29. Runde (Anmerk.: Rapid 3:0 in Wr. Neustadt und Ried 2:0 in Wolfsberg), müsse die Austria weiter auf Gas steigen. „Schon am Sonntag müssen wir unbedingt versuchen, wieder einen Sieg einzufahren“, sagt Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer nach dem „sicher besten Saisonspiel der Austria in der Meisterschaft“.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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