13.02.2014, 13:52 Uhr

ALEX GORGON: "ICH FÜHLE MICH BESSER ALS GEDACHT!"

Alex Gorgon: "Ich fühle mich besser als gedacht!"

Das Testspiel, das Trainer Nenad Bjelica am Dienstag für Spieler mit wenig Spielpraxis eingeschoben hat, war für Alexander Gorgon ein ganz besonderes Ereignis. Der Offensivmann bestritt nämlich seine erste Partie nach sechs Monaten! Beim 3:1-Erfolg gegen den Wiener Sportklub kam er ab der 46. Minute für Tomas Jun zum Einsatz und meinte nachher freudig: „Es ist ein schönes Gefühl, wieder dabei gewesen zu sein!“

„Gogo“ ging es in dem Probegalopp ganz gut, spürte keine Nachwehen von seiner Knie-OP am 22. Oktober in Heidelberg. „Ich war schmerzfrei, das war das Wichtigste. Ich wollte noch nicht durchspielen, um nichts zu riskieren, fühlte und fühle mich besser als gedacht“, erzählte der 25-Jährige nach dem Schlusspfiff. Freilich merkte er im Koordinationsbereich noch Luft nach oben.

Diesen Rückstand möchte Gorgon in den kommenden Wochen aufholen und weiter Praxis sammeln, eventuell auch in den Reihen der Amateure mitspielen. Von den ersten 45 Minuten bei seinem Comeback gegen die Ostligisten merkte er auch am Tag danach nichts. Unser Mann mit der Rückennummer 20 auf dem Trikot war auch am Donnerstag „Gott sei Dank komplett schmerzfrei“. Es gehe ihm schon viel besser als noch vor einigen Wochen.

Gorgon war im Trainingslager in Belek mit, steht schon seit einiger Zeit zu 100 Prozent im Mannschaftstraining und kann von Tag zu Tag mehr machen. „Es gab immer ein paar Wehwehchen – muskulär bedingt. Das ist nach einer langen Pause so, wenn die Muskeln einfach nicht so arbeiten wie sie es gewohnt sind. Dann muss man ein, zwei Tage ein bisschen weniger machen“, berichtete der Wiener, der Bernhard Luxbacher nach dessen Kreuzbandriss immer wieder hilfreich zur Seite steht.

Die Verletzung im Herbst schmerzte „Gogo“ ebenso wie das Zuschauen in der UEFA Champions League, deren Gruppenphase der FK Austria Wien erstmals erreicht hat. „Am Anfang dachte ich, es würde sich mit meiner Teilnahme an der Königsklasse ausgehen. Es war leider nicht so“. Stattdessen zitterte er während der Reha-Phase in Deutschland im Sofa via TV mit seinen Mitspielern mit.

„Das war sehr bitter, wenn man Zuschauen muss, die Hymne hört und das nicht mit der Austria miterleben kann. Okay, nun ist das alles abgehakt, vielleicht ergibt sich nochmals eine andere Chance“, blickt er mehr in die Zukunft als in die Vergangenheit. An den Herbst 2013 wird er am Samstag (19:00 Uhr) im ersten Liga-Heimspiel des Jahres gegen den SC Wr. Neustadt - das er wie zuletzt auswärts das Derby von der Tribüne erlebt - nochmals erinnert.

Gegen die Niederösterreich hat sein langer Leidensweg am 17. August begonnen. Nachdem Gorgon beim damaligen 5:0 Heimsieg das 1:0 erzielt und das 2:0 vorbereitet hatte, musste er zur Pause in der Kabine bleiben. Das Knie spielte nicht mehr mit und erforderte dann letztlich im Oktober die OP. „Es war das erste Spiel, in dem ich richtig in Fahrt gekommen bin. Die Verletzung hat sich dann länger hingezogen als angenommen“, erzählte er.

Nach dem fünften Pflichtspiel (vier Liga, eines im ÖFB-Cup) war für den Offensivmann nichts mehr gegangen. Es wäre schön gewesen, hätte er am Samstag ausgerechnet gegen die Neustädter sein Pflichtspiel-Comeback gegeben. Eine Prognose, wann es mit der Rückkehr so weit ist, will der Rekonvaleszente nicht abgeben, nur soviel sagte er diesbezüglich: „Im März könnte es theoretisch sein.“

Am 17.8.2013 kam Daniel Royer für den Verletzten nach der Pause zum Einsatz, in den folgenden Spielen nahm auch immer wieder Thomas Murg den Part auf der rechten Flanke ein. Zum jetzigen Zeitpunkt fühlt sich Gorgon noch nicht so in Form, um dem Duo den Kampf ums Leiberl anzusagen. „Es wartet noch ein bisschen harte Arbeit auf mich. Wenn es so weit ist, nehme ich den Konkurrenzkampf auf. Dann können wir uns gegenseitig pushen, das kommt der ganzen Mannschaft zugute.“

Gogos Aufruf: „Brauchen jeden Punkt wie Bissen Brot“

Nach dem 1:3 im 308. Derby, in dem im Finish durch zwei vermeidbare Tore aus Standards eine hervorragende Gelegenheit verpasst wurde, um einen nötigen Lauf zu starten, spricht Gorgon seinen Kameraden für das Treffen mit den Wiener Neustädtern Mut zu und appelliert: „Jetzt sollten wir uns wirklich von Spiel zu Spiel konzentrieren, da jede Partie ein Finale ist. Wir brauchen jeden Punkt wie einen Bissen Brot, damit wir unser Minimalziel, den zweiten Endrang in der Tabelle, erreichen!“

Vor der 23. Liga-Runde fielen wir von Platz vier auf fünf zurück, doch der Rückstand auf den zweitplatzierten SV Grödig blieb mit fünf Zählern unverändert. Wenn man zwischenzeitlich einen Hänger habe, so Gorgon, dann befinde man sich in der Tabelle im Niemandsland. „Das ist nur eine Kurzaufnahme. Ich hoffe natürlich, dass wir am Schluss den Europacup-Startplatz erreichen. Jetzt haben wir in den nächsten vier Runden drei Heimspiele vor uns, in denen man voll punkten sollte.“

 

Linktipp:
+ Gorgon versüßte den Start ins Trainingslager

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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