26.03.2014, 22:18 Uhr

3:0 VS. SALZBURG! ÜBERRASCHENDER SCHACHZUG ENTSCHIED SCHLAGER

3:0 vs. Salzburg! Überraschender Schachzug entschied Schlager

"Veilchen, wir sind stolz auf euch", hallte es von den Rängen der weit über 10.000 Besucher in der Generali-Arena, als Referee Hameter am Mittwochabend ein letztes Mal sein Pfeiferl bediente, um den Schlager der Runde abzupfeifen. Mit einer 3:0-Packung schickte die Austria den neuen Meister Salzburg aus dem Stadion - eine völlig überraschender Schachzug des Trainerteams legte den Grundstein des Erfolgs, der die Austria wieder auf Rang drei der Tabelle beförderte.

 

Austria-Trainer Herbert Gager, ein Verfechter von taktischer Flexibilität, entschied sich gegen die Mozartstädter wieder für eine andere, diesmal völlig überraschende Grundausrichtung: Um möglichst viele Spieler im Zentrum zu gruppieren und somit auf Salzburgs vertikale Spielweise zu antworten, wurde auf ein 3-4-2-1 umgestellt. Drei Innenverteidiger gesäumt von zwei höherpostierten Außenverteidigern, vor denen die Räume eng gemacht werden sollten – und das Konzept ging vollends auf.

 

Die Austria überraschte den Gegner sichtlich, begann überaus ansehnlich und war eindeutig feldüberlegen. De Paula verlieh den Angriffsbemühungen erstmals mit einem Weitschuss Ausdruck, verfehlte aber (4.).

 

Es ging Schlag auf Schlag weiter, beide Flügelseiten ackerten hochaktiv. Einmal bediente Gorgon den mit aufgerückten Suttner auf der anderen Seite via Flanke, dessen Volley-Hammer konnte aber Gulacsi parieren. Dann versuchte sich Gorgon aus spitzem Winkel selbst.

 

Ein Treffer schien in dieser Phase beinahe überfällig - und wurde schlussendlich auch "erzwungen": Gorgon erhielt an der rechten Strafraumgrenze den Ball, seine Hereingabe fand Royer, der im ersten Schussversuch noch an Ramalho hängen blieb, den Nachschuss aber flach an Gulacsi vorbeischob (16.).

 

Es ging in der gleichen Tonart weiter: Salzburg spielte ohne Klarheit nach vorne, wusste sich einige Male nur mit Flanken aus dem Halbfeld zu helfen, blieb aber ungefährlich. Anders Violett: Suttner suchte elf Minuten nach der Führung wie so oft den Doppelpass mit Royer, dieser gab mit der Ferse zurück und unser Linksverteidiger zog aus halblinker Position ins lange Eck ab - das 2:0 (27.) war zugleich der Pausenstand.

 

Salzburg-Trainer Schmidt reagierte zur Halbzeit, wechselte sein Innenverteidiger-Duo aus und teilte seiner Mannschaft vermutlich auch mit, wie man gegen ein ungewohntes System wie jenes der Austria vorgehen könnte.

 

Doch die Veilchen bedienten sich einer der angekündigten "Waffen" und machten in der Folge eines Eckballs kurz nach Wiederbeginn das 3:0: Suttner zirkelte einen Eckball von der rechten Seite zum Tor, Gorgon stieg am höchsten und köpfelte ungestört ein (51.).

 

Wurde der sportlichen Fairness schon im Vorfeld der Partie Genüge getan, als die Veilchen beim Einmarsch für den neuen Meister Spalier gestanden waren, so fiel auch die Führung zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient aus. Denn richtig gefährlich vor das Tor von Heinz Lindner kam Salzburg erst in Minute 57, Mane brachte den Ball nach einem Alleingang aber nicht im Kasten unter und auch nach 81 Minuten scheiterte er noch einmal alleine vor Lindner, der seinen Job neuerlich ohne Fehl und Tadel erledigte.

 

Eine Stunde dauerte schließlich das spielerische Feuerwerk, das die Veilchen zündeten, ehe sie den Spielstand gekonnt verwalteten. Mit Erfolg! Jetzt ist endgültig für die breite Brust, die im Saisonfinish nötig ist, gesorgt...

 

FK Austria Wien - FC Salzburg 3:0 (2:0)

 

Austria: Lindner; Ramsebner, Rotpuller, Ortlechner; Koch, Holland, De Paula, Suttner; Royer (84. Salamon), Gorgon (90. Jun); Hosiner (72. Kamara).

 

Salzburg: Gulacsi; Klein, Ramalho (46. Hinteregger), Rodnei (46. Schiemer/60. Leitgeb), Svento; Lazaro, Hierländer, Berisha, Mane; Soriano, Zulj.

 

Gelb: Suttner, Rotpuller; Zulj.

 

Tore: Royer (16.), Suttner (27.), Gorgon (51.)

 

SR Hameter; 10.738 Zuschauer.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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