09.02.2014, 18:20 Uhr

1:3 - DE PAULAS ERSTES PFLICHTSPIELTOR WAR LEIDER ZU WENIG

1:3 - De Paulas erstes Pflichtspieltor war leider zu wenig

Der FK Austria Wien hat trotz Führung im Hanappi-Stadion verloren. Erstmals seit 14. März 2010 (damals 0:2), so lange hielt die Serie beim Erzrivalen. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase, alle Treffer resultierten aus Standardsituationen.  

Wie wichtig der Start in das Frühjahr war, zeigte auch, dass der gesamte Kader die Daumen im Stadion drückte, also auch diejenigen, die nicht im 18-Mann-Aufgebot waren. Sie fieberten von der Tribüne mit, sahen eine Aufstellung der Violetten ohne ganz große Überraschungen, aber mit zwei Neuerwerbungen im Mittelfeld: De Paula halbrechts, Salamon ganz links.

Für De Paula war es freilich das Derby-Debüt. Und was für eines! Einen Blitzkonter über vier Stationen schloss der Spanier nach einem super Lochpass von Hosiner perfekt ab, umkurvte dabei sogar Keeper Novota (26.).

Gerade in einer Phase, in der die Veilchen das Heft in die Hand nahmen, den Anfangssturm gut abgefedert hatten. Zwar klopfte auch schon Ortlechner mit einem Stangenschuss aus spitzem Winkel an das Rapid-Gehäuse an und wurde Salamons Nachschuss gerade noch zur Ecke geblockt, doch auch die Hausherren hatten durch Schaub (10.) und Burgstaller (11.) ihre Möglichkeiten.

Die Austria setzte bis zur Pause jedenfalls alles um, was man sich von einer Auswärtsmannschaft erwarten konnte. Sie suchte die Zweikämpfe, versteckte sich im ausverkauften Hanappi ganz und gar nicht, trat initiativ auf, betrieb Pressing, kam gut aus der Winterpause.

Dass noch vor dem Wechsel der Ausgleich gelang, war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Erst sprang Mader der Ball an die Hand, dann setzt Steffen Hofmann den dafür verhängten Freistoß an die Latte und den Abpraller drückte Rogulj in vollem Lauf bei seinem Rettungsversuch über die Linie (36.). Spätestens jetzt hatte das Derby volle Fahrt aufgenommen.

Mit viel Tempo ging es auch nach dem Pausentee weiter. Die Austria wollte unbedingt die drei Punkte, ohne aber Rapid zu viel Platz zum Spielen zu bieten. Beide leisteten lange gute Defensivarbeit, ließen nur Fernschüsse (Burgstaller/59. Bzw. Salamon/64.) zu und je näher das Ende rückte, umso mehr waren beide darauf bedacht, das Unentschieden zu halten. Dabei blieb es aber nicht.

 Denn leider schlug es – erneut nach einem Standard - wieder ein: Ecke Hofmann, Sabitzer scherzte per Kopf zum 2:1 ab (79.). Ganz ähnlich das 1:3 – Ecke Hofmann, am langen Eck staubte Sonnleitner unbedrängt ab (84.).

Bitter, denn es wäre mehr drinnen gewesen, zudem ist Rapid jetzt vier Punkte vor uns, Grödig fünf und Ried zwei.

Rapid Wien: Novota; Trimmel, Sonnleitner, M. Hofmann, Schrammel; Petsos, Boskovic; Schaub (78., Alar), S. Hofmann (86., Starkl), Sabitzer; Burgstaller (89., Pavelic).

Austria Wien: Lindner; Koch, Rogulj, Ortlechner, Suttner; Holland; Murg (69., Royer), De Paula (74., Stankovic), Mader, Salamon; Hosiner (78., Kamara).

Gelb: Trimmel, S. Hofmann; Ortlechner, Holland.

Tore: Rogulj (36./ET), Sabitzer (79.), Sonnleitner (84.); De Paula (26.).

SR Drachta; 17.500 Besucher.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. CASHPOINT SCR Altach 10 19
3. FC Red Bull Salzburg 9 18
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. FC Admira Wacker Mödling 10 12
7. SV Guntamatic Ried 9 11
8. RZ Pellets WAC 10 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 10 5
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