04.05.2014, 18:22 Uhr

1:2 – JETZT BLEIBT NUR NOCH DER STROHHALM STURM GRAZ

1:2 – Jetzt bleibt nur noch der Strohhalm Sturm Graz

Der erste Matchball blieb ungenützt. Und das nicht einmal unverdient. Der FK Austria Wien präsentierte sich in Grödig lange Zeit ganz und gar nicht von der Schokoladenseite, sondern völlig verunsichert, wirkte 75 Minuten wie gelähmt, muss jetzt in der abschließenden Runde daheim gegen Sturm Graz die allerletzte Chance nützen, sonst findet die Europa League ohne uns statt. Der letzte Strohhalm, wenn auch kein unrealistischer.

Was war bloß in Grödig los? Schon die erste Aktion nach wenigen Augenblicken führte zum Rückstand: Toni lief der Abwehr auf und davon, traf bei seinem Schussversuch Ortlechner am Knöchel, der den Ball unglücklich an die Stange ablenkte, den Praller verwertete Huspek aus kurzer Distanz. Da waren erst 1:25 Minuten gespielt und Grödig hatte die drei Punkte Rückstand in der Tabelle bereits wettgemacht, lag nur noch aufgrund des Torverhältnisses hinter uns.

In dieser Tonart ging es weiter. Nachdem Cabrera mit einem Stangenkopfball noch scheiterte (30.), reichte wieder ein einziger Pass durch die Schnittstelle der Viererkette, den erneut Huspek zum 2:0 nützte (32.).

Die Veilchen, die schon mit einem Remis den Europa-League-Startplatz hätten fixieren können, kamen kaum zu einem geordneten Spielaufbau, obwohl mit Grünwald in der Startelf mehr Spielfluss zu erwarten war. Diese Hoffnung erfüllte sich aber kaum, alles lief zu behäbig ab, das Spiel in die Tiefe fehlte komplett. Wieder wurde Hälfte 1 verschlafen.

Zur Pause kam mit Kamara ein zweiter Stürmer, wurde wieder von 4-1-4-1 auf 4-4-2 umgestellt. Die Steigerung wie zuletzt gegen den WAC und Innsbruck blieb in der Untersbergarena diesmal leider weitgehend aus. Sigurdsson hätte mit zwei dicken Möglichkeiten schon nach 55 Minuten alles klar machen können, ebenso Elsneg (58.) oder Tomi (81.), die Grödiger verschonten uns aber.

Und die Violetten? Von denen war kaum etwas zu sehen, obwohl es um so viel gegangen wäre. Erst acht Minuten vor dem Ende glückte Kamara mit einem sehenswerten Fallrückzieher das 1:2, die Schlussoffensive brachte zum Leidwesen der vielen mitgereisten Fans aber nichts mehr ein. Hätte man früher die Lethargie abgelegt, wäre mehr möglich gewesen.

Jetzt wird es noch einmal spannend im Kampf um Europa, muss auf den letzten Drücker die Entscheidung her, sonst stehen wir wie vor zwei Jahren mit leeren Händen da. Die einfache Rechnung nun für kommenden Sonntag: Daheim gegen Sturm so viele Punkte machen wie zeitgleich Grödig in Innsbruck, dann wäre man Dritter und international am letzten Drücker noch dabei.

Grödig: Stankovic; Hart, Cabrera, Tschernegg, Potzmann; M. Leitgeb, Nutz (85., Perchtold); Huspek, Tomi, Elsneg; Sigurdsson (65., Boller).

FK Austria Wien: Lindner; Koch, Ramsebner, Ortlechner, Suttner; Holland; Gorgon (75., Royer), Horvath, A. Grünwald (46., Kamara), Salamon (56., Jun); Hosiner.

Gelb: Tschernegg, Cabrera, Hart; Suttner, Ramsebner, Koch.

Tore: Huspek (2., 32.); Kamara (82.).

SR Hameter; 2.436 Besucher.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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