10.12.2013, 13:05 Uhr

ZUM ABSCHIED WÄRE SIEG GEGEN ZENIT EIN „CHRISTKINDL“

Zum Abschied wäre Sieg gegen Zenit ein „Christkindl“

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei! Zuerst hat der FK Austria Wien in St. Petersburg (0:0) einen Punkt geholt, dann in Porto (1:1) sein erstes Tor erzielt und dazu einen zweiten Zähler erobert. Eigentlich wäre nun der erste Sieg in der Champions League dran! „Wir werden alles probieren“, versprach Trainer Nenad Bjelica vor dem letzten Spiel in der Gruppe G am Mittwoch im Happel-Stadion (20.45 Uhr/live Puls 4 und Sky) gegen Zenit.

 
Seine Mannschaft habe keine Komplexe gegen irgendeinen Gegner. So werde man auftreten gegen St. Petersburg, kündigte der Kroate den Gästen im kalten Prater einen heißen Tanz an. Für die Violetten, die vom vierten Platz nicht mehr wegkommen, geht es verbunden mit Prämien um einen ehrenvollen Abschied. Zenit (6 Zähler) kämpft im Fernduell mit dem FC Porto (5) noch um den Achtelfinal-Aufstieg. Bei Punktegleichheit dürfen die Russen in der Königsklasse weiterspielen.

 
Die Veilchen können als Debütant der Champions League das Zünglein an der Waage spielen. „Ich bin überzeugt, dass wir gegen Zenit nochmals allen Elan hineinwerfen werden. Vielleicht können wir noch einen Sieg landen. Das wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle“, meinte Austrias Sportvorstand Thomas Parits schon im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertag. Es wäre erst der insgesamt neunte rot-weiß-rote Sieg im 48. Spiel mit österreichischer Beteiligung in der „Königsklasse“.

 
Dass Österreichs Meister vor der sechsten Gruppen-Runde ausgeschieden ist, wird und darf keine Rolle spielen. Im Gegenteil. „Wir können völlig unbekümmert spielen, versuchen, etwas zu holen“, erklärte Bjelica, der neuerlich Zählbares für „absolut möglich“ hält. Seine Truppe habe das mit Top-Leistungen in St. Petersburg und gegen Porto beweisen. „Wir hoffen auf ein möglichst volles Haus und auf abermals tolle Unterstützung durch unsere Fans. Dazu werden wir von unserer Seite alles geben“, meinte Bjelica.

 
Auch wenn der Punkt vor zwei Wochen in Porto nicht gereicht hat, um am Mittwoch noch um das Überwintern im Europacup zu kämpfen, war das 1:1 für Austria neuerlich sehr wert. Nicht nur finanziell, sondern auch für die Moral der Spieler. „Das Positive hat in Porto überwogen“, sagte unser Torhüter Heinz Lindner, der in Portugal nicht nur der „Mann des Spiels“ war, sondern von der UEFA auch in die „Elf der 5. Runde“ gestellt wurde.

 
Die Austria, so Linder, habe sich in den ersten fünf Spielen so teuer wie möglich verkauft. „Jetzt wartet noch unser Endspiel gegen Zenit auf uns. Jeder will da den ersten Sieg einfahren“, kündigte unser voll motivierter ÖFB-Keeper an, der das 1:1 in Porto längst abgehakt hat und schon auf die Russen fokussiert ist. Es gilt für die Austria in ihrem 31. Saison-Pflichtspiel, dass alle ihre Kräfte nochmals mobilisieren.

 
„Wir trauern dem 1:1 nicht nach. Uns hat keiner etwas in der Gruppe zugetraut. Wir haben uns in bisherigen fünf Spielen drei- bis viermal toll präsentiert, nur gegen Atletico auswärts waren wir chancenlos. Wir haben unseren Fußball gut vertreten“, zog Bjelica seine erste Zwischenbilanz aus der erstmaligen Teilnahme der Austria an der Champions League, in der die Veilchen ein drittes Kapitel ihrer 103-jährigen Klubhistorie schreiben könnten. Die ganze violette Familie hätte es sich das wirklich verdient.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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