28.03.2013, 08:37 Uhr

WEITERE BUNDESLIGA-REKORDE SIND IN GRIFFWEITE

Weitere Bundesliga-Rekorde sind in Griffweite

14-mal zu Null gespielt, 17 Runden ungeschlagen, was es bisher zuletzt 1985 gegeben hat – der FK Austria Wien befindet sich auf einem guten Weg, dem 24. Meistertitel seiner 102-jährigen Klubgeschichte näher zu kommen. 

 
Und 64 Zähler, wie sie unsere Veilchen vor dem Gipfeltreffen mit Salzburg am Ostersonntag (16.00 Uhr) in der Generali-Arena aufweisen, wurden im heimischen Oberhaus nach 26 Runden auch noch nie registriert. „Die Austria kann den Sekt schon jetzt kühl stellen“, sagte Sky-TV-Experte Walter Schachner, der für die Violetten einst als Aktiver und Coach tätig gewesen war, nach dem 4:0 Sieg zuletzt in Mattersburg.

 
SVM-Trainer Franz Lederer, der am längsten dienende Feldherr der Bundesliga, meinte nach der klaren Niederlage seiner Schützlinge treffend aus seiner Erfahrung: „Die Austria ist hier so aufgetreten, wie man österreichischer Meister wird!“ Solche Gratulationen und ähnliche Aussagen, kommen sie von neutraler oder gegnerischer Seite, weisen die violetten Chefherren zum jetzigen Zeitpunkt mit Bestimmtheit (noch) zurück.
 

„Wirklich freuen werde ich mich dann, wenn man etwas für die Ewigkeit hat: das ist der Meistertitel“, sagt Trainer Peter Stöger stellvertretend. Alex Gorgon gibt sich ebenfalls vorsichtig: „Wenn es normal läuft, dann dürfen wir das nicht mehr verspielen.“ Und Kapitän Manuel Ortlechner formuliert es so: „Im Fußball passieren oft die verrücktesten Dinge. Aber bleiben wir so konzentriert, schaut's gut aus.“
 

Es sieht rosig aus für die Veilchen, wenn man bedenkt, dass wir noch sechs Heimspiele (Salzburg, WAC, Rapid, Ried, Wr. Neustadt und Mattersburg) vor uns haben und nur viermal in der Fremde (Graz, Südstadt, Innsbruck und Salzburg) antreten.

 

Behalten Philipp Hosiner und Co. ihre momentane Marschroute bei und rechnet man den bisherigen Punkteschnitt von 2,46 Zählern pro Partie vor den letzten zehn Liga-Spielen hoch, dann kommen wir auf 88,6 Punkte! Eine solche Ausbeute brachte in der Bundesliga-Geschichte (ab 1974) seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (1995) in einer Saison noch kein Verein zuwege.
 

Die beste und die schlechteste Punkte-Anzahl eines Meisters von 1995 bis 2012 ist im Besitz des SK Sturm Graz. Die Steirer halten mit 81 Zählern, erzielt in der Saison 1997/98, den Rekord. Ihre 66 Punkte 2011 reichten ebenfalls zum Titel. Zum Vergleich unsere Austria hat vor der 27. Runde schon 64 Zähler auf dem Konto.
 

2006, unter Stöger und Frenkie Schinkels, bedeuteten 67 Punkte den Titel, 2003 fuhr man mit 70 Zählern den ersten Platz ein. Dem aktuellen Meister Salzburg genügten im Vorjahr nur gerade einmal vier Punkte mehr zum Titel, wie wir in der laufenden Spielzeit nach der 26. Runde (64) gesammelt haben. An der Zahl von Siegen liegen wir jetzt schon - mit 20 Erfolgen - vor den „Bullen“ (19) in der vergangenen Saison.

 
Die Bundesliga-Meister und ihre Ausbeute seit Einführung der Drei-Punkte-Regel nach Anzahl der eroberten Zähler:

 
Punkte Meister Saison
81 Sturm Graz  1997/98
77 FC Tirol 1999/2000
76 RB Salzburg 2009/10
75 FC Tirol 2001/02
75 RB Salzburg 2006/07
74 RB Salzburg 2008/09
73 SK Rapid 1995/96
73 Sturm Graz 1998/99
72 Grazer AK 2003/04
71 SK Rapid 2004/05
70 FK AUSTRIA 2002/03
69 SV Salzburg 1996/97
69 SK Rapid 2007/08
68 FC Tirol 2000/01
68 RB Salzburg 2011/12
67 FK AUSTRIA 2005/06
66 Sturm Graz 2010/11

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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