07.05.2013, 11:30 Uhr

VORSTAND PARITS: „IN RIED OFFENE CUP-RECHNUNG BEGLEICHEN“

Vorstand Parits: „In Ried offene Cup-Rechnung begleichen“

Im Gegensatz zum Titelkampf fehlen im Samsung-ÖFB-Cup nur noch zwei Siege zur violetten Endstation Sehnsucht. Dieser will der FK Austria Wien am Mittwoch (20.30 Uhr/live ORF eins) in der Keine-Sorgen-Arena gegen die SV Ried ein Stück näher kommen. „Dort haben wir noch eine offene Rechnung zu begleichen“, sagte unser Sportvorstand Thomas Parits vor dem Semifinale gegen die Oberösterreicher.

Diese haben den Tabellenführer und 27-fachen Rekordcupsieger im Vorjahr vor eigenem Publikum durch zwei Guillem-Tore in der Runde der letzten Vier mit 2:0 aus dem Bewerb geworfen. Das Ziel sei der Einzug ins Endspiel am 30. Mai im Happel-Stadion und dafür werde alles versucht, nannte Parits seine Erwartungen, dem bisher persönlich weder als Austria-Spieler noch als -Trainer das begehrte Double vergönnt war.

Als Coach vermasselte ihm Rapid 1984/85 das „Doppel“. Der Meister mit Herbert Prohaska und Co. verlor damals in Hütteldorf nach 120 Minuten (3:3) gegen Hans Krankl und Kollegen im Elferschießen 5:6. Die kommende Aufgabe wird um nichts leichter als die damalige. „Liga und Cup sind zwei Paar Schuhe, für beide Mannschaften geht es um sehr viel“, meint Parits.

Die Rieder sind in der Meisterschaft auf dem sechsten Tabellenplatz und weisen jeweils einen Punkt Rückstand auf den WAC und Sturm Graz auf. Damit sind sie derzeit im Kampf um einen Europacup-Startplatz in der schlechtesten Position. Lautet das Endspiel jedoch Austria gegen RB Salzburg, ist auch der Fünftplatzierte der Bundesliga im internationalen Geschäft. Die Rieder sind auch dabei, wenn sie den Cup holen und in der Liga Dritter, Vierter oder Fünfter werden.

Trainer Peter Stöger reist mit seinen Schützlingen heute mit einer Portion Respekt ins Innviertel. „Ich hätte mir ein leichteres Los gewünscht. Es wird kein einfaches Spiel. Es ist kein Zufall, dass die Rieder im Semifinale stehen und auch in der Liga um die Startplätze mitspielen. Wir werden alles daransetzen, um ins Endspiel zu kommen“, versprach der erfolgreiche Feldherr den Fans.

Stögers Widerpart hofft vier Tage nach dem 1:3 in der Generali-Arena auf neues Spiel und neues Glück. „Wir können daheim jeden schlagen. Der Aufstieg ins Finale wäre eine schöne Sache. Wir haben das die zwei vorigen Jahre genießen dürfen“, meinte SVR-Trainer Michael Angerschmid. 2012 unterlagen die „Wikinger“ RB Salzburg 0:3 und 2011 trugen sie sich durch ein 2:0 gegen Austria Lustenau zum zweiten Mal nach 1998 (3:1 gegen Sturm) in die Ehrentafel ein.

Einer, der jetzt wieder das violette Trikot trägt, hat vor einem Jahr zum Cup-Aus der Veilchen mitgeholfen. Lukas Rotpuller wirkte am 2. Mai 90 Minuten in der SVR-Abwehrkette mit, sah eine von insgesamt elf Gelben Karten (Verhältnis 6:5 für die Gäste) und verließ letztlich als umjubelter Sieger den Rasen. „In solchen Partien zählt nur der Aufstieg. Ich hoffe, er gelingt mir diesmal wieder“, sagte Heimkehrer Rotpuller.

Er sei jedenfalls optimistisch. „Wenn man in zwei Bewerben ganz vorne dabei ist und zwei Titel erreichen kann, soll man sie natürlich anstreben. Ich will beide Titel“, lässt der Burgenländer alle wissen. Emir Dilaver steigt am Dienstag ebenfalls mit breiter Brust in den violetten Reisebus und meinte: „Das Liga-Spiel am Samstag war das wichtigere, jetzt gehen wir die Cup-Partie etwas gelöster an.“

Im Mai gehe es nun richtig zur Sache, stehe alle paar Tage ein wichtiges Spiel an. „Je erfolgreicher man sein will, desto öfter muss man jetzt gewinnen“, sagte Dilaver und nannte das Double als erstrebenswertes Ziel. „Über Titel habe ich mit meinem Vater geredet. Meister zu sein, nimmt dir niemand mehr weg, bleibt dir ein Leben lang und das Double haben auch nicht so viele Spieler geschafft“, so der Verteidiger.

Von einer „ganz wichtigen Woche“ spricht Regisseur Alex Grünwald, der das 3:1 am Samstag gegen die Rieder als „enorm wertvollen Sieg“ und als „Erleichterung“ einstufte. Dennoch warnt Philipp Hosiner vor dem Cup, in dem nun eine sehr schwierige Aufgabe warte. „Gegen die Rieder in ihrem Stadion ist immer unangenehm zu spielen. Wir müssen so auftreten wie am Samstag in der zweiten Hälfte“, erklärte unser Torjäger.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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