21.08.2013, 06:42 Uhr

VOR DINAMO: TRAINERTEAM ÜBERLÄSST NICHTS DEM ZUFALL

Vor Dinamo: Trainerteam überlässt nichts dem Zufall

Es gibt Geschichten, die schreibt wahrlich nur der Sport. Etwa jene, dass Austria-Trainer Nenad Bjelica ausgerechnet an seinem 42. Geburtstag seine erste „Dienstreise“ als Trainer in sein Heimatland Kroatien antreten durfte, wo die Veilchen auf Dinamo Zagreb (Mittwoch, 20:45 Uhr, Puls4 und Sky) treffen.


Am Dienstag um 13:38 Uhr kehrte Austrias Teambus inmitten einer Polizei-Eskorte vor dem Hotel im Zagreber Zentrum ein und wurde dabei von mehreren TV-Teams und Fotografen aus Österreich und Kroatien empfangen, die ihre Linsen natürlich vor allem auf den aus Osijek stammenden „Neno“ richteten.

 

Überraschungsbesuch der Familie Bjelica


Bjelicas Geburtstag – er ermöglichte unter anderem eine Rede am Dienstagabend, die den Spielern und Betreuern den letzten zusätzlichen Tick Motivation für das Spiel am Mittwoch mitgegeben haben dürfte.

 

Unser Cheftrainer wurde nach dem Abendessen im Hotel-Speiseraum vom Besuch seiner Familie überrascht – und richtete anschließend an die Mannschaft: „Ihr seid nun ebenfalls meine Familie. Wir haben eine große Chance, lasst uns kämpfen wie Löwen und viel Leidenschaft zeigen – das kann im Fußball oft der entscheidende Faktor sein!“


Das Trainerteam überlässt jedenfalls nichts dem Zufall. Mittwoch steht eine neuerliche Video-Analyse auf dem Programm, untertags führt Bjelica mit jedem Spieler 15- bis 20-minütige Einzelgespräche, schwört sie auf ihre Aufgaben ein.

 

Abschlusstraining auf partiell neu verlegtem Rasen


Eine erste Gelegenheit, das Stadion Maksimir kennenzulernen, hatten die Veilchen bereits am Dienstagabend beim Abschlusstraining. „Der Rasen wurde zum Teil neu verlegt (aufgrund eines hier kürzlich stattgefundenen Robbie-Williams-Konzertes; Anm.), daher ist es umso wichtiger, vor dem Spiel noch einmal darauf trainieren zu können“, sagte AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der wie der Rest der Austria-Delegation erfuhr, dass bis Mittwochabend rund 19.000 Karten verkauft wurden, bis zu 26.000 ins Stadion kommen werden. Rund 1.000 davon werden aus Wien anreisen und Österreichs Meister vor Ort unterstützen (Karten zum Einheitspreis von 1,50 Euro bis 12:00 Uhr im GET-VIOLETT-Megastore erhältlich).

 

Impression vom Abschlusstraining der Austria im Maksimir-Stadion 


Das Programm am Matchtag: Um 8:00 Uhr wird das Frühstücksbuffet eröffnet. Zweieinhalb Stunden später findet eine lockere Aktivierungs-Session statt. Um 12:15 Uhr wird die Halbzeit eines Dinamo-Spiels via Video seziert, noch einmal auf Einzelheiten geachtet. Anschließend folgen Mittagessen, Nachmittagsruhe und Jause, ehe es knapp zwei Stunden vor Spielbeginn in Richtung Stadion geht.


Die kroatische Medienlandschaft ist sich in der Ausgangslage einig – ein Ausscheiden gegen die Austria wäre für Dinamo demnach undenkbar. Daran ändert auch die Tatsache kaum etwas, dass Kenner der österreichischen Liga wie etwa Niko Kovac oder Otto Baric in den hiesigen Gazetten warnen, nur kleine Vorteile auf Seiten der Kroaten sehen. Bjelica: „Kroatien ist eine sehr stolze Nation, diese Sichtweise überrascht mich nicht.“

 

Ortlechner: "Zwei gute Mannschaften mit Tradition"


Manuel Ortlechner wähnt die Austria ob der Tatsache, womöglich unterschätzt zu werden, nicht in einer vorteilhaften Situation. Entscheidend sei, was auf dem Platz passiert „Fakt ist, dass am Mittwoch zwei gute Mannschaft mit sehr viel Tradition aufeinander treffen. Wir werden zweimal 90 Minuten alles geben und schauen, was am Ende rauskommt.“


Mit in Zagreb ist auch Markus Suttner, der am Mittwoch gesperrt fehlen wird, nachdem er im Auswärtsspiel bei Hafnarfjördur  Gelb-Rot sah und im mittwöchigen Hinspiel seine Ein-Spiel-Sperre absitzen muss. Heißester Anwärter auf seinen Posten ist Marin Leovac, der mit Kroatiens Fußball ebenfalls vertraut ist und auf internationaler Bühne schon mehrmals sein Können unter Beweis stellte.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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