13.12.2013, 15:45 Uhr

ÜBER 120.000 KAMEN ZU AUSTRIAS CHAMPIONS-LEAGUE-HEIMSPIELEN

Über 120.000 kamen zu Austrias Champions-League-Heimspielen

Auf die violette Fußball-Familie ist Verlass! Zu den drei Heimspielen in der Champions League gegen FC Porto (0:1), Atletico Madrid (0:3) und Zenit St. Petersburg (4:1) zählte der FK Austria Wien im Happel-Stadion insgesamt 120.675 Zuschauer! In einer Reihung aller 32 teilnehmenden Vereine bedeutet das den 17. Platz in der Besucher-Statistik 2913/14 und einen Schnitt von 40.225 Zuseher pro Partie. 

 
Diese tolle Bilanz dokumentiert eindrucksvoll, dass der Zuspruch da ist, die Anhänger ins Stadion kommen, auch wenn sich viele zunächst attraktivere Gegner erhofft hatten. Mit einem Sieg, dem ersten eines ÖFB-Vertreters seit fast 13 Jahren, und zwei Remis hat sich der Champions-League-Debütant stark präsentiert. Die Veilchen trugen sich als insgesamt 128. Teilnehmer in die UEFA-Geschichtsbücher ein. Diesem Kreis gehören Mannschaften aus 31 Ländern an.

 
Im Gegensatz zur österreich-weiten Zuschauer-Entwicklung, die in den jüngsten fünf Bundesliga-Saisonen laut einer Untersuchung der Vereinigung der Europäischen Profi-Fußball-Ligen (EPFL) einen Minus von 6,66 Prozent ergab, zeigt die Tendenz der Violetten auch national nach oben. Vom Spieljahr 2008/09 an bis in unsere Meister-Saison 2012/13 stieg der violette Besucher-Schnitt kontinuierlich an.

 
Waren 2008/09 durchschnitt 7.621 Zuschauer gekommen, so zählten die Veilchen 2012/13 pro Heimspiel 10.295 Fans in der Generali-Arena. Diese Zahl im Vergleich mit dem Heim-EM-Spieljahr 2007/08, in der wir 6.709 Besucher und in den Jahren danach 7.621, 8.729, 9.501 sowie 8.277 Zuschauer registrierten, bedeutete das einen sensationellen Anstieg von sagenhaften 53,5 Prozent! 

 
Einen solchen Zunahme hat in dieser Periode keiner jener sechs Klubs (Rapid, Sturm Graz, Austria Wien, RB Salzburg, SV Ried und SV Mattersburg), die in diesen sechs Jahren immer im Oberhaus mitspielten, auch nur annähernd erreicht. Einen Plus verzeichnete gar niemand, nur die Rieder kamen auf Plus/Minus Null. Der Rest schrieb mehr oder weniger rote Besucher-Zahlen.

 
„Der Zuschauer-Anstieg ist erfreulich. Er beruht auf der deutlich verbesserten Infrastruktur gepaart mit der entsprechenden sportlichen Entwicklung mit der Krönung des Meistertitels 2013“, nannte Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer die zwei wesentliches Gründe für die Resonanz. Die Investitionen in den vergangenen Jahren von über 20 Mio. Euro in die Infrastruktur haben sich bei den Favoritner ausgezahlt.

 
Mit der Errichtung der neuen Osttribüne, der Schaffung einer erhöhten Parkplatz-Kapazität, der Installation einer modernen Flutlichtanlage, einer Verlegung der Rasenheizung, der Schließung der Stadion-Ecke West-Nord usw. hat man entsprechende Maßnahmen gesetzt. Um das Rundherum weiter zu verbessern, wird auch in Zukunft weiter in diese Richtung geplant und gearbeitet. Auf der Agenda steht u.a. die Vergrößerung des VIP-Bereichs.

 
Ein großes Anliegen ist weiterhin die Verbesserung der An- und Abfahrten bei Spielen rund um die Generali-Arena. Dies betrifft sowohl die Öffis mit der Verlängerung der U1 als auch den individuellen Verkehr. „Wir haben das Potenzial. Das haben die Champions-League-Abende gezeigt, wir können noch mehr Zuschauer ansprechen. Das ist für die Entwicklung unseres gesamten Klubs enorm wichtig“, sagte Kraetschmer.

 
So positiv die Resonanz der Zuschauer in der Champions League und in den vergangenen fünf Bundesliga-Saisonen auch waren, die jüngste Doppelbelastung erfasste nicht nur die Mannschaft in so manchen Match, sondern auch Frequenz auf der Tribüne der Generali-Arena. Im Herbst wurde gegen über dem „meisterlichen“ Vergleichsjahr 2012/13 auch witterungsbedingt ein Minus von 13 Prozent registriert. Alle können sich aber noch auf ein hoffentlich starkes Frühjahr freuen.  

 
Nochmals kurz zurück zur Studie der Vereinigung EPFL, die 30 Mitglieder und 872 Vereine in 23 Länder zählt. Die Untersuchung erfasste 35 Ligen, wobei nicht nur die jeweilige oberster Spielklasse unter die Lupe genommen wurde. Mit dem Zuschauer-Schnitt von 7.741 in den jüngsten fünf Saisonen nimmt Österreichs Bundesliga den 16. Platz ein. In einer bereinigten Reihung (nur erstklassige Ligen) würde den 13. Rang ergeben.

 
Die Nummer eins ist die deutsche Bundesliga (Fünf-Jahres-Schnitt von 42.402 Zuschauer) vor der englischen Premier League (35.157) und der spanischen Primera Division (25.516). In der Österreich-Regionen befinden sich Dänemark (7.555), Polen (7.420) und Schweden (7.379). Neben Österreich wiesen Dänemark, Finnland, Griechenland, Norwegen und Schottland Zuschauer-Einbußen von mehr als fünf Prozent auf.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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