14.09.2013, 13:59 Uhr

STATISTIKCHECK VOR DEM SPIEL GEGEN DEN SV GRÖDIG

Statistikcheck vor dem Spiel gegen den SV Grödig

Ein voller Erfolg am Samstag gegen den SV Grödig wäre für unsere Meistermannschaft Austria in zweifacher Hinsicht von großer Bedeutung. Zunächst würde unsere Elf in der tipp3-Bundesliga den bisher meist  stark auftretenden Aufsteiger überholen und  den Rückstand (derzeit drei Punkte) auf einen oder sogar beide Klubs vom Spitzenduo reduzieren.

 

Die zweitplatzierte SV Ried empfängt in Runde acht den ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenführer Red Bull Salzburg, dessen bisher letzte Meisterschafts-Niederlage ausgerechnet in Ried passierte.


Seit jenem 1:3 am 24. November 2012 sind die Bullen saisonübergreifend 26 Bundesligaspiele (15-11-0) ungeschlagen, womit sie unserer Bestleistung aus den Saisonen 1984/85 und 1985/86 (22-4-0) egalisierten und nun den Rekord von Rapid aus dem Jahr 1987 mit 30 Begegnungen (22-8-0) angreifen.

 

Der Bundesliga-Rekord ohne Niederlage in einer Saison ist allerdings immer noch im Besitz unserer Veilchen, die  1984/85 unter Trainer Tommy Parits die letzten 25 Runden mit der bemerkenswerten Bilanz von 21 Siegen und vier Remis absolvierten.


Ein Sieg gegen die Salzburger und auch eine entsprechende Leistung ist aber auch in Hinsicht auf das vier Tage später im Happel-Stadion in Szene gehende Auftaktmatch zur  G-Gruppe der Champions League gegen den FC Porto als Stimmungsmacher wichtig.

 

Wenn das Treffen mit dem SV Grödig auch nicht unbedingt als Generalprobe für das Mittwoch-Spiel zu werten ist – der portugiesische Serienmeister zählt zu den europäischen Schwergewichten – jeder Erfolg trägt bekanntlich zum Selbstbewusstsein bei.


Aber auch die Grödiger haben einiges vorzuweisen. Saisonsiege gegen Sturm (2:0/auswärts), Admira (7:1/heim), WAC (4:3/heim) und vor allem auch 1:0 im St. Hanappi gegen Rapid, stehen bei einem torlosen Heim-Remis gegen Ried zwei Niederlagen gegenüber.

 

In Salzburg hielten die Adi Hütter-Schützlinge immerhin bis zur 51.  Minute eine 1:0-Führung, ehe die Bullen zurückschlugen und noch mit 4:1 gewannen. Die 3:6-Heimschlappe am 31. August gegen Wiener Neustadt nach einer 2:1-Führung kam allerdings völlig unerwartet, die Effizienz der dafür nicht gerade gefürchteten Niederösterreicher erstaunte.


Direkte Vergleiche unserer Meistermannschaft mit dem aktuellen Tabellendritten sind Fehlanzeige. Aber indirekt ist doch einiges zu erwähnen. Auch wir verloren klar bei den Bullen – 1:5. Übrigens unsere einzige Bundesliga-Niederlage in dieser Saison. Auch unsere Truppe bezwang die Admira (2:0), gewann gegen den WAC (4:1), allerdings auswärts und kam daheim gegen Ried über ein Unentschieden (3:3) nicht hinaus. In Hütteldorf erreichten wir (nur) ein torloses Remis, die Neustädter schossen wir allerdings mit 5:0 aus der Generali-Arena.


Auch wenn es zuletzt gegen Wacker Innsbruck nur zu einem 1:1 reichte (Ruben Okotie glich sogar erst in der 90. Minute die Führung der Tiroler durch Hinterseer/55. aus), in der Bundesliga haben wir daheim acht Spiele in Folge (5-3-0) nicht verloren. In den jüngsten 29 Heimspielen mussten wir uns nur dreimal geschlagen geben (18-8-3). In der vergangenen Saison jeweils 0:1 gegen Sturm und Salzburg und zuletzt am 6. April mit dem unglaublichen 0:4 gegen den WAC.


Vor einem Jahr war die Austria nach sieben Runden mit 18 Punkten (6-0-1/10:1 Tore), also sechs mehr als heuer, Spitze, drei Punkte vor Rapid, vier vor den Bullen. Die Grödiger lagen in der „Heute für Morgen“Ersten Liga mit 14 (4-2-1) hinter A. Lustenau (plus 5 Punkte) auf Platz zwei, in der Endwertung hingegen mit 75 Punkten (23-6-7) zehn vor Altach und 14 vor den Lustenauern. Unsere Violetten löschten bekanntlich mit 82 den Punkterekord von Sturm (81) und distanzierten die Salzburger, die mit 77 ebenfalls einen neuen Klubrekord schafften, um fünf Zähler, Rapid sogar um 25.


Gegen den jeweiligen Aufsteiger hatte die Austria seit der Saison 1998/99 nur gegen den damaligen Neuen Vorwärts Steyr eine blütenweiße Weste mit vier Siegen. Gegen Kapfenberg (2-2-0), Ried (2-2-0), Innsbruck 1 (3-1-0), Kärnten (2-2-0) gab es keine Niederlage, gegen Admira zweimal (1-2-1 bzw. 2-0-2), gegen Bregenz (1-2-1) ein Patt, nur gegen Pasching (1-1-2) und den LASK/2007/08 (kein Sieg, 0-3-1) ein negatives Abschneiden. 
 

Statistisches zu FK Austria – SV Grödig


Austria (4.) gegen Grödig (3.)
Austria Heim: 4 Spiele, 2-2-0  11:4 Tore 8 Punkte
Grödig Auswärts: 3 Spiele 2-0-1  4:4 Tore 6 Punkte


BL-Bilanz von Nenad Bjelica (WAC, Austria):

G   43 Spiele    15-14-14    69:66   59
H   22 Spiele      7-  8-   7    38:32   29
A   21 Spiele      8-  6-   7    31:34   30


Austria gegen Aufsteiger seit 1998/99:


2012/13: WAC  (2-1-1), 2011/12: Admira 2-0-2, 2010/11: Innsbruck 3-0-1, 2009/10: Wr. Neustadt 3-0-1, 2008/09: Kapfenberg 2-2-0, 2007/08 LASK 0-3-1, 2006/07 Altach 3-0-1, 2005/06: Ried 2-2-0, 2004/05: Innsbruck 3-1-0, 2003/04: Mattersburg 3-0-1, 2002/03: Pasching 1-1-2, 2001/02: Kärnten 2-2-0, 2000/01: Admira 1-2-1, 1999/2000: Bregenz 1-2-1, 1998/99: Vorwärts Steyr 4-0-0


Bilanz im Kalenderjahr 2013: Austria - 23 Spiele, 13-7-3 (52:25 Tore) 46 Punkte. Grödig (17 Spiele Erste Liga, 7 BL): 16-4-4 (56:26) 52.  Austria nur drei Niederlagen in jüngsten 29 BL-Heimspielen (18/8/3).  Grödig – nur zwei Niederlagen (1:4 in Salzburg, 3:6 gegen Wr. Neustadt) in jüngsten 17 Meisterschaftsspielen (11-4-2). Auswärts eine Niederlage (1:4 Salzburg) in jüngsten neun Spielen (6-2-1).


Saison-Torschützen:

Austria (16): Stankovic 5 (BL 26, 15 Austria), Hosiner 3 (45/30 Austria), Jun 2 (37/29 Austria), A. Grünwald 2 (20/12 Austria), Kienast 1 (43/10), Okotie 1 (33/22), Gorgon 1 (17 Austria), Royer 1 (5/1 Austria).

 

Grödig (18): Zulechner 6 (6), Elsneg 3 (12), Salamon 2 (4), Sigurdsson, Karner, M. Leitgeb, Tomi, Cabrera, Trdina je 1/1, plus Eigentor Suppan (WAC).

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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