11.12.2013, 15:55 Uhr

STATISTIKCHECK: VERABSCHIEDEN WIR UNS MIT DEM NEUNTEN SIEG?

Statistikcheck: Verabschieden wir uns mit dem neunten Sieg?

Die Fronten vor dem sechsten und letzten Champions-League-Auftritt des FK Austria Wien am heutigen Mittwoch (20:45 Uhr/live Puls4 und Sky) im Happel-Stadion sind klar. Der Meister möchte sich gegen Zenit St. Petersburg nach zwei Remis und drei Niederlagen in Gruppe G mit seinem ersten Sieg in der „Königsklasse“ verabschieden. Die Russen haben den Aufstieg ins Achtelfinale im Auge.


Nach dem torlosen Remis am 1.10. in der einstigen Zaren-Metropole gelang den Violetten am 26. November mit dem 1:1 in Porto durch Roman Kienast auch der erste Treffer, nun soll der nächste, historische Schritt in der 102-jährigen Viola-Historie getan werden. Es wäre der erste Erfolg eines rot-weiß-roten Klubs in der Champions League seit 20. Februar 2001, als Sturm Graz in Athen gegen Panathinaikos die Oberhand (2:1 durch Tore von Schopp und Haas) behielt und der erst insgesamt neunte eines ÖFB-Vereins im 48. Spiel.


Die Favoritner könnten im Fernduell um Rang zwei zwischen Zenit und FC Porto jedenfalls eine entscheidende Rolle um den zweiten Aufstiegsplatz hinter Atletico Madrid spielen. Die Russen haben gegenüber den Portugiesen den Vorteil, dass sie es bei 6 zu 5 Punkten und dank der direkten Duelle auch bei Punktegleichheit schaffen würden. Bei einem Sieg wären sie automatisch zum zweiten Mal nach der Saison 2011/12 im Achtelfinale. Zenit könnte sich übrigens gegen uns sogar eine Niederlage leisten, falls Porto in Madrid gegen Atletico nicht gewinnt. Bei einem Remis im Prater darf Porto allerdings auch nicht drei Punkte holen.


Die Sankt Petersburger kamen mit einem Erfolgserlebnis in der nationalen Liga nach Wien. Nach vier sieglosen Runden schlugen sie am Wochenende daheim Ural Jekaterinburg durch Treffer von Hulk und Lombaerts 2:1 und liegen damit nach 19 Partien als Zweiter mit Tabellenführer Lok Moskau (nur 0:0 zuhause gegen Rubin Kasan) gleichauf. Die zwei Vereine (je 40 Punkte) trennt lediglich die Tordifferenz (plus 21 bzw. plus 20).


Jetzt wollen die Stars Hulk, Kerschakow, Arschawin, Witsel, Lombaerts, Tymoschtschuk und Co. auch in der Champions League zuschlagen. Der dreifache russische Meister (2007, 2010, 2012), der seit Dezember 2009 vom Italiener Luciano Spalletti recht erfolgreich trainiert wird, will nach dem UEFA-Cup-Triumph 2008 auch in der Königsklasse so weit wie möglich kommen. Die Austria hatte allerdings im bisher einzigen Europacup-Duell mit einem russischen Klub die Nase vorne.


Nach einem Gesamt-3:3 schafften wir 1978 im Elferschießen gegen Dynamo Moskau als erster ÖFB-Klub den Einzug ins Europacup-Finale der Cupsieger.


Spalletti hatte schon einmal als Trainer (mit Udinese) gegen einen ÖFB-Vertreter das Nachsehen. In der ersten UEFA-Cup-Runde 2003/04 schied er gegen Salzburg aus (Auswärtstorregel). Zenit hingegen kam in der UEFA-Cup-Qualifikation zweimal gegen Pasching dank Auswärtstorregel weiter. Dass unsere Veilchen in drei Testspielen (zuletzt am 4. Juli 2009 in Leogang 0:1) gegen die Petersburger den Kürzeren zogen, ist hingegen nicht von Bedeutung. Schließlich schafften wir ja - als es wirklich um viel ging - am 1. Oktober auswärts ein 0:0.


Parallel-Spiel: Atletico Madrid – FC Porto (Mittwoch, Estadio Vicente Calderon, 20:45 Uhr)

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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