12.08.2013, 13:46 Uhr

STATISTIK-VORTEIL, ABER SPIELERISCH LUFT NACH OBEN

Statistik-Vorteil, aber spielerisch Luft nach oben

Den Analysen einiger zufolge hat sich der FK Austria Wien im Derby am Sonntag eine Beule im Hanappi-Stadion abgeholt. „Nur“ 0:0 gegen zehn Mann, da hätte mehr rausschauen müssen. Und auch die Dominanz fehlte den Veilchen über weite Strecken. Die Match-Statistik spricht aber eine gänzlich andere Sprache.

SPIELSTATISTIK

12               Torschüsse gesamt                              12

1                 Schüsse auf das Tor                               3

8                 Schüsse neben das Tor                          6

3                 Abgeblockte Schüsse                              3

3                 Ecken                                                      9

9                 Flanken (inkl. Standards)                      29

44%            Ballbesitz (Anteil Zuspiele)                    56%

49%            Gewonnene Zweikämpfe am Ball in %   51%

65%            Pässe (inkl. Standards)                          74%

49%            Pässe (inkl. Standards) in gegn. Hälfte  58%

 

Überall die besseren Werte. Freilich, die Erwartungshaltung ist nach dem Meistertitel gestiegen, aber auch Geduld ist gefragt. Trainer Nenad Bjelica hat jedenfalls kein Problem damit, diesen Druck zu akzeptieren. „Wir werden uns von Spiel zu Spiel steigern. Mit der Leistung der Defensive war ich zufrieden, offensiv müssen wir aber noch mehr arbeiten.“ Vor allem, um den Esprit zurückzubekommen. „Es fehlen uns im Moment die Tore und damit auch die Leichtigkeit des Seins“, formulierte es Kapitän Manuel Ortlechner nach dem Schlusspfiff.

Bjelica pflichtet dem Abwehrchef bei. „Mit einem Sieg werden unsere Beine auch wieder etwas leichter und dann kommt auch das Selbstvertrauen zurück“, meinte der Kroate, der ergänzte: „Im Fußball ist der Glaube an sich und seine Stärken das Wichtigste.“

Auch Rapid-Coach Zoran Barisic gab bei der Pressekonferenz nach der Partie zu Protokoll: „Die Austria war sehr gut organisiert, hat uns kaum Möglichkeiten gelassen, um in die Schnittstelle der Linien durchzuspielen.“ Lediglich zwei Standards sorgten für Gefahr vor dem Kasten von Heinz Lindner, auch das spricht für die gute Arbeit der Austria-Profis.

Einziger Kritikpunkt von Bjelica bleibt das nicht geschaffte Ausnützen des Überzahlspiels. Ab der 26. Minute (Gelb-Rot für Palla) war Violett mit einem Mann mehr auf dem Feld, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. „Der Ausschluss hat unserem Spiel nicht gut getan. Leider fehlte uns danach etwas, das habe ich nicht ganz verstanden. Wir wollten mehr über die Seiten kommen, konnten das aber nicht umsetzen.“

Trübsal blasen ist jedenfalls nicht angesagt. „Die Spieler arbeiten sehr gut im Training“, versicherte Bjelica, der damit auch die gemischten Gefühle wegwischt. Was noch fehlt, ist die Präzision im Spielaufbau, aber auch diese Fehler werden mit jedem Match weniger und korrigiert.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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