22.10.2013, 10:05 Uhr

STATISTIK-AUSZÜGE VOR DEM DUELL AUSTRIA - ATLETICO

Statistik-Auszüge vor dem Duell Austria - Atletico

Unglücklich 0:1 am 18.9. durch den Treffer von Lucho Gonzalez gegen Portugals Nummer eins, FC Porto, und 0:0 in St. Petersburg im Duell mit dem russischen Vizemeister Zenit – der FK Austria schlug sich bisher in der Gruppe G der Champions League zumindest respektabel. Am Dienstag kommt nun mit Atletico Madrid der aktuell wohl stärkste Kontrahent ins Ernst Happel-Stadion (20.45 Uhr/live Puls 4 und Sky).
 

Der aktuelle spanische Cupsieger – im Finale 2:1 n.V. gegen den Stadtrivalen Real -, den die „Rot-Weißen“ auch in der laufenden Meisterschaft bezwangen, marschiert derzeit im Gleichschritt mit Titelverteidiger Barcelona in der heimischen Liga an der Spitze. Beide Klubs mussten jedoch am Samstag Punkte lassen - Atletico unterlag Espanyol knapp.
 

Atletico war aber auch in der Champions League bisher nicht zu schlagen. Dem 3:1 im heimischen Vicente Calderon-Stadion gegen Zenit folgte ein 2:1 in Porto, womit die „Rojiblancos“ (Rot-Weißen) mit sechs Punkten vor den Portugiesen 3, der Austria und Zenit je 1 die Gruppe G als Spitzenreiter anführen.
 

In den Europacup-Duellen mit spanischen Klubs schlug sich die Austria bisher sehr erfolgreich. Höhepunkt war der Vorstoß ins Cupsieger-Halbfinale 1983, als die Violetten in Runde drei den FC Barcelona nach einem 0:0 in Wien dank eines 1:1 im Camp Nou eliminierten. In der Vorschlussrunde war allerdings dann gegen Real mit 2:2 (h) und 1:3 (a) Endstation.
 

In K.o.-Duellen kamen wir drei Mal weiter und zogen viermal den Kürzeren, so unter anderem auch einmal gegen Atletico. In der zweiten Runde des Meistercups 1970/71 kam gegen unseren Dienstag-Gegner (0:2/a, 1:2/h) das Out.
 

Unsere „Opfer“ hießen im UEFA-Cup 2004/05 weiters Athletic Bilbao (gesamt 2:1 in Runde drei) und Real Saragossa (1:1/h,2:2/a im Achtelfinale), unsere K.o-Bezwinger noch einmal Real (Cupsieger-AF 5:2 1974/75) und der FC Barcelona, dem bei den Meistern 1993/94 in Runde zwei deutlich mit 5:1 die Revanche gelang. In diversen Gruppenspielen verloren wir bei einem Sieg (Saragossa 1:0) gleich dreimal (0:1 bei Espanyol, 0:3/a und 0:3/h gegen Athletic Bilbao).
 

Atletico ist auch mit zwei Namen der österreichischen Fußballfamilie verbunden. Max Merkel führte die „Rot-Weißen“ als Trainer 1972 zum nationalen Cuptitel (im Finale 2:1 gegen Valencia). Das 2:1 am 17. Mai im Bernabeu gegen Real durch Tore von Turan und Joao Mirando (98.) bei einem Gegentreffer von Ronaldo bedeuteten übrigens den 10. Cup-Triumph.
 

1973 holte Merkel mit seiner Truppe mit zwei Punkten Vorsprung auf Barca den Meistertitel, der neunte und bisher jüngste folgte 1996. Den Liga-Pokal räumte der „stramme Max“ damals so nebenbei ab.
 

Weniger erfolgreich lief es für Gerhard Rodax als Atletico-Spieler vom Sommer 1990 bis Winter 1991. Zwar gewann sein Klub 1991 mit einem 1:0 im Finale gegen Mallorca auch die Copa del Rey, wobei der Niederösterreicher mit zwei Toren gegen Real hauptverantwortlich für den Vorstoß ins Finale gewesen war. In der Liga schaffte der Ex-Admiraner, der aber mit seinem Klub nicht so richtig populär wurde, neun Treffer. Sein Engagement hatte er nicht nur seinen 35 Toren in der Bundesliga-Saison 1989/90, sondern vor allem seinem sehenswerten Siegestreffer am 28.3.1990 zum 3:2 für Österreich in Malaga gegen Spanien zu verdanken.
 

International feierte Atletico mit den Triumphen in der Europa-League 2010 (2:1 n.V. gegen Fulham in Hamburg) und 2012 (3:0 in Bukarest gegen Bilbao) sowie dem Cupsieger-Gewinn 1962 (3:0 gegen Fiorentina in Stuttgart) die größten Erfolge. Im Meisterbewerb verpassten die Madrider den Finalsieg 1974 in Brüssel hauchdünn. Nach einen 1:1 n.V. siegte der FC Bayern zwei Tage später im Wiederholungsspiel 4:0.
 

In der Champions League kam Atletico bisher allerdings nicht über ein Achtelfinale 2008/09 hinaus. Damals entschied die Auswärtstorregel für den FC Porto. Mit nunmehr insgesamt 249 Spielen in allen UEFA-Bewerben hat der Klub große internationale Erfahrung gesammelt. Die Austria hat (nur Meistercup- bzw. Champions League/jeweils inklusive Qualifikation) an die 70 Matches vorzuweisen.
 

Seit 2001 (Sturm Graz mit 2:1 in Athen gegen Panathinaikos) ist Österreichs Klubfußball schon ohne Sieg in der Champions League, vielleicht beendet der violette Debütant der „Königsklasse“ als Außenseiter vor heimischem Publikum diese Negativserie. Dazu müsste im dritten Anlauf zumindest das erste Tor in der Gruppe her.
 

Mit insgesamt 15 Mann aus Brasilien, Uruguay, Portugal, Frankreich, Belgien, Argentinien, Marokko und Türkei sind die Legionäre im aktuellen Kader, dem auch zehn Spaniern angehören, recht stark vertreten. Etliche von ihnen werden 2014 auch bei der WM in Brasilien an der Arbeit sein.
 

Statistisches zum Champions League-Match Austria gegen Atletico Madrid (Gruppe G) am Dienstag im Ernst Happel-Stadion (20.45 Uhr/live Puls 4 und Sky):
 
Kurzporträt Atletico Madrid

Gegründet
: 26. April 1903
Klub-Farben: Rot-Weiß
Präsident: Enrique Cerezo
Trainer: Diego Simeone (ARG/43 – seit Dezember 2011)
Größte Erfolge: 9 Meistertitel (zuletzt 1996), 10 Cupsiege (2013)
International: Siege in der Europa League 2010 (2:1 n.V. Fulham in Hamburg) und 2012 (3:0 gegen Athletic Bilbao in Bukarest)
Europacup der Cupsieger 1962 (3:0 gegen Fiorentina in Stuttgart)
Sieg Weltpokal 1974 (in Vertretung von Bayern München) 2:1 gegen Independiente Buenos Aires (0:1,2:0)
UEFA-Super-Cup 2010: 2:0 gegen Inter Mailand in Monaco und 2012 (4:1 gegen Chelsea in Monaco

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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