17.10.2013, 12:03 Uhr

STANKOVIC HOFFT AUF COMEBACK UND GIBT APPELL FÜR RIED AUS

Stankovic hofft auf Comeback und gibt Appell für Ried aus

Die Verletzungspause von Marko Stankovic nähert sich ihrem Ende. Unser bester Saisontorschütze, der es in 15 Pflichtspielen auf acht Treffer, davon sechs in der Bundesliga, gebracht hat, trainiert seit dieser Woche bereits wieder und sehnt sein Comeback herbei. „Schau ma mal, ob es sich schon bis zum Wochenende ausgeht, mein Ziel ist es“, sagte „Stanko“ vor der Auswärtspartie des FK Austria Wien am Samstag (19.00 Uhr/live Sky) gegen SV Ried.

 
Falschen Ehrgeiz zeigt Stankovic vor Abschluss des ersten Liga-Drittels aber nicht. Der wäre auch fatal. Ein Muskelfaserriss, der ihn beim 2:1 am 21.9. in Graz gegen Sturm kurz nach der Halbzeit bei einem Sprung im Zweikampf erwischt hat, ist nämlich eine heikle Verletzung. „Wenn man einen Tag zu früh anfangt, kann`s sein, dass wieder etwas passiert“, ist unser offensiver Mittelfeldspieler vorsichtig.

 
Die medizinische Abteilung habe bisher perfekte Arbeit geleistet, man sei super im Zeitplan. „Jetzt taste ich mich an die Mannschaft heran, schaue, dass ich das aufhole, was ich mit dem Kader nicht trainieren konnte“, so „Stanko“, der am Dienstag im dritten Gruppenspiel zur Champions League im Happel-Stadion (20.45 Uhr/Puls 4 und Sky) gegen Atletico Madrid „unbedingt dabei sein“ möchte.

"Ried ist zehn Mal wichtiger als Atletico"

 
An das spanische Spitzenensemble, das laut transfermarkt.at einen Marktwert von 251 Mio. Euro aufweist, schon vor dem Auftritt in der Keine-Sorgen-Arena zu denken, ist im Lager der Veilchen tabu. „Ried ist in unserer Situation zehn Mal wichtiger als Atletico. Wir sollten trachten in der Liga wieder in den Rhythmus zu kommen. Die Champions League ist, wie unser Trainer immer sagt, ein Zuckerl“, gab Stankovic den Appell für Ried aus.

 
Ein Blick auf die Liga-Tabelle verdeutlicht, wie wichtig die Partie im Innviertel für den Meister ist. Die Rieder sind mit vier Punkten Vorsprung auf die auf dem fünften Platz liegende Austria Zweite. „Die Rieder haben wieder eine sehr gute Mannschaft, die bisher gezeigt hat, das sie nicht zu Unrecht da oben steht“, warnte Stankovic seine Mitspieler vor der kommenden Aufgabe und mahnte vollste Konzentration ein.

 
Aller Vorsicht zum Trotz, wissen die Wiener jedoch, wie man die heimstarken „Wikinger“ bekämpft und sie schlägt. „Wir haben sie vorige Saison inklusive Cup fünf Mal besiegt. Die Austria fährt überall hin, um auf Sieg zu spielen. Unser Ziel in Ried ist es, zu gewinnen. Wir haben in dieser Saison leider schon zu oft Punkte hergeschenkt, mit denen wir geplant haben“, sagt Stankovic. Zähler wurden nicht so sehr aufgrund der Leistungen, sondern wegen anderer Faktoren verfehlt.

 

Kluft wurde kleiner

 
Neben teilweise mangelndem Glück spielten auch Verletzungen (A. Grünwald, Gorgon, Stankovic, Jun, Murg, Dilaver) wie zuletzt eine Rolle. Das habe man in der europacuplosen Spieljahr 2012/13 überhaupt nicht gehabt. Dazu kommt nach Meinung von „Stanko“ ein „anderes Niveau in der Liga“. Die Konkurrenz sei stärker, die Kluft zwischen den ersten Zwei und dem Rest, der aufgeholt habe, sei kleiner geworden.

 
Laut Stankovic war die SV Ried ein Grund, warum die Austria und nicht RB Salzburg Meister geworden ist. „Wir haben die Oberösterreicher in der Liga viermal, die Salzburger hingegen nicht geschlagen“, erinnerte sich der Offensivgeist. Die Veilchen haben 1:0 (auswärts), 6:1 (heim), 3:1 (a) und 3:1 (h) gewonnen, die „Bullen“ nur drei Remis (1:1/h, 2:2/h, 2:2/a) erreicht und einmal (1:3/a) verloren.

 
„In Ried ist es immer schwer. Es wird eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison“, glaubt Stankovic und fügte hinzu: „Wir wissen, wie wir gegen die Rieder spielen müssen, um gut auszuschauen“. Im ersten Duell am 3.8. in der Generali-Arena sah es für Violett auch lange Zeit gut aus, wir führten 2:0 und zur Pause 3:1. Dennoch musste sich unsere Elf letztlich mit einem 3:3 begnügen.

 
„Das war bitter, weil wir super begonnen haben“, räumt unser Mann mit der Rückennummer 19, der damals mit einem Doppelpack für die 2:0-Führung gesorgt hatte, ein. „Zuerst hat sich Gartler den Ball mit der Hand gestoppt und ihn reingehaut. Dann traf Kragl aus 32 Metern per Freistoß und ging ein abgefälschter Aydogdu-Schuss ins Netz“, erinnert sich „Stanko“.

Trotz Fehler: Lob für Referee Dintar

 
Als Tüpfelchen auf dem i übersah Referee Christian Dintar noch ein Elferfoul von Kragl an Royer. Der Burgenländer pfeift Ried gegen Austria auch am Samstag und wird von Stankovic gelobt: „Ich finde, er ist einer in unser Liga mit menschlichen Zügen. Mit ihm kann man auf dem Spielfeld auch mal streiten, ohne dass er gleich eine Karte zückt. Da verzeiht man eher einen Fehler.“

 
Es wird nicht an Dintar liegen, ob wir in Ried Punkte holen und Selbstvertrauen für das Atletico-Spiel tanken, sondern an den Spielern selbst. „Keiner denkt an Atletico – das ist hundertprozentig keine Floskel“, verspricht Stankovic vor Ried: „Dass wir uns eine gute Generalprobe wünschen, ist doch klar. Es ist immer wichtig, dass man mit einem guten Gefühl zum nächsten Spiel fährt!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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