05.12.2013, 13:57 Uhr

STANKOVIC FREUT SICH NACH "EIGENARTIGEM" COMEBACK AUF ADMIRA

Stankovic freut sich nach "eigenartigem" Comeback auf Admira

Marko Stankovic ist wieder da! Trainer Nenad Bjelica kann ab sofort auf den lange verletzt gewesenen Offensivgeist wieder zählen. Am Dienstag beim 3:2-Heimsieg gegen Sturm Graz gab „Stanko“, der bei seiner Einwechslung von den Fans gebührend begrüßt wurde, ab der 83. Minute sein Comeback und erzählte danach: „Es war für mich sehr eigenartig“.

 
Warum? Weil er nicht verleugnen konnte, dass im Hinterkopf noch der Rückfall vom Atletico-Heimspiel mitgespielt hatte. Am 22. Oktober beim 0:3 gegen die Spanier im Prater musste Stankovic nach 14 Minuten wegen Schmerzen in der rechten Wade vom Feld. Zuvor hatte er sich am 21.9. in Graz bei unserem 2:1-Erfolg gegen den SK Sturm einen Muskelfaserriss zugezogen.

 
Nach dem jüngsten Duell mit den „Blackies“ und dem damit verbundenen Sprung auf den dritten Tabellenrang fiel Stankovic ein riesiger Stein der Erleichterung vom Herzen. „Nach der erste Aktion, bei der ich gefoult worden bin, habe ich gewusst, diesmal hält die Wade. Da habe ich eine Gegenbewegung gemacht und es ist nichts passiert“, berichtete unser Mann mit der Rückennummer 19 von seinem Kurz-Einsatz gegen die Steirer.

 
Das bis zum Schluss spannende Spiel hat auch das seines dazu beigetragen, dass es für Stankovic nach rund elfwöchiger Pause „ein sehr eigenartiger Abend“ war. Gegen Atletico hat er vielleicht etwas zu früh angefangen, diesmal sich Zeit gelassen und vor seiner Rückkehr eine Woche lang voll mit der Mannschaft mittrainiert. Es handelte sich aber nicht um die alte, in Graz erlittene Blessur.

 
„Es war ein neuer Faserriss. Das war überaus bitter, da durch eine Fehlbelastung an anderer Stelle etwas gerissen ist. Die Therapeuten haben mir keine Schuld gegeben“, ließ der frühere Italien-Legionär seinen langen Leidensweg nochmals Revue passieren. Von der Belastung habe man alles versucht und das Maximum probiert. „Aber ein Restrisiko bleibt immer bestehen“.

 
Im Nachhinein betrachtet hätte Stankovic nur eins anders gemacht: „Vielleicht wäre es auch gegen Atletico besser gewesen, wenn ich wie am Dienstag gegen Sturm von der Bank gekommen wäre und nicht vom Start weg gespielt hätte.“ Damit er sich einmal die nötige Sicherheit wieder geholt hätte. Nachher ist man bekanntlich immer schlauer und wird vorsichtiger.

 
Auf die Frage, ob er schon bereit sei für einen Einsatz in der Startelf, antwortete Stankovic ehrlich: „Ich glaube, es wäre gut, wenn ich die nächste Partie auch noch reinkomme.“ Er wisse nämlich ganz genau, dass er jetzt gerade noch keine 90 Minuten durchspielen könne. „Wenn der Trainer entscheidet, dass ich spiele, dann werde ich es tun“, sagte Stankovic.

 
Bjelica und die Fans hatten vor dem Sturm-Spiel Stankovic in acht Liga-Partien vermisst gehabt. Vor dem kommenden Heimspiel am Samstag (19.00 Uhr/live Sky Sport Austria) in der Generali-Arena gegen Schlusslicht Admira Wacker hält „Stanko“, der seit 1. Juli 2010 ein Austrianer ist und Vertrag bis Sommer 2014 mit Option hat, bei 17 Pflichtspiel-Einsätzen und brachte es dabei auf acht Tore (Bundesliga 10/6).

 
Mit den Südstädtern verbinden ihn übrigens gute Erinnerungen. In seinen bisherigen acht Matches als Austrianer hat Stankovic gegen die Admira sieben Siege gefeiert und nur einmal verloren. Außerdem gelang ihm am  12.8.2012 beim 1:0-Heimsieg und am 20.7.2013 beim 2:0 ebenfalls zuhause jeweils sein erstes Saisontor. „Von dem her freue ich mich schon auf das Admira-Spiel“, meint der Offensivmann.

 
Vor dem Schlusslicht zeigt er dennoch Respekt. Admira befinde sich im Aufwind. Er gönnte den Niederösterreichern vom Herzen, dass sie den Abzug von acht Punkten wegen Lizenzverstößen einigermaßen aufgeholt haben. Ohne diese Strafen wären sie ja auf dem achten Tabellenplatz. „Es wird ein spannendes Spiel, trotzdem wollen wir unbedingt die nächsten drei Punkte holen“, nannte „Stanko“ das Austria-Ziel.

 
Zum Auftakt der zweiten Liga-Hälfte in der Meisterschaft ist für ihn ein Sieg gegen die Admira „ohnehin Pflicht“ - aus mehreren Gründen. „Wir wollen vorne in der Tabelle dranbleiben, unseren fünften vollen Erfolg im sechsten Spiel landen“, kündigte Stankovic an. Ein weiterer Dreier würde außerdem dem Selbstvertrauen vor dem letzten Champions-League-Auftritt am Mittwoch im Happel-Stadion (20.45 Uhr/live Puls4 und Sky) gegen Zenit St. Petersburg guttun.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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