28.03.2013, 15:24 Uhr

STANKOVIC: "JEDER ORDNET SICH DEM ZIEL UNTER"

Stankovic: "Jeder ordnet sich dem Ziel unter"

Es ist gar kein schlechtes Omen, dass am Ostersonntag (16:00 Uhr/live ORF eins und Sky) mit Salzburg ausgerechnet jene Mannschaft in die Generali Arena kommt, die dem FK Austria Wien die bisher letzte Niederlage in der Bundesliga zugefügt hat. Nein, ganz und gar nicht. Im Gegenteil, denn seit dem 22. September 2012 sind wir ohne Niederlage (13-4-0), haben den Vorsprung gegenüber den „Bullen“ auf 13 Punkte ausgebaut und unsere Veilchen präsentieren sich auch im Frühjahr 2013 in „Blüte“!
 

Man geht also durchaus positiv gestimmt an den „Showdown“ der 27. Runde heran. Dem damaligen 0:1 durch ein spätes Berisha-Tor in Wien ließen die Violetten ja u.a. am 2. Dezember in Salzburg ein 0:0 folgen. Dieser Trend (0:1, 0:0) schreit förmlich im dritten Saison-Auflauf nach unserem ersten Dreier über den Titelverteidiger. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, gab Marko Stankovic die Devise aus und versprach: „Wir wollen den Abstand nicht halten, sondern versuchen, den Vorsprung auszubauen!“
 

Das habe Trainer Peter Stöger in den Tagen vor dem Hit gepredigt. „Wir sind in einer angenehmen Situation“, glaubt „Stanko“ und möchte gar keine großen Töne spucken, unbedachte Äußerungen machen oder sagen, was für den Tabellenführer sprechen könnte. „Wir konzentrieren uns auf die Aufgabe und was uns die Trainer dafür mitgeben. Wenn wir die Aufträge zu hundert Prozent erfüllen, dann sollte es normal hinhauen“, ist der 27-jährige Offensivmann überzeugt.
 

Eine Vorentscheidung im Titelkampf könnte es nach Meinung von Stankovic nur dann geben, wenn es am Sonntag einen Sieger gibt. „Wenn wir gewinnen, dann sind wir unserem Ziel einen großen Schritt näher“, sagt Stankovic, für den es wie für den Großteil des Kaders der erste Titel als Profi wäre. An seinen ersten erinnert sich unsere Nummer 19 mit einem breiten Grinsen zurück: „Zuletzt war ich U14-Hallenmeister in der Steiermark“. Es wird also Zeit, dass auf seiner Visitenkarte ein neuer Eintrag vermerkt wird.
 

Die Bundesliga-Unterbrechung wegen der WM-Qualifikation sollte den Rhythmus der Violetten jedenfalls nicht geschadet haben. „Das wird der gleiche Nachteil sein wie nach vergangenen Länderspiel-Pausen. Da haben wir auch überhaupt keinen Rückfall gehabt. Wir sind schon die ganze Saison super in Form, die Pause wird uns sicher nicht zurückgeworfen haben“, ist Stankovic überzeugt. Er war gegen die Färinger im Happel-Stadion und hat sich mit Philipp Hosiner und dessen erste Treffer im ÖFB-Dress mit gefreut: „Man muss auch gegen solche Gegner erst einmal Tore machen. Er hat so wie bei uns gespielt.“
 

Stichwort spielen. Ob Stankovic am Sonntag beginnen wird? „Klar will man mehr spielen, aber derzeit gibt es nichts zu diskutieren. Jeder ordnet sich dem Ziel unter. Was jeder will, ob einer mehr oder weniger spielt, ist kein Wunschkonzert“, erklärte der Offensivgeist, der zuletzt in Mattersburg (4:0) zur Pause für Tomas Jun gekommen war und Hosiner ein Tor vorbereitet hatte.“Stanko“ ist in der Saison 24-mal im Kader gewesen, hat 10-mal von Beginn an gespielt, ist 8-mal ein- und 6-mal ausgewechselt worden.
 

Beim unserem jüngsten Sieg über die Salzburger (3:2 am 2. Oktober 2011 in Wien) war der Vater eines Sohnes (Fabio/2 ½ Jahre, „Mein Opa und Vater waren Fußballer, Fabio zwinge ich nicht, es zu werden“) nicht dabei. Wie überhaupt er als Violetter gegen die „Bullen“ noch auf einen vollen Erfolg (11 Einsätze: 0-7-4) wartet. Vielleicht feiert Stankovic diesmal seine Premiere aktiv auf dem Rasen.

 
Er bremst etwaige Euphorie, dass das absolute Spitzenspiel Erster gegen Zweiten seinem Prädikat gerecht werden müsse. „In der Vergangenheit hat man oft gesehen, dass solche Partien von beiden Seiten mitunter vorsichtiger angegangen werden. Lassen wir uns überraschen, wie die Salzburger agieren“, gibt Stankovic zu bedenken und ist sich zu hundert Prozent sicher, dass die Gäste anders auftreten werden wie zuletzt gegen Admira (1:1) und SV Ried (2:2).
 

„Gerade gegen Mannschaften, die nicht hinten drin stehen wie wir, sondern selbst zeigen wollen, dass wir zurecht oben stehen, spielen sie besser. Man merkt, dass die Teams die Salzburger schon sehr gut durchschaut haben, wie sie agieren. Wir haben das auch schon gezeigt mit dem 0:0 auswärts“, glaubt Stankovic. Er attestiert dem Double-Gewinner „irrsinnige Qualität, die er aber in der Rückrunde nicht so konstant rüber gebracht habe. „Ich glaube jedoch, gegen uns werden sie ein anderes Gesicht zeigen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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