19.07.2013, 10:38 Uhr

STANKOVIC: "IM ZENTRALEN MITTELFELD BIN ICH AM EFFEKTIVSTEN"

Stankovic: "Im zentralen Mittelfeld bin ich am effektivsten"

Mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen und durchaus optimistisch sieht Marko Stankovic dem Auftakt zur tipp3-Bundesliga am Samstag (16.30 Uhr) mit Meister FK Austria Wien in der Generali-Arena gegen Admira Wacker entgegen. „Wir sind sehr gut gerüstet. Wir gehen voller Vorfreude in die Saison und wollen natürlich wieder so ein Jahr spielen wie zuletzt“, sagte der Offensivgeist.

 
Ziel der Mannschaft sei es, eine solche Meisterschaft wie 2012/13, in der die Violetten mit 82 Zählern einen neuen Liga-Rekord aufgestellt haben, zu wiederholen. „Das Schönste im Vergleich mit dem großen Favoriten Salzburg ist jedoch, dass wir unbedingt Meister werden wollen und die Salzburger unbedingt Meister werden müssen“, nannte der 27-Jährige einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Titelverteidiger und dessen „Vize“.

 
An die Admira hat der frühere Italien-Legionär (US Triestina) positive Erinnerung. Stankovic war es nämlich, der im ersten Saison-Treffen mit den Südstädtern 2012/13 am 12. August (4. Runde) am Verteilerkreis das Goldtor zum 1:0-Sieg erzielte. „Das Datum wusste ich nicht mehr. Ich bin damals in der 51. Minute eingewechselt worden und habe zehn Minuten später getroffen“, erzählt der Mittelfeldspieler, der unter Nenad Bjelica in allen Testspielen im Einsatz kam.

 
Stankovic freut sich „extrem, dass es endlich losgeht. Man hat schon jetzt eine positive und warmherzige Stimmung gespürt gegen Everton. Den Schwung wollen wir natürlich mitnehmen“. Gegen die Engländer zählte der in Krems an der Donau geborene Niederösterreicher nicht nur wegen seiner beiden Tore und etlicher Zuckerpässe zu den Auffälligsten. Das 2:1 wollte er aber nicht überbewerten, weil man nach Vorbereitungsspielen nie genau sagen könne, wo man wirklich steht.

 
Schau nach bei Ergebnissen in der vergangenen Winterpause. Da gelang den Veilchen im Camp in der Türkei in drei Partien (0:1 FC St. Pauli, 0:0 FC Thun und 0:1 FC Zürich) kein einziger Treffer – trotzdem haben wir letztlich den 24. Meistertitel ins Ziel gebracht. „Ich habe ein gutes Gefühl, weil wir im Samsung-ÖFB-Cup, in einem Pflichtspiel, schon bewiesen haben, dass wir punktgenau da sind“, meint Stankovic mit Verweis auf das 3:0 in Oberwart, wo er eingewechselt worden war und den Endstand fixiert hat.

 
Im Burgenland hat Stankovic übrigens ebenfalls eine super Partie gemacht. Ob seiner guten Vorstellungen jedoch einen Platz in der Mannschaft zu fordern, ist nicht seine Art. „Ich bin der Letzte, der sich medial aufdrängt, Parolen wird es diesbezüglich von mir nie geben“, versichert unser Mann mit der Rückennummer 19. Außerdem müsse man klar sagen, dass jene Elf, die in Oberwart von Beginn an gespielt hat, ihre Sache gut erledigt habe.

 
Ob der U17-EM-Dritte von 2003 in Portugal mehr Einsatzzeiten als unter Peter Stöger bekommen wird, hängt ganz allein von Stankovic ab. Wenn er so weitermacht wie in der Vorbereitung und so in Form ist wie in den jüngsten Testspielen, dann wird er öfters sein Können zeigen können. „Ich bin 100 Prozent überzeugt von mir selber, dass ich mich unter Stöger heuer komplett zum Stammspieler etabliert hätte“, gibt sich „Stanko“ selbstbewusst.

 
Als springenden Punkt betrachtet er, welches Einsatzgebiet und welche Position er auszufüllen hat. „Man hat gesehen, wenn ich zentral im Mittelfeld aufgeboten werde, bin ich am effektivsten und kann der Mannschaft sicher am besten helfen. So wie es derzeit ausschaut, wird es diese Position sein, auf der ich die größte Alternative darstelle und wo ich mich dem Trainer am besten aufgedrängt habe“, glaubt der Offensivmann an seine Chancen, die er durch Leistung wahren möchte.
 

Er hofft jedenfalls, dass er beim neuen Trainer Nenad Bjelica, der alle bei Null anfangen ließ und der sich von jedem Spieler sein eigenes Bild gemacht hat, bisher einen guten Eindruck hinterlassen hat. „Ob ich jetzt jedes Spiel machen werde oder nicht – jeder, der mich kennt, weiß, dass ich ein extremer Teamplayer bin und das schätzt jeder an mir“, stellt Stankovic die Interessen der Mannschaft und nicht sein Ego in den Mittelpunkt.
 

Von seinem neuen Chef ist Stankovic angetan. Jeder Trainer habe seine eigene Philosophie. „Ja, es war eine ganz andere Vorbereitung als unter Stöger, Vastic und Daxbacher. Es ist immer etwas Neues bei einem neuen Trainer“, verriet er und bezeichneten den abwechslungsreichen Countdown als „sehr intensiv, spannend und interessant.“
 

Übrigens hat auch unser erster Liga-Gegner Admira einen neuen Trainer auf der Bank sitzen. Mit Toni Polster kommt eine Austria-Ikone als Gast nach Favoriten. „Ein neuer Trainer steht immer für Veränderungen. Wer Polster kennt, weiß, dass er ein irrsinnig guter Motivator ist. Ich hoffe, sein Lauf, den ich ihn wünsche, weil ich ihn sehr sympathisch finde, geht erst in der zweiten Runde los. Über den Favoriten brauchen wir ja nicht zu diskutieren“, sagt Stankovic zur ersten Aufgabe.
 

Etwas mehr als 24 Stunden vor dem Admira-Match ist für den Meister ein wichtiger Lostag. In Nyon am Genfer See wird die UEFA unseren Gegner in der dritten Runde der Qualifikation zur Champions League ermitteln. „Stanko“ hat sich die Liste der möglichen Gegner schon angeschaut und meint: „Wir können es uns nicht aussuchen und nur hoffen, dass es ein Gegner sein wird, über den wir drüber kommen. Weil das ist einmal wirklich das Wichtigste in dieser neuen Saison!“ Damit spricht er für alle Violetten.

 

Linktipp:

+ Lindner: Nach seinem Geburtstag vor dem nächsten Jubiläum

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle