05.08.2013, 11:04 Uhr

SPONSORING ALS WICHTIGER BUDGET-FAKTOR DES FK AUSTRIA WIEN

Sponsoring als wichtiger Budget-Faktor des FK Austria Wien

Erfolge, wie sie in der Saison 2012/13 der FK Austria Wien gefeiert hat, erfreuen nicht nur die beteiligten Kicker, deren Betreuer und natürlich die Fans, sondern auch viele involvierten Firmen und die Verantwortlichen im Klub. Der 24. Meistertitel verbunden mit der fünften Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League machen die Veilchen zu einem noch begehrteren Werbepartner.

„Je erfolgreicher wir sind, desto interessanter sind wir auf der Suche nach potenten Sponsoren“, weiß unser AG-Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer, der die Violetten mit einer „Braut“ vergleicht, die sich durch Titel für Investoren „hübsch“ gemacht hat. Wie wichtig Sponsoring für den Sport im Allgemeinen ist, zeigte die jüngste Studie des „Focus Instituts“.

Demnach betrug der Bruttowerbewert im Sportsponsoring 2012 in Österreich stolze 655 Millionen Euro! „Ohne das Sportsponsoring als Motor würde es viele Sportarten nicht geben“, erklärte Klaus Fessel, der „Focus“-Geschäftsführer, und fügte anlässlich der Präsentation der Jahresbilanz 2012 hinzu, dass nicht nur Klubs, sondern ganze Regionen davon profitieren würden.

Auf den höchsten Sponsorenwert übers Jahr kam Audi (18,9 Mio. Euro) vor Austria-Partner Generali (13,4). Die Partnerschaften mit zahlreichen Firmen stellen einen wesentlichen Faktor im Budget der Violetten dar und sind in einer Größenordnung von 65 bis 70 Prozent angesiedelt. Das hängt auch davon ab, ob man in der jeweiligen Saison die Europacup-Teilnahme schafft oder nicht, einen größeren Transfer vor hat oder nicht.

„Sponsoring ist also die wichtigste Finanzierungsform, um den Klub auf einem solchen Niveau halten zu können. Solche Studien sind sehr wertvoll, da es in Zeiten wie diesen immer schwieriger wird, Sponsoren für den Sport zu finden. Nur wenn man sie gefunden hat – das haben wir in den vergangenen Jahren doch sehr erfolgreich – dann ist es wichtig, sie mit solchen Informationen zu versorgen“, sagt Kraetschmer.

Weil diese Unternehmen natürlich immer wieder ihr Sponsoring intern auf den Prüfstand stellen. „Da ist es gut zu zeigen, dass ihr Geld, das sie im Sport einsetzen, sehr gut angelegt ist in der Kosten-Nutzen-Relation“, versichert unser Wirtschaftschef und relativierte die Position der beiden „Werbewert-Spitzenreiter“ Audi und Generali. Man dürfe da nicht vergessen, dass sie auch sehr stark im Wintersport engagiert sind.

Austrias Marketing-Leiter Dietmar Kurzawa hat sich über die jüngsten Ergebnisse der Studie, die sehr genaue und marktkonforme Werte vermittelt, mit den „Focus“-Autoren im Detail unterhalten. „Da kam ganz klar heraus, dass Fußball übers Jahr gesehen die Sportart Nummer eins ist. Dass natürlich Skifahren – auch mit der Thematik öffentliches Fernsehen ORF -  in einer sehr kompakten Zeit im Winter generell höhere Einschaltquoten erzielt, eine sehr hohe Wertigkeit hat, ist ja kein Geheimnis“, sagt Kraetschmer.

Wenn man sich die Werbewerte jedoch über das ganze Jahr ansehe, so der Ex-Banker, sei der Fußball Spitzenreiter und würde viele Unternehmen anziehen. „Es sind wirklich interessante Themen dabei. Wir werden die Gespräche mit Focus sicherlich vertiefen. Es werden etliche Ansätze aufgezeigt“, kündigte Kretschmer an. Er könne für die Austria jedenfalls sagen, dass für Sponsoren gut gearbeitet werde und auch entsprechende Werbewerte erzielt würden.

Am Beispiel Fußball, Austria und Generali habe sich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für das Versicherungsunternehmen ergeben. „Das ist sicherlich eine Basis, auf der wir im Marketing in Gesprächen mit Sponsoren aufbauen können. So viel kann man sagen, dass die Austria hier wirklich ein sehr, sehr guter Partner zur Vermittlung der Werbebotschaften und für neue Sponsoren ein interessanter Partner ist“, versichert Kraetschmer.

 

Noch einige bemerkenswerte Fakten der „Focus“-Studie:
Im Vergleich des Stellenwertes der Sportarten entfielen 55,5 Prozent auf den Wintersport, 28,8 auf den Fußball und 15,7 auf 70 andere Disziplinen.

Geht man noch mehr ins Detail, dann führt Alpinski mit 29,1 Prozent ganz knapp vor Fußball (heimische Liga, Champions League und EM) mit 28,8, Skispringen (16) und Formel 1 (9,7).

Den höchsten Bruttowerbewert der Top-10-Events 2012, die zusammen auf 88 Prozent kamen, ergab den alpinen Skiweltcup mit 190 Mio. Euro, vor der Fußball-tipp3-Bundesliga (95) und Formel-1-WM (64) als Nummer eins. Die „Heute für Morgen“-Liga rangiert mit 17 Mio. Euro auf Platz neun.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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