04.04.2013, 15:19 Uhr

SIMKOVIC: "GEGEN WAC WAR'S NOCH NIE EINFACH"

Simkovic: "Gegen WAC war's noch nie einfach"

Wer im violetten Lager glaubt, gegen den Wolfsberger AC am Samstag (18.30 Uhr) in der Generali-Arena würde der FK Austria leichteres Spiel haben als zuletzt gegen Meister Salzburg (1:1), der sollte sich die bisherigen Saisonpartien gegen den Aufsteiger in Erinnerung rufen. Tomas Simkovic tat dies stellvertretend für die ganze Mannschaft und warnte vor der kommenden Aufgabe: „Gegen den WAC war's noch nie einfach!“

 
Der Mittelfeldspieler hat das hautnah miterlebt. Er war in allen drei Spielen im Einsatz. Nachdem Tomas Jun in den ersten zwei Treffen mit späten Toren (1:0-Auswärtssieg in 77. Minute bzw. Ausgleich zum 1:1-Endstand daheim in 84. Minute) als „Retter“ in Erscheinung getreten war, brachte Simkovic im dritten Duell bei fast irregulären Bodenbedingungen im Lavanttal nach seiner Einwechslung frischen Wind und damit letztlich den Umschwung.

 
Kaum war „Simko“ nach etwas mehr als einer Stunde auf dem Platz, verwertete Koch eine seiner Flanken per Kopf zum 3:3 und verarbeitete Gorgon ebenfalls per Köpfchen einen seiner Freistöße zum 5:3. Innerhalb von sieben Minuten war aus einem 2:3-Rückstand ein Vorsprung geworden. „Der WAC hat eine spielerisch gute Mannschaft. Wir kennen aber jeden einzelnen Spieler sehr gut und wissen, wo wir den Hebel ansetzen müssen“, glaubt der Mittelfeldmann. Die Trainer würden die Elf wieder gut darauf vorbereiten.

 
Da gegen die „Bullen“ A. Grünwald, Mader und Gorgon gelb sahen und gegen die Kärntner gesperrt sind, darf sich Simkovic Hoffnungen machen, erstmals seit 16. Dezember 2012 (3:1 daheim gegen Sturm) in der Startelf zu stehen. „Wenn es wirklich der Fall sein sollte, freue ich mich schon sehr. Ich brenne auf jeden einzelnen Einsatz von Beginn an und werde mich wieder beweisen und alles dafür tun, damit ich drinnen bleibe“, meinte der Linksfuß.

 
Er möchte unbedingt zeigen, was er kann und was er auch schon im Herbst unter Beweis gestellt hat. Eine Knieverletzung hat ihn damals jedoch in der Vorbereitung etwas zurückgeworfen. Ein Auf und Ab im Fußball sei ganz normal. „Von dem her bin ich sehr, sehr positiv gestimmt. Es ist für mich auch kein Problem, wenn ich nicht spiele“, sagte Simkovic, dessen Entzündung am Muskelansatz des rechten Knies „eine spezielle und schmerzhaft Verletzung“ gewesen war.

 
Deshalb hat er lange nicht trainieren können, erst abwarten müssen, bis die Entzündung komplett abgeklungen war. Nun ist er ohne Beschwerden und für neue Taten bereit. „Ich freue mich wirklich schon auf das WAC-Spiel, falls ich von Beginn an dabei sein sollte, noch viel mehr.“ Unbeschreiblich wäre sein Jubel freilich erst dann, würde er den Titel gewinnen, „der schon immer mein Traum ist, vor allem mit der Austria“.

 
Es wäre seine dritte Meisterwürde nach den ersten Plätzen mit den violetten Amateuren 2004/05 in der Ostliga und dem SC Wr. Neustadt in der Erste Liga 2008/09 mit dem Aufstieg im ersten Jahr. Auf dem Weg zur violetten Endstation Sehnsucht kann unsere Nummer acht mit dem zuletzt daheim gegen die Salzburger erreichten 1:1 gut leben. Das Ergebnis zwischen den zwei besten Mannschaften Österreichs gehe in Ordnung, so Simkovic, der am 16. April seinen 26. Geburtstag feiert.

 
„Nach dem Spielverlauf hätten wir das Spiel auch mit drei Punkten beenden können. Es ist eben nicht gelungen, aber das ist überhaupt kein Beinbruch. Wir haben den Abstand gehalten und bisher alles richtig gemacht“, resümierte der U20-WM-Vierte von 2007 in Kanada vor dem Start zum letzten Liga-Durchgang. Klar wäre es schön gewesen, würde Austria 16 Zähler Guthaben aufweisen. Man könne aber nicht glauben, jedes Spiel im Vorbeigehen zu gewinnen.

 
Mit 18 Runden ohne Niederlage hätten die Veilchen bis jetzt eine unglaubliche Serie hingelegt, mit der man hochzufrieden sein müsse. „So einen Lauf in der Liga hat der Klub seit fast drei Jahrzehnten (Anm.: 26 Spiele ungeschlagen von 1984 bis 86) nicht gehabt.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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