22.07.2013, 17:02 Uhr

SCHIRIS MIT PRÄZISIERTER PASSIV-ABSEITSREGEL UND NEUEM LOGO

Schiris mit präzisierter Passiv-Abseitsregel und neuem Logo

Wie die Vereine haben sich auch die Schiedsrichter auf die 40. Bundesliga-Saison vorbereitet. Während eines Workshops in Obertraun wurde den Unparteiischen anhand von Videos, die die FIFA zur Verfügung gestellte hatte, die ab der Saison 2013/14 kürzlich präzisierte Abseits-Regel näher gebracht.

 
In individuellen Gesprächen haben Instruktoren dann die Vereine über die Änderungen und deren Auslegung ausführlich informiert. „Für unsere Abwehrspieler wird sich nicht viel ändern, außerdem sind sie auch ziemlich clever. Und die Zuschauer werden von der genauer ausgelegten Bestimmung auch nicht viel merken“,  sagt unser Meistertorhüter Heinz Lindner, der am Samstag gegen die Südstädter zum 100. Mal in der Liga zum Einsatz kam und seine Sache bravourös machte.

 
Unser Keeper liegt damit auf einer Linie mit Referee Gerhard Grobelnik, der erklärte, das alles sei eigentlich nichts Neues, es sei alles gleich geblieben. „Es sind nur einige Stellen bzw. Lücken im Regeltext geschlossen worden und somit nun besser zu verstehen. Wenn wir einmal eine Situation mit einem passiven oder aktivem Abseits vor der Presse erklären müssen, dann tun wir uns leichter mit dem Regeltext, der ausführlicher beschrieben ist“, meinte der Wiener.

 
Der 38-Jährige, der seit Juli 2003 in der Bundesliga pfeift und seit Jänner 2009 den FIFA-Status besitzt, ist der Meinung, dass alle – egal, ob weiblich oder männlich, jung oder älter -, die beim Fußball zuschauen über eine passive und aktive Abseitsstellung eines Spieler Bescheid wissen sollten.

 

Die Abseitsregel wurde nun nicht grundsätzlich geändert, sondern nur in zwei Punkten „verfeinert“, wie es Grobelnik formulierte. Er klärte die Änderungen so:
 

   *) „Es ist klargestellt worden, wenn beim Abspiel ein Mitspieler abseits steht und der Ball vom Verteidiger abgefälscht oder abgelenkt wird, zählt er als abseits stehender Spieler.“
 

   *) „Wenn aber ein Verteidiger eine Abwehrreaktion macht, in dem er den Ball gezielt wegköpfelt oder wegschießt, und der Ball kommt zum vorher abseits gestandenen Spieler, zählt das als neue Spielsituation und das ist kein Abseits.“
 

Bisher war den Schiedsrichtern die Beurteilung vorbehalten, ob beim verteidigenden Spieler eine geplante Abwehraktion vorlag, in diesem Fall galt das passive Abseits. Nunmehr will die FIFA mit der Präzisierung verhindern, dass ein angreifender Spieler, der nicht an der Angriffsaktion beteiligt ist, einen Vorteil aus dem Fehler des Verteidigers zieht.
 

Soll heißen: Erst wenn sich der Abwehrakteur wieder im Aufbauspiel befindet und ihm dann einen Fehlpass passiert, kommt der Ball vom Gegner und nicht mehr durch eine Abwehrreaktion.
 

Zurück zu Grobelnik. Unter dem Strich darf ihm und Lindner recht gegeben werden – man sollte den Zuschauer nicht „narrisch“ machen wegen des „neuen“ Abseits.

 

Anderes Thema: Der Unparteiische darf sich öffentlich natürlich nicht als Fan eines Klubs outen oder auf den Ausgang des Titelkampfes tippen. Obwohl der noch wenig Testspiele geleitet hat und daher nicht weiß, wie sich die Klubs verstärkt haben, sagt der Wiener „eine genauso spannende Meisterschaft wie vorige Saison“ voraus.

 
Grobelnik und Kollegen gingen übrigens in etwas veränderter Kleidung ins neue Spieljahr. Ihr Outfit ziert das Logo eines Sponsors, der als Arzneimittel-Spezialist für Augen und Gelenke gilt. Der Vertrag mit der Bundesliga läuft ein Jahr mit Option auf Verlängerung für eine weitere Saison.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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