13.05.2013, 12:01 Uhr

SCHAUPLATZ DER AUSTRIA-PREMIERE WÄRE HAPPEL-STADION! PLUS VIDEO

Schauplatz der Austria-Premiere wäre Happel-Stadion! Plus Video

Die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League, dem ersten Saisonziel des FK Austria Wien, steht bereits seit einigen Wochen endgültig fest. Da erhebt sich die Frage: wo würden die Veilchen im Falle des erstmaligen Einzugs ins Konzert der Großen ihre Gruppenspiele bestreiten? „Dann ist wohl eine Übersiedlung ins Happel-Stadion notwendig“, antwortet Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer.


Das würde jedoch nicht auf einfaches Geheiß des Europa-Verbandes (UEFA) geschehen, sondern ganz einfach aufgrund der infrastrukturellen Anforderungen, die die UEFA in Ihren Stadionregularien für die UCL (UEFA Champions League) stellt. So wie die Generali-Arena mit ihrer neuen, starken Flutlicht-Anlage und der Rasenheizung aufgestellt sei, sagt Kraetschmer, erfülle die violette Heimstätte viele, aber eben nicht alle Kriterien.

 

„Von den Zuschauer- und Parkplatz-Kapazitäten sowie den Zufahrtsmöglichkeiten müsste man, vorausgesetzt wir schaffen die Qualifikation, in den Prater gehen“, meinte der 41-Jährige. Diese Überlegungen beträfen jedoch nicht die Qualifikation. „Die wollen wir natürlich in der Generali-Arena abwickeln. Da geht es umso mehr um den Heimvorteil, wollen wir mit dem tollen Publikum etwas erreichen.“

 

Sollte die Austria den erstmaligen Sprung in die Millionen-Liga nicht schaffen und sich nach einjähriger Europacup-Abwesenheit mit der „kleineren“ Europa-League-Gruppenphase trösten müssen, „dann würden wir sehr gerne wieder in der Generali-Arena spielen“, erklärte Kraetschmer und erinnerte an die Saisonen 2009/10 und 2011/12, als am Verteilerkreis tolle EL-Gruppen-Atmosphäre herrschte. Letztendlich müssen aber auch hier das dann gültige Europa-League-Reglement und die potentiellen Gegner abgewartet werden.

 

Österreich war bisher sechsmal durch Sturm Graz (1998/99, 1999/2000, 2000/01), SV Salzburg (1994/95) und Rapid (1996/97, 2005/06) in der Gruppenphase der „Königsklasse“ vertreten. Unsere Veilchen unternehmen heuer zum fünften Mal nach 1992/93, 1993/94, 2003/04 und 2006/07 einen Anlauf am großen Geldkuchen mit zu naschen.

 

Die UEFA schüttete in der vergangenen Saison an die 32 Qualifizierten der Champions League insgesamt über 910 Millionen Euro aus. Dieser Betrag setzte sich einerseits aus knapp über 500 Millionen Euro an Prämien und fast 410 Mio. Euro aus dem Marktpool zusammen. Jeder Gruppen-Starter kassierte 8,6 Mio. Startgeld. Ein Sieg brachte dazu rund eine Million, ein Remis immerhin noch die Hälfte davon ein.

 

Kraetschmer nennt es eine Jahrhundertchance für den Klub, zumal die Austria erst in der dritten Quali-Runde einsteigen muss. Sollte die erste Hürde genommen werden, wäre man in jedem Fall in einer Gruppenphase vertreten. Bei einem Scheitern im Champions-League-Play-off würde man automatisch an der Europa-League-Gruppenphase teilnehmen. Allein diese fünf Partien brächten ein Umsatzvolumen von etwa 3,5 Mio. Euro.

 

Bei erfolgreicher Absolvierung des UCL-Play-Offs käme man mit den Spielen in der UCL-Gruppephase  auf ca. 10 Millionen Euro, in „normalen“ Saisonen entspricht dies einem halben Jahresbudget der Austria. Selbst bei einem Scheitern in der dritten Quali-Runde der UCL bliebe immer noch die Chance, sich über das UEL-Play-Off für die Gruppenphase zu qualifizieren!


„Um dieses Szenario zu erreichen, haben wir heuer entsprechend wirtschaftliches Risiko genommen und sehr hart gearbeitet. Ich hätte nicht geglaubt, dass wir schon nach Meisterschafts-Runde 30 dieses Ziel erreichen werden – aber es ist ein wesentlicher Unterschied, ob die Austria als Meister oder Zweiter in diese Champions-League-Quali 13/14 geht, demnach heißt es jetzt nochmals Vollgas für die Realisierung unseres großen Traums zu geben“, sagt der Wirtschaftsvorstand abschließend.

 

Video-URL: http://www.youtube.com/v/6M_n2Flxmsk

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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