01.07.2013, 12:10 Uhr

ROYER TRÄGT DAS MEISTER-TRIKOT SCHON MIT STOLZ

Royer trägt das Meister-Trikot schon mit Stolz

Daniel Royer, einer der drei neuen Spieler, die der FK Austria Wien in diesem Sommer bisher verpflichtet hat, fällt nicht nur wegen seiner blonden Haare im Veldener Trainingscamp auf. „Dani“, wie ihn seine Kollegen rufen, ist mit besonderer Begeisterung bei der Sache. Verständlich, denn er möchte sich Chefcoach Nenad Bjelica gleich zu Beginn seiner violetten Ära von der besten Seite präsentieren.

 

Das ist ihm auf dem Stopp auf der Anreise nach Kärnten in Hornstein schon recht gut gelungen. Beim 8:0-Sieg steuerte er zu seiner Premiere im Austria-Dress kurz vor der Pause mit seinem ersten Tor das 5:0 bei. „Ich habe mich gefreut, dass ich erstmals das Trikot des Meisters tragen durfte“, sagte Royer zu seinem 60-Minuten-Einsatz. Er sei relativ gut gestartet, auch wenn der Gegner kein echter Maßstab für die Veilchen gewesen war.

 

Der Blondschopf, der am 22. Mai seinen 23. Geburtstag gefeiert hat, wird noch ein paar weitere Partien benötigen, um richtig in die Mannschaft zu finden. „Er ist ein sehr interessanter Spieler, der auf vielen Positionen im Mittelfeld einsetzbar ist. Er wird unseren Kader stärker machen. Ich erwarte einiges von ihm“, sagte Bjelica über den Neuen. Den Einstand absolvierte Royer in Hornstein in der ersten halben Stunde auf der Achter-Position zentral, die zweiten 30 Minuten rechts im Mittelfeld.

 

Royer hat in den vergangenen Jahren in Deutschland vorzugsweise rechts, vor allem aber links im Mittelfeld gespielt. Links hatte er die ganze Saison auch in den Reihen der SV Ried, mit der er 2011 ÖFB-Cupsieger wurde, bestritten. Den „Achter“ gab er ab und zu auch für den 1. FC Köln, an den er 2011/12 von Hannover 96 verliehen gewesen war. „Doch am liebsten spiele ich die Außenposition“, gesteht der Offensivgeist.

 

Von seiner Zeit als Legionär hat er viel mitgenommen. „In Hannover habe ich bestimmt am meisten in meiner bisherigen Karriere als Fußballer gelernt, mich am meisten entwickelt können. Auch wenn es dort nicht ganz einfach für mich war, ich nicht viel gespielt habe. Ich habe gewusst, dass es schwierig wird, wenn ich dort hingehe“, erzählte er von seinem Wechsel zu den Niedersachsen, wo er in der ersten Bundesliga nur zu drei Spielen gekommen war.

 

In Köln, wo er 2012/13 in der zweiten Liga 32-mal im Kader der „Geißböcke“ stand und inklusive DFB-Pokal 13-mal in der Startelf aufschien, bekam er ungleich mehr Praxis. Unter dem Strich fühlte sich Royer in Deutschland sehr wohl. „Es war eine lehrreiche Zeit. Ich blicke im Allgemeinen positiv zurück. Mir hat es dort gefallen und es war nicht so, dass ich mir gesagt habe, ich muss nach Österreich zurück“, meinte der Steirer.

 

Nichtsdestotrotz sei die Austria für Royer überaus reizvoll, daher habe er auch diesen Schritt getan. Den Konkurrenzkampf gebe es überall, nirgends sei es heutzutage einfach. „Jede Mannschaft ist gut aufgestellt. Die Austria hat in der vorigen Saison bewiesen, dass sie viel Qualität hat. Trotzdem bin  ich hierhergekommen, um mich durchzusetzen und mit der Mannschaft Erfolg zu haben. Ich glaube, auch heuer ist für die Austria einiges möglich.“

 

Im Hinterkopf hat der Heimkehrer auch das A-Nationalteam, dessen Dress er bisher insgesamt sechsmal, erstmals im Juni 2011 beim 1:2 in Wien gegen Deutschland und zuletzt im Oktober 2011 beim 4:1 in Aserbaidschan, getragen hat. „Das sollte für jeden Spieler das Ziel sein. Für mich ist das jetzt nicht vorrangig. So etwas passiert nur, wenn man im Verein gute Leistungen bringt. Ich konzentriere mich nun voll auf die Austria, schaue, dass ich mich hier entwickle, mit der Mannschaft erfolgreich bin“, zählt Royer seine Prioritäten auf.

 

Sein neuer Trainer wird im auf diesem Weg sicher hilfreich zur Seite stehen. Der U21-Teamspieler (neun Partien/drei Tore) hat seinen Chef während dessen erfolgreich Zeit in Wolfsberg medial und via Fernsehen verfolgt und sagt über den Kroaten nach den ersten Tagen gemeinsamer Arbeit: „Das Training macht Riesenspaß, ist natürlich sehr intensiv, wie es eben in der Vorbereitung gehört.“

 

Royer, der in der alpinen Ski-WM-Stadt Schladming, wo sein Großonkel das bekannte Sporthotel führt, geboren ist, hat nach der Rückkehr aus dem Trainingscamp im Hotel Park‘s am Wörthersee neben dem sportlichen Countdown auch noch Privates zu erledigen. „Ich bin noch auf der Suche nach einer Wohnung“, sagte der sympathische Junggeselle, der in Wien vorerst noch in einem Hotel Quartier bezogen hat.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 17 36
2. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
3. FC Red Bull Salzburg 17 31
4. FK Austria Wien 17 31
5. RZ Pellets WAC 17 22
6. FC Admira Wacker Mödling 17 22
7. SK Rapid Wien 17 21
8. SV Guntamatic Ried 17 17
9. SKN St. Pölten 17 14
10. SV Mattersburg 17 11
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