03.05.2013, 13:52 Uhr

ROTPULLER GEGEN EX-VEREIN RIED VOR DOPPELTER PREMIERE

Rotpuller gegen Ex-Verein Ried vor doppelter Premiere

Wie vor einer Woche in der Südstadt, als Emir Dilaver für Fabian Koch rechter Verteidiger gespielt hat, wird Austria-Trainer Peter Stöger auch am Samstag (16:00 Uhr) in der Generali-Arena gegen SV Ried die Viererkette umstellen, denn Innenverteidiger Kaja Rogulj ist gesperrt. Für den Posten des Kroaten gilt Lukas Rotpuller als erster Anwärter.


„Ich will immer Kandidat sein. Egal, ob jemand fehlt - das ist für mich unwichtig. Ich trainiere, um zu spielen“, sagt der selbstbewusste 22-Jährige, der gegen seinen Ex-Verein vor einer doppelten Premiere steht. Einerseits wäre es sein erster Saisoneinsatz gegen die Innviertler in der Startelf und er hat als „Starter“ im vierten Anlauf die Chance auf seinen ersten vollen Erfolg.

 
Zweimal über die volle Distanz spielte er bisher - gegen Salzburg remis (0:0 am 2.12.2012 daheim und 1:1 am 31.3.2013 auswärts) und gegen den WAC (0:4 daheim am 6.4.2013) verließ er einmal als Verlierer den Platz. „Das 0:4 liegt mir schwer im Magen. Es war ein unglückliches Spiel. Das ist Vergangenheit, ich schaue und arbeite für die Zukunft“, blickt „Luki“ nach vorne.

 
Gegen die Rieder, an die er in der Saison 2011/12 von Austria verliehen gewesen war, reichte es in den bisherigen drei Partien des laufenden Spieljahrs nur zu einem kurzen Einsatz. Zuletzt beim 3:1 in der Keine-Sorgen-Arena am 27.2.2012 kam Rotpuller in der 85. Minute für Alex Grünwald zum Zug. Beim 1:0 im Innviertel (19.8.2012) und 6:1 in Wien (4.11.2012) saß er jeweils auf der Bank.

 
Der U20-WM-Teilnehmer von 2011 ist für Samstag bereit, nachdem er vorige Woche krank war. Er hatte mit einem Virus bzw. Magen-Darm-Problemen zu kämpfen gehabt. „Gegen die Admira habe ich mich auf die Bank setzen können. Diese Woche habe ich gut gearbeitet, ich bin für Ried gerüstet“, erzählte der Hüne, der in Ried eine gute Freunde gehabt hatte und auch noch heute hat. „Mit ein, zwei Spielern habe ich noch Kontakt.“

 
Am Samstag ab 16.00 Uhr gibt es für 90 Minuten keine Freunde. „Es gibt keine Geschenke, für niemanden. Wir wollen, dass die drei Punkte, die für uns sehr wichtig sind, in der Generali-Arena bleiben“, nannte er klipp und klar das Ziel. Zähler benötigt jedoch der Gegner, der als aktueller Tabellensechster noch um die Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League kämpft. Am Mittwoch (20:30 Uhr/live ORFeins) kommt es im ÖFB-Cup-Semifinale in Ried zu einem neuerlichen Treffen mit dem „Wikingern“.

 
Diesbezüglich deponierte Rotpuller auch gleich seine Wünsche: „Ich will beide Titel. Wir werden sehen, was letztlich herauskommt!“ Richtig lag der Burgenländer diese Woche mit seinem Tipp der Finalpaarung in der Champions League. „Für mich waren die Bayern schon vor dem Rückspiel im Finale und der BVB war auch mit einem Bein drinnen“, sagte unser Mann mit der Nummer fünf auf dem Trikot. Real hätte die Tore früher erzielten müssen, dann wäre vielleicht noch etwas möglich gewesen.

 
Sein Lieblingsklub befand sich nicht im Semifinale. Er hat früher Inter Mailand die Daumen gedrückt, jetzt aber keinen Verein seines Herzen mehr. Dafür ist Rotpuller, der auch „Pulli“ gerufen wird, mittlerweile auf  Quartiersuche fündig geworden und hat sich in Ottakring niedergelassen. Er wohnt dort alleine, Freundin gibt es keine. „Die ist auf irgendeiner Insel“, sagt er mit einem Lächeln. Seine Schwester Julia, die ihr Studium abgeschlossen, den Bachelor gemacht hat und nun berufstätig ist, hat mit Philipp Hosiner ihren Herzbuben hingegen schon gefunden.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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