30.06.2013, 10:30 Uhr

ROGULJS KLEINER VORTEIL MIT DEM NEUEN AUSTRIA-TRAINER

Roguljs kleiner Vorteil mit dem neuen Austria-Trainer

Seit Freitagabend bereitet sich der FK Austria Wien in Velden auf die neue Saison vor. Bei perfekten Wetterbedingungen. Sonne am Samstag und auch heute strahlte der gelbe Ballon über dem Wörthersee. Während der "Ironman", der in den Morgenstunden in Klagenfurt gestartet wurde, die Radfahrer auch in Velden vorbeischwappt, läuft das Training der Veilchen davon unbeeinflußt weiter. 

Kaja Rogulj, der in der vergangenen Bundesliga-Saison in 36 Runden 33-mal im Kader von Meister FK Austria Wien aufschien und davon 29-mal in der Startelf stand, hat durch das Engagement des neuen Trainers Nenad Bjelica einen kleinen Vorteil. Allerdings betrifft das nur die Verständigung in der gemeinsamen Muttersprache.

„Wenn wir uns unter vier Augen unterhalten, dann tun wir das auf Kroatisch. Auf dem Rasen, wenn Bjelica etwas erklärt, dann redet er wie mit allen mit mir in Deutsch,“ verriet unser verlässlicher Innenverteidiger, der dank der Kurse der deutschen Sprache schon mächtiger geworden ist. Wenn jemand mit ihm langsam in Deutsch spricht, dann versteht er schon viel, nur das selber Sprechen fällt ihm noch schwer.

In solchen Situationen hilft sich Rogulj dann oft auch noch in Englisch. So berichtete der 1,90-Meter-Hüne, der zwei Tage vor dem Start der Vorbereitung am 15. Juni seinen 27. Geburtstag feierte, unter dem Stöger-Nachfolger von einem „sehr intensiven Trainingsbeginn in jeder Beziehung.“ Den größten Unterschied zwischen dem Wiener und Bjelica wollte Rogulj jetzt noch nicht nennen.

Nach etwas mehr als einer Woche gemeinsamer Arbeit sei das schwierig zu sagen, meinte er. Über seinen Landsmann spricht der Innenverteidiger schon jetzt in höchsten Tönen: „Er hat vergangene Saison als Tabellenfünfter mit Aufsteiger WAC einen tollen Job gemacht. Ich denke, er ist ein sehr guter Coach und hoffe, er arbeitet mit uns genauso erfolgreich wie er das in Kärnten getan hat.“

Auf jeden Fall fiebert Rogulj schon jetzt dem neuen Spieljahr entgegen. „Ich freue mich auf die Champions-League-Qualifikation, bin voll motiviert, das ist eine große Herausforderung“, erklärte der Kroate, der seine Akkus in seiner Heimatstadt Split am Meer verbracht hatte. Dort fühlt er sich wohl, besonders im Sommer, dort hat er alles, was zum Entspannen beträgt. Und seine Familie mit Frau Maja und Sohn Luka, der im August 2012 geboren wurde, um sich. Maja wird Kaja übrigens in Bälde nachdem Standesamt auch vor den Traualter führen.

Dass er nach seiner Rückkehr aus Dalmatien neben Kapitän Ortlechner und Rotpuller mit Ramsebner noch einen zusätzlichen dritten Rivalen im Kampf um ein Leiberl in der zentralen Abewehr erhalten, stört Rogulj nicht. „Jeder qualitativ gute Spieler ist in unserem Team willkommen. Weil ich hoffe, dass wir uns für die Gruppe der Champions- oder Europa-League qualifizieren werden. Dort benötigen wir auf allen Positionen mehr Spieler“, sagt der sympathische Legionär, der seit Juli 2011 in Veilchen ist, mit Weitblick.

Noch keinen Überblick hat sich Rogulj über die modifizierte Regel des Passiv-Abseits der FIFA, die am 1. Juli in Kraft tritt, gemacht. „Gehört habe ich schon davon, aber ich habe mich bisher noch nicht näher damit beschäftigt. Das ist aber ein sehr wichtiges Thema, wir werden darüber natürlich sprechen“, erklärte unser Verteidiger, der derzeit auch in den Confed-Cup beobachtet und sich auf Brasilien als Favorit auf die Trophäe festlegt.

Die ohnehin umstrittene Regel des Passiv-Abseits wird laut FIFA ab 1. Juli in modifizierter Form angewandt. In Zukunft sollen die Schiedsrichter auch dann pfeifen, wenn ein näher zum Tor postierter Spieler durch eine kontrollierte Abwehraktion des Gegners in Ballbesitz kommt. Bisher galt dies als Passiv-Abseits, was dem Angreifer einen Torschuss erlaubte. Dieser Fall ist in Zukunft nur noch dann gegeben, wenn sich der Abwehrmann klar im Aufbauspiel befindet und ihm dabei ein Fehlpass passiert.

Mit der überarbeiteten Regel soll verhindert werden, dass ein am Angriff unbeteiligter Spieler einen Vorteil aus einer unglücklichen Abwehraktion des Gegners zieht. Sie soll den Schiedsrichtern die Arbeit erleichtern, dürfte aber auch weiterhin für Diskussion unter Spielern, Funktionären, Experten und Zuschauer sorgen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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