20.08.2013, 14:05 Uhr

ROGULJ: IM 7. SPIEL GEGEN DINAMO BESONDERS MOTIVIERT

Rogulj: Im 7. Spiel gegen Dinamo besonders motiviert

Kaja Rogulj, der am Dienstag per Bus mit dem FK Austria Wien zum am Mittwoch (20.45 Uhr/live Puls 4) stattfindenden Play-off-Hinspiel der Champions League angereist ist, spürt als Kroate in seiner Heimat ein besonderes Kribbeln. Unser Innenverteidiger trat gegen Dinamo Zagreb als Spieler von Slaven Belupo Koprivnica zwischen 2009 und 2011 schon sechsmal gegen den Meister an.

 
Für den Legionär ist das Wiedersehen mit Dinamo eine ganz spezielle Herausforderung und verleiht ihm zusätzliche Motivation. „Nicht, weil ich Kroate, sondern weil ich ein Fan von Hajduk bin“, sagte der in Split geborene Rogulj, dessen Wade eine Wappen-Tätowierung von Hajduk ziert. Zwischen den zwei Vereinen herrsche große Rivalität. Dies vergleicht Austria-Trainer Nenad Bjelica in Österreich so wie zwischen Austria und Rapid.

 
Rogulj hat persönlich als Slaven-Verteidiger keine guten Erinnerungen an den kroatischen Vorzeige-Klub, der zuletzt zweimal die Gruppenphase der Champions League erreichte hat und heuer nochmals mehrere Millionen Euro in den Kader investierte. Kaja verlor nämlich fünf Partien gegen Dinamo jeweils zu Null mit einem Gesamtscore von 0:12!

 
Nur sein letzter Auftritt gegen Dinamo am 5. März 2011 in Zagreb blieb im Kopf positiv hängen. „Da haben wir ein 0:0 erreicht“, erzählte der 27-Jährige, der hofft, mit der Austria nun besser abzuschneiden als in den fünf Matches im Slaven-Trikot vor diesem torlosen Remis. Auf die Frage, ob jetzt sein erster Sieg über Dinamo fällig sei, antwortete er mit einer Gegenfrage: „Warum nicht?“

 
Der Druck liege jedenfalls auf den Schultern seiner Landsleute, sagt Rogulj. „Wenn sie den Einzug in die Gruppe der Champions League verpassen, wäre das für sie ein Desaster“, glaubt Rogulj, der von einer schwierigen Aufgabe sowie einer guten Mannschaft mit technisch starken Spielern sprach. „Dinamo praktiziert einen offensiven Fußball.“

 
Coach Bjelica schwärmt von der technischen Qualität und dem Kurzpassspiel Dinamos und weiß, dass ein schweres Stück Arbeit auf seine Truppe wartet. Er kündigte als Marschroute für das Hinspiel an: „Wir werden versuchen, das Kurzpassspiel zu verhindern, Dinamo zum Spielen langer Bällen zu zwingen und ein Resultat heimzubringen, das uns Chancen im Rückspiel zum Aufstieg lässt.“

 
Rogulj wird betreffend des Ergebnisses etwas konkreter: „Ich denke, wir müssen in Zagreb ein Tor schießen. Ein Auswärtstreffer wäre immens wichtig, auch wenn wir mit einem Tor Unterschied verlieren. Dann hätten wir eine große Chance am kommenden Dienstag in der GENERALI-Arena“, meint unser sympathischer Abwehrhüne.

 
Einig sind einander Bjelica und Rogulj hinsichtlich der Spielanlage für das Hinspiel: „Wir wollen unser Chance in Konter-Angriffen suchen.“ Beide wie auch alle anderen in der violetten Familie sind erleichtert, dass die Generalprobe für Zagreb ein Erfolgserlebnis gebracht hat. „Das 5:0 gegen SC Wiener Neustadt war sehr, sehr wichtig für das Selbstvertrauen der Mannschaft. Ohne dieses Selbstvertrauen wäre es dort noch schwieriger“, so Rogulj.

 
Er warnte gleichzeitig aber davor zu glauben, dass es in der Tonart wie am Samstag weitergehe. „Das wird ein komplett anderes Spiel als gegen die Niederösterreicher. Da werden wir nicht so viele Torchancen vorfinden. Wenn wir eine Möglichkeit erhalten, dann müssen wir sind nützen“, appelliert unser Mann mit der Rückennummer vier an seine Mitstreiter.

 
Aber Rogulj, der im Juli 2011 von Slaven Belupo Koprivnica nach Wien gekommen ist, strich neben dem 5:0-Triumph auch andere Positiva aus dem Neustadt-Spiel hervor. „Wir wissen alle, dass wir in den ersten Runden nicht so gut waren. Gegen Neustadt haben wir begonnen so Fußball zu spielen, wie wir es können.“ Das habe sich letztlich im Resultat niedergeschlagen. 

 
Rogulj hat sich bei seinem Wechsel von Slaven Belupo zu Austria für die Veilchen und gegen ein besseres Angebot aus der Türkei entschieden, weil er hier Meister werden wollte. Dieses Ziel hat er heuer erreicht. „Ein zweites ist es, die Gruppenphase in der Europa League zu erreichen“, verriet er damals. Die Teilnahme am „kleineren“ Europacup ist auch bei einem Ausscheiden gegen Dinamo schon fix, die Champions League wäre Etwas noch Größeres – nicht nur für Kaja.
 

Das 5:0-Schützenfest gegen den SC Wiener Neustadt ist auch für Fabian Koch zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Davor habe es außerhalb des Klubs schon leicht zu kriseln begonnen.

 

„Ich will nicht von einer Krise sprechen, doch die Stimmung war nicht so gut. Jetzt ist sie wieder viel besser“, gesteht der Tiroler. Es ist zu hoffen, dass die Atmosphäre nach unserem Auftritt in Zagreb noch besser wird. Was würde das Hoch stabilisieren? „Ein X wäre sicher eine gute Voraussetzung. Wir werden schauen, was wir holen können. Vielleicht gelingt uns ein Auswärtstor“, nannte unser 24-jähriger Verteidiger seine Erwartungen.
 

Die Favoritner sind dank Bjelica, der den kroatischen Fußball wie seine Westentasche kennt, und seinem Betreuer-Team auf alle Fälle optimal für die Aufgabe vorbereitet. „Der Trainer kann uns Vieles weitergeben und uns gut auf diesen Gegner einstellen. Durch Videos wurden wir sehr gut über Dinamo informiert sein“, sagte Koch, der wie seine Kollegen die Namen, Daten und Eigenheiten der einzelnen Dinamo-Spieler bekommen hat.

 

 

Video-URL: http://youtu.be/tqvX3drrKsU

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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