19.06.2013, 14:04 Uhr

RAMSEBNER MACHTE MIT DEM CHEFCOACH SCHON BEKANNTSCHAFT

Ramsebner machte mit dem Chefcoach schon Bekanntschaft

Der erste Neue, der in diesem Sommer von Meister FK Austria Wien verpflichtet worden ist, hat mit unserem neuen Cheftrainer  Nenad Bjelica schon in seiner ersten violetten Ära Bekanntschaft gemacht. „Erfolg, WAC, super Freistoß-Schütze“ – das sind die drei prägendsten Dinge, die Christian Ramsebner damals von dem heute 41-jährigen Kroaten in Erinnerung behielt.

 

Und das kam so: „Ramsi“, wie er von seinen Kollegen gerufen wird, spielte einst als Austria-Amateur einmal gegen den FC Kärnten, in dessen Reihen Bjelica noch als Aktiver mitgewirkt hatte. „Da hat er gegen uns einen tollen Freistoß verwandelt“, schwärmt unser „Heimkehrer“.

 

Aber Ramsebner hat auch ein persönliches Erfolgserlebnis gegen seinen neuen Chef vorzuweisen. Im März hatte der 24-Jährige im Dress des SC Wr. Neustadt gegen die von Bjelica betreuten Wolfsberger ein wichtiges Tor erzielt. „Es hat uns mit dem 1:1 auswärts einen wichtigen Punkte gebracht“, erzählte der Oberösterreicher, der von Juli 2009 bis Juni 2013 in Wr. Neustadt engagiert war.

 

Gestartet hatte Ramsebner seine Karriere in seiner Heimat. Beim Union Pettenbach, in der Gemeinde Kirchdorf an der Krems, zerriss er seine ersten Fußball-Schuhe, jetzt hat sich der Kreis wieder in Favoriten geschlossen. Sein Einstand erfolgte etwas gebremst. Nach dem Urlaub, den er daheim bei seiner Familie und danach auf Mallorca verbracht hatte, suchten ihn eine Erkältung und Fieber heim.

 

Daher stieg er diese Woche auch nicht gleich voll ins Training ein. Dass Stöger und dessen Co Manfred Schmid, die er ja aus gemeinsamen Zeit beim SC Wr. Neustadt bestens kennt, nicht mehr am Verteilerkreis sind, wertet er nicht als Nachteil. „Es wird bei jedem Trainer der Bessere spielen und ich muss nur schauen, dass ich der Bessere bin“, meinte Ramsebner.

 

Unter Stöger/Schmid waren Kapitän Manuel Ortlechner und Kaja Rogulj in der Innenverteidigung gesetzt. Und obwohl mit Lukas Rotpuller noch ein weiterer zentraler Mann zu Wahl steht, denkt „Ramsi“ nicht daran, sozusagen auf eine andere Postion ausweichen. Er sei nur Innenverteidigung, da könne er seine beste Leistung bringen, sagt der alte Neue mit gesundem Selbstvertrauen.

 

Er möchte sich jedenfalls so schnell wie möglich durchsetzen und Stammspieler werden. „Und natürlich will ich vorne mitspielen“, nachdem er in den vergangenen zwei Saisonen gegen den Abstieg gekämpft hat.

 

Ramsebner, der von der Austria einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Option erhielt und wie schon zu seinen Neustadt-Zeiten weiterhin in Perchtoldsdorf südlich von Wien als Junggeselle („Ich bin solo, es gibt nichts Festes“) wohnt, ist für eine neue Herausforderung bereit. Als erstes, riesiges Ziel nennt er vorerst das Qualifizieren fürs internationale Geschäft.

 

Auf die Frage, ob so eine grandiose violette Saison wie zuletzt, nochmals möglich sei, antwortet der mehrfache Nachwuchs-Teamspieler: „Es wird sicher schwer, weil alles gepasst hat. Aber im Fußball ist nichts unmöglich – wenn man wieder in so einen Lauf reinkommt, warum nicht.“

 

Der U19-EM-Teilnehmer von 2007, der mit den AKA-Veilchen U19-Jugendmeister war, wird dafür alles was er hat in die Waagschale werfen. Zweikampf-Verhalten, Kopfballspiel und Spieleröffnung sind nach eigener Meinung seine Stärken. Über etwaige Schwächen oder Verbesserungspotenzial müssten andere Leute urteilen.

 

Voriges Spieljahr hat er seine Tugenden mit Erfolg für den SC Wr. Neustadt eingebracht. Dass die Niederösterreicher den Klassenerhalt schafften, daran hatte auch Ramsebners seinen Anteil. Er gehörte in der Bundesliga 26-mal dem Kader an, stand 19-mal in der Startelf und erzielte zwei Treffer.

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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