13.03.2013, 08:51 Uhr

RAHMEN-SPIELPLAN 2013/14 SIEHT IM HERBST 21 RUNDEN VOR

Rahmen-Spielplan 2013/14 sieht im Herbst 21 Runden vor

Auf der jüngsten Präsidenten-Konferenz der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile in der zweiten März-Woche ist der Rahmen-Spielplan für die Meisterschaft 2013/14 beschlossen worden. Demnach stehen in der kommenden Saison im Herbst 21 und im Frühjahr 15 Runden auf dem Programm. In der laufenden Spielzeit lautete das Verhältnis 20:16, womit im Herbst 2013 eine Runde mehr und im Frühjahr 2014 ein Spieltag weniger ausgetragen wird.


„Das hat den Hauptgrund, dass wir 2014 wegen der WM in Brasilien bereits am 11. Mai die Meisterschaft beendet haben müssen“, erklärte dazu Austrias Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer, der auch Vizepräsident des Bundesliga-Aufsichtsrates ist. Die heurige Punkte-Kampagne klingt bekanntlich am 26. Mai – übrigens mit dem Schlager Salzburg gegen Austria –  und damit zwei Wochen später als 2014 aus.


David Reisenauer als Spielbetriebsleiter der Bundesliga ist daher gezwungen, im Februar 2014 den Wiederbeginn früher als 2013 (16. Februar) anzusetzen. Viele vorschnelle Kritiker vergessen dabei, dass an Tagen, an denen Spiele der Champions- und Europa League angesetzt sind, keine kompletten Runden einer nationalen, europäischen Liga ausgetragen werden dürfen.


Das sind international geschützte Termine, es ist nur die Austragung von Nachtragsspielen wie am 6. März in Österreich mit Wolfsberger AC – RB Salzburg und am 13. März mit WAC – SV Matterburg und Admira – Salzburg, erlaubt. Weil auch noch Termine für den ÖFB-Cup und Länderspiele samt Abstellungsfristen für Spieler dazu kommen, sind in einer Zehner-Liga mit 36 Runden freie Tag rar.


In diesem Zusammenhang und in unseren Breitengraden, wo auch für diese Woche eine Rückkehr des Winters prognostiziert wird, kommt der Forderung von Kraetschmer nach einer verpflichtenden Rasenheizung in allen Stadien der höchsten Spielklasse eine große Bedeutung zu. „Darüber haben wir in der jüngsten Sitzung des Bundesliga-Aufsichtsrates sehr intensiv diskutiert“, erzählte der violette Wirtschaftschef.


Der Bundesliga-Vorstand ist sich bewusst, dass er sich dieser Grundproblematik auch in den nächsten Jahren intensiv widmen muss, so der 41-Jährige, der darauf hinwies, dass mit dem LASK und dem Kapfenberger SV in den letzten beiden Saisonen zwei Vereine mit Rasenheizung im Stadion dem Oberhaus durch den Abstieg verlorengingen. Natürlich gibt es in bestimmten Regionen auch auf den ersten Blick glaubhafte Argumente gegen die Installierung eines beheizbaren Spielfeldes wie  z.B. in Mattersburg, wo noch nie ein Spiel witterungsbedingt abgesagt werden musste.


Zwischen „noch bespielbarem Rasen“ und „regulären Bedingungen“ klafft jedoch ein Unterschied. Kraetschmer führt als Beispiel die Partie WAC – Austria (3:6) am 8. Dezember 2012 in Kärnten an: „Das Spiel hat zwar stattgefunden, WAC als Veranstalter war sehr bemüht, aber die Bodenverhältnisse waren absolut irregulär“. Das Thema sei nicht, dass das Feld vielleicht schneefrei ist, sondern durch das „Anziehen“ der Temperaturen sehr eisig, hart, rutschig und damit für die Akteure gefährlich wird.


Solche Verhältnisse können die Meisterschaft, über Teilnahme am Europacup oder im Kampf gegen den Abstieg entscheidend beeinflussen. „Spielfelder mit Rasenheizung sind jedenfalls in der Regel in einem besseren Zustand als jene ohne, wo das Wasser nicht abfließen kann oder friert. Daher sollte es der Anspruch sein, in den nächsten Jahren in allen Stadien der obersten Spielklasse Rasenheizungen verpflichtend zu installieren“, sagte Kraetschmer.


Der Manager, der seit 1997 bei der Austria ist, fügte hinzu, dass das Thema samt den mannigfaltigen Problemen die Bundesliga beschäftigen müsse. „Natürlich gibt es oft Schwierigkeiten, weil die Stadien nicht im Eigentum der Klubs, sondern der Gemeinden sind und dort mit dem Verweis auf knappe finanzielle Mittel diese Investition verweigert wird“, spricht Kraetschmer einen Aspekt an.


Das auch immer wieder zu hörende Ansinnen, man solle in jenen Stadion öfter spielen, wo es bei schlechtem Wetter möglich ist und es eine Rasenheizung gibt, weist der Austria-Funktionär zurück: „Es gibt ein klares Commitment der Klubs, dass in der Auslosung nicht mehr als zwei Heim- oder zwei Auswärtsspiele hintereinander ausgetragen werden sollen“.


Also gehe es z.B. nicht, dass man etwa im Februar dreimal en suite in der Generali-Arena spielt. Und Kraetschmer weist außerdem auf andere Faktoren hin. „Bei winterlichen Witterungsbedingungen ist es auch für das Publikum wenig attraktiv“. Er erinnert in diesem Zusammenhang an das Match Austria – Admira (4:0) am 23. Februar 2012 mit einem vorangegangenen Schneechaos.


„Da hat unsere Stadion-Verwaltung samt Helfern Unmenschliches geleistet. Das Spielfeld war nicht das Hauptproblem, sondern das Rundherum mit der Schneeräumung der Tribünen, der Parkplätze und der Sicherheitszonen. Daran muss man auch denken“, sagte der Austria- und Bundesliga-Funktionär.

 

Eckdaten zur tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile 2013/14:
-       Saisonstart: 20./21.07.2013
-       Saisonende: 10./11.05.2014
-       21 Runden im Herbst / 15 Runden im Frühjahr
-       Letzte Herbstrunde: 17./18.12.2013
-       Frühjahrsauftakt: 08./09.02.2014

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle