26.04.2013, 13:25 Uhr

POSITIV-DENKER JUN: "SIND STARK UND NOCH IMMER VORNE"

Positiv-Denker Jun: "Sind stark und noch immer vorne"

Das 2:2 im Derby ist im violetten Lager aufgearbeitet, der Fokus voll und ganz auf die kommende Aufgabe am Sonntag (16:00 Uhr/live ORFeins und Sky) in der Südstadt gegen den Tabellenachten Admira Wacker gerichtet. Auch wenn der Vorsprung von Spitzenreiter FK Austria zuletzt auf sechs Punkte geschrumpft ist, besteht überhaupt kein Grund zum Selbstzweifeln oder Grübeln. Die Leistung hat ja zuletzt wieder gestimmt.

 
Positivdenken ist angesagt. „Wir müssen jetzt keine Panik bekommen. Wir sind noch immer vorne und stark. Wenn wir unsere Arbeit, unsere Punkte machen, dann wird alles gutgehen“, sagte Tomas Jun vor der 31. Runde stellvertretend für die ganze Mannschaft. Der Offensivgeist wies jedoch gleichzeitig daraufhin, dass man den kommenden Gegner keineswegs unterschätzen darf.
 

„Die Positionen in der Tabelle sind da überhaupt nicht wichtig, die Admira ist daheim stark, es war und ist dort immer schwer zu spielen“, warnte Jun und erinnerte an das 6:4 am 27. Oktober 2012. Damals siegten die Veilchen dank eines Doppelschlags von Philipp Hosiner erst in der Nachspielzeit, nachdem die Admira zur Pause 3:2 geführt hatte. Und vor fast einem Jahr, am 5. Mai, verloren wir in der Trenkwalder Arena nach 0:3-Rückstand 2:3.
 

„Es wird wieder nicht leicht, beide Teams spielen sehr offensiv“, weiß Jun, „aber wenn wir Meister werden wollen, dann muss man alles dazu tun und probieren, dort die drei Punkte zu holen.“ Nach drei Zählern aus den jüngsten vier Liga-Partien wäre ein voller Erfolg für uns besonders wichtig, zumal Verfolger Salzburg am Samstag in Hütteldorf neuerlich vorlegen könnte. „Wir waren dreiviertel der Saison sehr stark, jetzt ist vielleicht eine Phase da, in der wir die Punkte nicht so leicht holen. Das ist Fußball“, meint der Legionär.
 

Man habe dazu vorher auch ein paar Mal Glück gehabt und nun sei eben vielleicht ein bisschen Pech dabei. „Aber ich kann keinen großen Grund finden, es ist alles gleich wie früher“, lässt sich Jun, der weiterhin voll motiviert ist, nicht verrückt machen und Einflüsse von außen zu. Man müsse weiter um jedes Tor, um jeden Punkt hart arbeiten, dann komme man dem violetten Ziel Schritt für Schritt näher. Für den 30-Jährigen wäre es der fünfte Meistertitel als Profi, nach vier mit Sparta Prag.
 

Die Beständigkeit des Routiniers, der in den 30 Liga-Runden bisher 27-mal in der Startelf stand und es dabei auf acht Tore und zwölf Assists gebracht hat, basiert darauf, seit der Vorbereitung von ernsten Blessuren verschont geblieben zu sein. Im November 2012 hatte er Probleme mit einer Zehe, im April 2013 mit einem Auge. Letzteres war ein Andenken vom 1:1 am 14. April in Graz gegen Sturm.
 

„Ich hatte Blut im geschwollenen Auge. Es war immer ein bisschen etwas, doch jetzt ist keine Zeit für Kleinigkeiten. Da kann man nicht an Schmerzen denken, sondern muss voll konzentriert in ein Spiel gehen und auf dem Platz 100 Prozent und mehr geben“, sagte das Vorbild Jun zu etwaigen weiteren Wehwehchen im Finish der Titeljagd. Vorlagen, Tore und Erfolge sind seine beste Medizin.
 

Jun hält nach seinem Doppelpack im Derby – er war übrigens Austrias vierter doppelter Torschütze gegen Rapid in dieser Saison nach Roman Kienast, Alex Gorgon und Philipp Hosiner – bei insgesamt 33 Bundesliga-Treffern. „Ich bin glücklich, wieder im Derby betroffen haben“, freute er sich über seinen insgesamt fünften Doppelpack (4 für Austria und 1 für SCR Altach).
 

Unser Mann mit der Rückennummer elf auf dem Trikot hat gegen den Lokalrivalen übrigens schon fünf, zum Teil entscheidende Tore auf seinem Konto. Sie bedeuteten unter dem Strich immerhin sechs Punkte (drei Remis, ein Sieg)! Gegen die Admira schaut es für den Rapid-Spezialisten hingegen nicht so gut aus. In sechs Partien (4-0-2) gegen die Südstädter bereitete er drei Treffer vor, trug sich aber bisher noch nie in die Schützenliste ein.
 

Wichtig ist, dass die Veilchen öfter als Admira treffen und gewinnen, da ist es egal, wer scort. „Vielleicht kann ich dazu beitragen“, hofft Jun insgeheim auf seinen 34. Liga-Streich (25 für Austria, 8 für SCR Altach) und fügte hinzu: „Ich habe gegen die Admira zwar schon einmal getroffen, aber der Schiedsrichter hat ein Abseits gesehen, das keines war – es war ein regulärer Treffer.“ Sei's drum.
 

Zuletzt beim 4:0-Heimsieg über die Admira am 23. Februar war Jun übrigens gesperrt. So wie davor auch schon beim 2:1 am 17. Februar in Hütteldorf. Gegen die Grünen hat er „seine“ Tore vor einer Woche quasi nachgeholt. Bleibt zu wünschen, dass das Tomas gegen die Admiraner ebenfalls gelingt und der zehnfache tschechische Teamspieler (2 Tore) mit einem Sieg seine „Tor-Premiere“ feiert.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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